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Die deutsche Missionsbewegung in den afrikanischen Kolonien am Beispiel Togo

Title: Die deutsche Missionsbewegung in den afrikanischen Kolonien am Beispiel Togo

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 25 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Patrick Koops (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Summary Excerpt Details

Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit der deutschen Missionsbewegung in Togo. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Frage, ob die Missionsbewegung ein Vorläufer der Kolonialherrschaft in Togo war und ob sie half, die Herrschaft der Deutschen in Togo zu festigen bzw. zu stützen. Welche Stellung nahmen die Missionsgesellschaften in der Kolonialpolitik ein, arbeiteten sie mit der Kolonialverwaltung in Togo zusammen? Oder nahmen die Missionsgesellschaften in Togo eine ähnliche Stellung ein, wie von Carl Peters in Bezug auf die Rheinische Missionsgesellschaft in Ostafrika behauptet [....] Um die vorliegenden Fragen zu klären, beginnt die Seminararbeit mit der Darstellung der Anfänge und der Organisation des Missionswesens. Im darauf folgenden Kapitel werden die Beziehungen der Missionsgesellschaften beschrieben. Im abschließenden Kapitel werden die Beziehungen zwischen den Missionen und der Kolonialverwaltung näher beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anfänge und Organisation des Missionswesens

2.1 Die Anfänge der Missionierung

2.2 Ziele der Kolonisation und der Missionsbewegung

2.3 Die Ausgangslage der Missionsgesellschaften in Togo

2.4 Die Ziele der Missionsgesellschaften in Togo

2.5 Die Missionsschulen

3. Die Beziehungen der Missionsgesellschaften

4. Der Kolonialstaat und die Missionen

4.1 Die Beziehungen zwischen den Missionen und der Kolonialverwaltung

4.2 Der „Kulturkampf in Togo“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der deutschen Missionsbewegung in der Kolonie Togo und analysiert, ob diese als Vorläufer und Stütze der Kolonialherrschaft fungierte. Dabei wird das Verhältnis zwischen den Missionsgesellschaften, der deutschen Kolonialverwaltung und der afrikanischen Bevölkerung kritisch beleuchtet.

  • Historische Anfänge der deutschen Mission in Togo
  • Ziele der Kolonisation und deren ideologische Verknüpfung mit dem Missionsauftrag
  • Organisatorische Struktur und pädagogische Konzepte der Missionsschulen
  • Konkurrenzverhältnisse zwischen verschiedenen Missionsgesellschaften
  • Spannungsfelder und Kooperationen zwischen Mission und Kolonialverwaltung

Auszug aus dem Buch

Die Missionsschulen

Zwar hat die Mission nicht die Aufgabe, die Völker zur Arbeit zu erziehen, ebenso wenig wie die die Aufgabe hat, Schule zu halten, Lesen, Schreiben, Rechnen, Englisch zu lehren. Der Missionsauftrag lautet nur: Macht sie zu meinen Jüngern!

Ein Hauptinstrument zur Erreichung der Ziele der Missionen waren die Missionsschulen. Primäres Ziel der Missionsschulen war nicht die Vermittlung von herkömmlichen Bildungsinhalten wie beispielsweise Rechnen und Schreiben, sondern die Missionierung bzw. Christianisierung der jungen afrikanischen Bevölkerung. Demnach fand in den Missionsschulen ein großer Teil der „Bekehrung“ der Bevölkerung statt. Die Jugend konnte nach Auffassung der Missionare im Schulunterricht leichter beeinflusst werden als die erwachsene Bevölkerung. Die Missionsschulen fungierten also nicht hauptsächlich als Mittel zur Erziehung einer selbstständigen Jugend sondern vielmehr als ein geeignetes Werkzeug zur stillen Christianisierung der afrikanischen Bevölkerung. In dieser Auffassung und Handhabe waren sich die Missionsgesellschaften aller Konfessionen einig. Im Vordergrund stand dabei neben der Vermittlung von religiösen Inhalten in den Missionsschulen die zur Bibellektüre notwendige Alphabetisierung der afrikanischen Bevölkerung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die deutsche Kolonialgeschichte ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der unterstützenden Funktion der Mission für die koloniale Herrschaft in Togo.

2. Anfänge und Organisation des Missionswesens: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Voraussetzungen, die Ziele der verschiedenen Missionsgesellschaften sowie deren zentrales Instrument, das Missionsschulwesen.

3. Die Beziehungen der Missionsgesellschaften: Hier wird das durch konfessionelle Gegensätze und teils scharfen Konkurrenzkampf geprägte Verhältnis zwischen den verschiedenen Missionen in Togo analysiert.

4. Der Kolonialstaat und die Missionen: Das Kapitel untersucht die komplexe Zusammenarbeit zwischen der Kolonialverwaltung und den Missionen sowie den konkreten Konfliktverlauf des sogenannten „Kulturkampfs in Togo“.

5. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung konstatiert eine wechselseitige Begünstigung der Ziele von Kolonialverwaltung und Missionsgesellschaften bei der Etablierung der Herrschaft.

Schlüsselwörter

Togo, deutsche Kolonialgeschichte, Missionsbewegung, Norddeutsche Missionsgesellschaft, Steyler Mission, Kolonialverwaltung, Missionierung, christliche Erziehung, Sozialdarwinismus, Kulturkampf, Missionsschulen, Kolonialismus, Ewe, Bildungsarbeit, Kaiserreich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle und den Einfluss der deutschen Missionsbewegung in der Kolonie Togo und deren Verhältnis zur Kolonialverwaltung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Zusammenhang zwischen Missionierung und kolonialer Eroberung, die Bildungspolitik der Missionen sowie die Machtverhältnisse im kolonialen Togo.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, ob die Mission als Vorläufer oder Stütze der deutschen Kolonialherrschaft diente und welche Stellung sie in der Kolonialpolitik einnahm.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt die Analyse historischer Forschungsliteratur, Primärquellen und fachwissenschaftliche Darstellungen zur deutschen Kolonialmission.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Organisation des Missionswesens, die interkonfessionellen Beziehungen der Missionen sowie deren politisches Spannungsfeld zur Kolonialverwaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Togo, Missionsbewegung, Kolonialismus, Steyler Mission, Norddeutsche Missionsgesellschaft und Kulturkampf.

Welchen Einfluss hatten die Missionsschulen auf die Bekehrung?

Sie dienten als primäres Instrument, um die leichter beeinflussbare Jugend frühzeitig zu christianisieren und durch Alphabetisierung für religiöse Inhalte zu gewinnen.

Was löste den „Kulturkampf in Togo“ aus?

Der Konflikt wurde durch interventionistisches Verhalten von Missionaren bei obrigkeitlichen Anordnungen und der Missachtung von Befugnissen durch die Kolonialbeamten ausgelöst.

Wie wirkten sich Steuerpolitik und Arbeitserziehung aus?

Die Missionen unterstützten teils die christliche Arbeitsethik, während sie andererseits bei exzessiver Besteuerung oder unhaltbaren Arbeitsbedingungen als Anwälte der Bevölkerung intervenierten.

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Details

Title
Die deutsche Missionsbewegung in den afrikanischen Kolonien am Beispiel Togo
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Historisches Institut)
Course
Gesellschaft und Kultur im kolonialen Afrika
Grade
2+
Author
Patrick Koops (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V113136
ISBN (eBook)
9783640131457
Language
German
Tags
Missionsbewegung Kolonien Beispiel Togo Gesellschaft Kultur Afrika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Koops (Author), 2008, Die deutsche Missionsbewegung in den afrikanischen Kolonien am Beispiel Togo, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113136
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