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Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland. Ursachen, Merkmale und Folgen

Title: Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland. Ursachen, Merkmale und Folgen

Seminar Paper , 2001 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Philipp Kaufmann (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen des Proseminars „Perspektiven der Bevölkerungsentwicklung Welt, Europa, Deutschland”, bei dem es im wesentlichen um das enorme Anwachsen der Weltbevölkerung und dessen wirtschaftliche, ökologische aber auch soziale und gesellschaftliche Auswirkungen ging. Parallel zu diesem, hauptsächlich die Entwicklungsländer betreffenden, Phänomen wurde auch das vermeintliche Paradoxon des gleichzeitig stattfindenden Bevölkerungsrückgangs in den wohlhabenden Industrieländern diskutiert. Mit diesem letztgenannten Thema wird sich meine Arbeit auseinandersetzen. Es geht dabei im speziellen um ein besonders interessantes und in dieser Form noch nicht da gewesenes Beispiel der demographischen Transformation, um den Bevölkerungsrückgang in Ostdeutschland, insbesondere ab den Wendejahren 1989/1990.

Die Grenzöffnung zwischen Österreich und Ungarn im September 1989, der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und die bereits knapp ein Jahr später gefeierte deutsch-deutsche Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 zogen nicht nur weitreichende politische, ökonomische und soziale Konsequenzen für Ostdeutschland nach sich, sondern wirkten sich auch nahezu „implosionsartig” auf die Bevölkerungsentwicklung aus. Mehr als zwei Millionen Menschen haben seit Herbst 1989 die Deutsche Demokratische Republik beziehungsweise seit der Wiedervereinigung die fünf neuen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie den Ostteil Berlins verlassen, Ziel waren fast ausschließlich die Alten Bundesländer. Neben dieser hohen Zahl an Abwanderern ist der enorme Bevölkerungsverlust Ostdeutschlands ab Anfang der neunziger Jahre auch auf einen zweiten Aspekt zurückzuführen, den dramatischen Geburtenrückgang. In den achtziger Jahren brachte eine Frau in der DDR noch durchschnittlich 1,7 Kinder zur Welt, heute liegt die TFR (Total Fertility Rate) bei nur noch 1,1.

Die dritte Komponente der Bevölkerungsentwicklung, die Sterblichkeit, hat im Gegensatz zu Migration und Fruchtbarkeit nur marginalen Einfluß auf die Bevölkerungsverluste Ostdeutschlands. Insgesamt (mit Einwanderungen) hat Ostdeutschland von den ca. 16 Millionen Bürgern im Sommer 1989 heute nur noch knapp 15 Millionen Einwohner.1 2

Ich werde mich in dieser Arbeit mit den Ursachen und Merkmalen, Folgen und möglichen Lösungsansätzen der hier bereits angerissenen Phänomene beschäftigen und dabei nicht nur Ostdeutschland als einheitliches Gebilde betrachten,[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Bevölkerungsentwicklung in der Deutschen Demokratischen Republik (1949-1989)
    • Migration
    • Geburtenentwicklung
      • Geburtenförderungspolitik
  • „Die Wende“ 1989/90
    • Abwanderung
    • Geburtenrückgang
    • Mortalitätskrise
  • Die demographische Entwicklung Ostdeutschlands seit 1991
    • Migration
    • Geburtenentwicklung
      • Warum keine Kinder?
    • Mortalität
    • Eheschließungen, Scheidungen
    • Suburbanisierung
    • Die demographische Entwicklung in einzelnen Regionen
      • Der engere Verflechtungsraum Berlin-Brandenburg
      • Die Lausitz-Region
      • Mecklenburg-Vorpommern
  • Lösungen des Dilemmas
  • Schlußbemerkungen

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Bevölkerungsrückgang in Ostdeutschland, insbesondere ab den Wendejahren 1989/1990. Sie beleuchtet die Ursachen und Merkmale dieses Phänomens, analysiert seine Folgen und erörtert mögliche Lösungsansätze. Dabei wird nicht nur Ostdeutschland als Einheit betrachtet, sondern auch auf demographische Besonderheiten in einzelnen Regionen eingegangen.

  • Die Abwanderung von über zwei Millionen Menschen aus Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung
  • Der dramatische Geburtenrückgang in Ostdeutschland seit den 1990er Jahren
  • Die demographische Entwicklung in einzelnen Regionen Ostdeutschlands
  • Die Auswirkungen des Bevölkerungsrückgangs auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands
  • Mögliche Lösungsansätze für die Herausforderungen, die der demographische Wandel für Ostdeutschland mit sich bringt

Zusammenfassung der Kapitel

Das erste Kapitel bietet eine Einführung in das Thema und erläutert die Hintergründe des Bevölkerungsrückgangs in Ostdeutschland. Im zweiten Kapitel wird die Bevölkerungsentwicklung in der DDR von 1949 bis 1989 analysiert, wobei der Fokus auf Migration und Geburtenentwicklung liegt. Das dritte Kapitel befasst sich mit der demographischen Entwicklung Ostdeutschlands seit der Wiedervereinigung, insbesondere mit den Auswirkungen der Abwanderung und des Geburtenrückgangs. Die Kapitel 4 und 5 behandeln die demographische Entwicklung in einzelnen Regionen Ostdeutschlands und analysieren die Folgen des demographischen Wandels. Abschließend werden im sechsten Kapitel mögliche Lösungsansätze für die Herausforderungen, die der Bevölkerungsrückgang für Ostdeutschland mit sich bringt, erörtert.

Schlüsselwörter

Bevölkerungsentwicklung, Ostdeutschland, Wende, Abwanderung, Geburtenrückgang, demographischer Wandel, demographische Transformation, Überalterung, Regionen Ostdeutschlands, Lösungsansätze.

Häufig gestellte Fragen

Wann begann der massive Bevölkerungsrückgang in Ostdeutschland?

Der dramatische Bevölkerungsrückgang setzte insbesondere mit den Wendejahren 1989/1990 ein, als die Grenzen geöffnet wurden und die Wiedervereinigung stattfand.

Was sind die Hauptursachen für den Bevölkerungsverlust?

Die Hauptursachen sind die massive Abwanderung von über zwei Millionen Menschen in die alten Bundesländer sowie ein drastischer Geburtenrückgang nach der Wende.

Wie stark sank die Geburtenrate (TFR) in Ostdeutschland?

In den 1980er Jahren lag die Total Fertility Rate (TFR) in der DDR noch bei durchschnittlich 1,7 Kindern pro Frau; nach der Wende sank dieser Wert auf etwa 1,1.

Welchen Einfluss hat die Sterblichkeit auf die Bevölkerungsentwicklung?

Im Gegensatz zu Migration und Geburtenrate hat die Sterblichkeit (Mortalität) laut der Arbeit nur einen marginalen Einfluss auf die gesamten Bevölkerungsverluste Ostdeutschlands.

Welche Regionen werden in der Studie detailliert betrachtet?

Die Arbeit untersucht unter anderem den Verflechtungsraum Berlin-Brandenburg, die Lausitz-Region und Mecklenburg-Vorpommern.

Wie viele Einwohner verlor Ostdeutschland insgesamt seit 1989?

Von ca. 16 Millionen Bürgern im Sommer 1989 sank die Einwohnerzahl bis zum Zeitpunkt der Arbeit auf knapp 15 Millionen.

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Details

Title
Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland. Ursachen, Merkmale und Folgen
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Perspektiven der Bevölkerungsentwicklung: Welt, Europa, Deutschland
Grade
1,3
Author
Philipp Kaufmann (Author)
Publication Year
2001
Pages
25
Catalog Number
V11312
ISBN (eBook)
9783638175043
ISBN (Book)
9783668153981
Language
German
Tags
Bevölkerungsentwicklung Ostdeutschland Perspektiven Bevölkerungsentwicklung Welt Europa Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Kaufmann (Author), 2001, Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland. Ursachen, Merkmale und Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11312
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