Kann eine elternähnliche Erziehung auch in der Kindertagesstätte erfolgen? In der Arbeit wird untersucht, ob eine solche Erziehung in Kindertagesstätten gewährleistet werden kann und somit mit der elterlichen Erziehung vergleichbar ist oder ob sie ausschließlich durch die Eltern erfolgen kann.
Dazu wird die Fragestellung auf Grundlage der von Herman Nohl entwickelten Theorie über die sozialpädagogische Bewegung in Deutschland, in der die Erziehung eine wichtige Rolle einnimmt, untersucht. Hierzu wird zunächst unter Berücksichtigung der geschichtlichen Hintergründe genauer auf die formulierte Theorie Nohls eingegangen und diese einer kritischen Würdigung unterzogen. Daraufhin werden alle zentralen Begriffe dieser Arbeit definiert und die Rechtslage zur Inanspruchnahme einer Kindertagestätte geklärt.
Anschließend wird ein ausführlicher Blick auf die verschiedenen Familienformen, die Bindungsbeziehung sowie die Kindertagesstätte geworfen. Dabei wird die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern sowie dessen Bedeutung für die Erziehung von Kindern in Kindertagesstätten geklärt. Des Weiteren werden die Erzieher*innen-Kind-Beziehung und die Eltern-Kind-Beziehung miteinander verglichen, woraufhin noch kritische Aspekte der Kindertagesstätte erläutert werden. Im Laufe dieser Gliederungspunkte wird dabei immer wieder Bezug zu Nohls Theorie hergestellt, sodass die Bedeutung für die Praxis verdeutlicht wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Historischer Hintergrund
- Die Theorie Herman Nohls
- Definitionen
- Erziehung
- Kindertagesstätte
- Rechtsansprüche nach dem SGB VIII
- Die Familie
- Bindungsbeziehungen
- Die Kindertagesstätte
- Die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern
- Das Berliner Eingewöhnungsmodell
- Elternbeteiligung
- Vergleich zwischen Eltern-Kind-Beziehung und der Erzieher*innen-Kind-Beziehung
- Kritik an den Kindertagesstätten
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht, ob eine elternähnliche Erziehung in Kindertagesstätten möglich ist und ob diese Form der Erziehung mit der elterlichen Erziehung vergleichbar ist. Dabei steht die Theorie Herman Nohls über die sozialpädagogische Bewegung in Deutschland im Mittelpunkt.
- Die Theorie Herman Nohls und ihre Bedeutung für die heutige Erziehungspraxis
- Die Rolle der Familie und der Kindertagesstätte in der kindlichen Entwicklung
- Die Bedeutung von Bindungsbeziehungen für die Entwicklung von Kindern
- Die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Erzieher*innen
- Kritikpunkte und Herausforderungen im Bereich der Kindertagesstätten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und den Aufbau der Arbeit dar. Das Kapitel „Historischer Hintergrund“ beleuchtet die Entstehungsbedingungen der sozialpädagogischen Bewegung in Deutschland im Kontext der Weimarer Republik und den Einfluss von Herman Nohls Theorie. In „Die Theorie Herman Nohls“ wird Nohls Ansatz der Erziehungswirklichkeit erläutert und seine zentrale These, dass die Pädagogik eine Wissenschaft mit einer allgemeingültigen Theorie für alle Zeiten ist, vorgestellt. Die Kapitel „Definitionen“ und „Rechtsansprüche nach dem SGB VIII“ liefern wichtige Begriffsklärungen und erläutern den rechtlichen Rahmen für die Inanspruchnahme von Kindertagesstätten.
Die Kapitel „Die Familie“ und „Bindungsbeziehungen“ untersuchen die Bedeutung der Familie und der Bindungsbeziehung für die Entwicklung von Kindern. Das Kapitel „Die Kindertagesstätte“ beleuchtet die Rolle der Kindertagesstätte als Bildungseinrichtung, die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern und das Berliner Eingewöhnungsmodell. Im Kapitel „Vergleich zwischen Eltern-Kind-Beziehung und der Erzieher*innen-Kind-Beziehung“ werden die beiden Beziehungstypen gegenübergestellt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen Erziehung, Kindertagesstätte, Familie, Bindungsbeziehung, Erzieher*innen-Kind-Beziehung, Eltern-Kind-Beziehung, sozialpädagogische Bewegung, Theorie Herman Nohls, Bildungspartnerschaft, SGB VIII und Kritik an Kindertagesstätten.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine elternähnliche Erziehung in der Kita möglich?
Die Arbeit untersucht, ob Fachkräfte in Kitas eine mit der elterlichen Erziehung vergleichbare Bindung und Erziehung gewährleisten können oder ob diese exklusiv den Eltern vorbehalten bleibt.
Welche Rolle spielt die Theorie von Herman Nohl in dieser Arbeit?
Nohls Theorie über die sozialpädagogische Bewegung dient als Grundlage, um die heutige Erziehungswirklichkeit und die pädagogische Beziehung kritisch zu würdigen.
Was ist das Berliner Eingewöhnungsmodell?
Es ist ein strukturiertes Konzept zur Gestaltung des Übergangs vom Elternhaus in die Kindertagesstätte, um eine stabile Bindungsbeziehung zur Erzieherin aufzubauen.
Wie unterscheiden sich Eltern-Kind- und Erzieher-Kind-Beziehungen?
Die Arbeit stellt beide Beziehungstypen gegenüber und analysiert, inwieweit professionelle pädagogische Arbeit die emotionale Tiefe der familiären Bindung ersetzen oder ergänzen kann.
Welche Rechtsansprüche bestehen für die Kita-Nutzung?
Die Arbeit erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Rechtsansprüche auf einen Betreuungsplatz gemäß dem SGB VIII.
Was versteht man unter einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft?
Dies beschreibt die notwendige Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischem Personal, um eine ganzheitliche Förderung des Kindes sicherzustellen.
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- Anonym (Author), 2020, Kann eine elternähnliche Erziehung auch in Kindertagesstätten erfolgen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1129385