Dieser Essay beschäftigt sich mit verschiedenen Verständnissen von Inklusion und ihrer Entstehung. Spezifische und allgemeine Konzepte von Inklusion werden dabei ebenso beleuchtet wie Inklusion in den Wissenschaftsdisziplinen und Ebenen von inklusiver Bildung. Abschließend wird ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
a) Etymologie
b) Perspektiven auf Inklusion
c) Spezifisches und allgemeines Konzept von Inklusion
d) Inklusion in den Wissenschaftsdisziplinen
e) Ebenen von inklusiver Bildung
f) Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Vielfalt der Verständnisse von Inklusion zu beleuchten und verschiedene Aspekte des Begriffs kritisch aufzuzeigen, um ein grundlegendes Verständnis für den gesellschaftlichen und pädagogischen Diskurs zu schaffen.
- Etymologische Herleitung des Inklusionsbegriffs
- Differenzierung zwischen spezifischen und allgemeinen Inklusionskonzepten
- Interdisziplinäre Betrachtung von Inklusion in Wissenschaft und Gesellschaft
- Abgrenzung der Begriffe Exklusion, Separation, Integration und Inklusion
- Analyse der Bedeutung von Inklusion im Kontext von Bildung und Recht
Auszug aus dem Buch
d) Inklusion in den Wissenschaftsdisziplinen
Die Mathematik definiert »Inklusion« mit der „Relation des Enthaltenseins“ (Brockhaus-a), wobei es um die einschließende – inkludierende – Beziehung zwischen Mengen geht. Die zugrundeliegende Annahme ist, dass die Gesamtmenge aus verschiedenen Teilmengen besteht.
»Inklusion« in der Soziologie wird mit „der vollkommene Teilhabe des Einzelnen am Ganzen“ (Brockhaus-b) definiert. Daraus folgt, dass jeder Mensch gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben kann und infolgedessen den Einschluss aller Menschen in die Gesellschaft. Verknüpft man dies mit der mathematischen Sichtweise, so kann die Gesellschaft als Gesamtmenge beschrieben werden und die Individualität der Einzelperson stellt eine Teilmenge dar. Möglich wäre es aber auch, nicht das Individuum als Teilmenge zu sehen, sondern die Menschen entsprechend größerer Merkmale zur klassifizieren, z.B. Kinder mit einem spezifischen Förderbedarf oder Menschen, die einer bestimmten Religion oder Kultur angehören.
In der Mineralogie wird »Inklusion« mit dem „Einschluss von Fremdsubstanzen in Kristallen“ (Duden) beschrieben: Wenn ein Fremdstoff, z.B. Gas oder Erdöl, in das kristalline Mineral eingeschlossen ist, wird der Begriff »Inklusion« verwendet.
Zusammenfassung der Kapitel
a) Etymologie: Dieses Kapitel erläutert die lateinische Herkunft des Begriffs Inklusion und nennt zugehörige Synonyme.
b) Perspektiven auf Inklusion: Hier werden globale, nationale und regionale Perspektiven auf Inklusion anhand von Dokumenten wie der Salamanca-Erklärung und dem Grundgesetz analysiert.
c) Spezifisches und allgemeines Konzept von Inklusion: Das Kapitel differenziert Inklusion in ein spezifisches, auf Behinderung fokussiertes Konzept und ein allgemeineres Konzept des menschlichen Zusammenlebens.
d) Inklusion in den Wissenschaftsdisziplinen: Dieser Abschnitt vergleicht die Bedeutung von Inklusion in Mathematik, Soziologie und Mineralogie.
e) Ebenen von inklusiver Bildung: Hier erfolgt eine kurze Einordnung der Inklusion nach den Kategorien Person sowie Struktur und Organisation.
f) Fazit: Das Fazit stellt die definitorische Bandbreite des Begriffs heraus und betont die Notwendigkeit eines gemeinsamen Verständnisses für eine effektive Debatte.
Schlüsselwörter
Inklusion, Inklusionsverständnis, Pädagogik, Exklusion, Separation, Integration, Salamanca-Erklärung, UN-Behindertenrechtskonvention, Heterogenität, Bildungssystem, Diskurs, gesellschaftliche Teilhabe, interdisziplinär, Schulgesetz, Prozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Pluralität von Inklusionsverständnissen und beleuchtet, wie der Begriff in unterschiedlichen Kontexten und Disziplinen interpretiert wird.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die etymologische Herleitung, die rechtliche Verankerung in verschiedenen Perspektiven sowie die theoretische Differenzierung von Inklusion gegenüber anderen Konzepten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, verschiedene Aspekte des Inklusionsbegriffs aufzuzeigen und die Notwendigkeit eines Austauschs über das jeweilige Inklusionsverständnis zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Aufarbeitung relevanter Konventionen und wissenschaftlicher Definitionen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Differenzierung zwischen spezifischen und allgemeinen Konzepten, der interdisziplinären Sichtweise sowie der Abgrenzung zu Begriffen wie Exklusion und Integration.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Inklusionsverständnis, Bildungssystem, Heterogenität und gesellschaftliche Teilhabe beschreiben.
Wie unterscheidet sich die mathematische von der soziologischen Sichtweise auf Inklusion?
Mathematisch wird Inklusion als Mengenlehre (Relation des Enthaltenseins) betrachtet, während die Soziologie die vollkommene Teilhabe des Einzelnen am Ganzen betont.
Warum ist die Unterscheidung von Exklusion, Separation und Integration wichtig?
Diese Begriffe beschreiben unterschiedliche Mechanismen im Umgang mit menschlicher Vielfalt und grenzen sich durch ihre jeweilige Art der Ein- oder Ausgrenzung vom Inklusionskonzept ab.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Pluralität von Inklusionsverständnissen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127147