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Was behindert behinderte Menschen? Modelle von Behinderung und Diskriminierung

Titel: Was behindert behinderte Menschen? Modelle von Behinderung und Diskriminierung

Hausarbeit , 2018 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: M. Bernt (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, was behinderte Menschen behindert, sie also daran hindert, ein selbstbestimmtes Leben mit voller gesellschaftlicher Partizipationsmöglichkeit zu führen.

Es existieren mehrere Modelle von Behinderung, die die unterschiedlichen Auffassungen davon, was Behinderung sei, wiedergeben. Im Hauptteil dieser Arbeit werden die folgenden Modelle vorgestellt: das medizinische beziehungsweise individuelle Modell von Behinderung, das soziale Modell von Behinderung, das bio-psycho-soziale Modell von Behinderung und das menschenrechtliche Modell von Behinderung. Zu jedem Modell wird in einem Zwischenfazit festgehalten, wie die Fragestellung "Was behindert behinderte Menschen?" im Sinne des jeweiligen Modells zu beantworten ist. Dem schließt sich jeweils eine kritische Betrachtung des Modells an. Außerdem wird darauf eingegangen, welche Rolle Diskriminierung aufgrund von Behinderung (Ableismus) für die Behinderung spielt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Modelle von Behinderung

2.1 Das medizinische bzw. individuelle Modell von Behinderung

2.1.1 Kritik am medizinischen bzw. individuellen Modell von Behinderung

2.2 Das soziale Modell von Behinderung

2.2.1 Kritik am sozialen Modell von Behinderung

2.3 Das bio-psycho-soziale Modell von Behinderung

2.3.1 Kritik am bio-psycho-sozialen Modell von Behinderung

2.4 Das menschenrechtliche Modell von Behinderung

2.4.1 Kritik am menschenrechtlichen Modell von Behinderung

3 Diskriminierung

3.1 Diskriminierung aufgrund von Behinderung (Ableismus)

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Fragestellung, welche Faktoren behinderte Menschen an einem selbstbestimmten Leben sowie an einer vollen gesellschaftlichen Partizipation hindern, und beleuchtet dabei die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext unterschiedlicher theoretischer Behinderungsmodelle.

  • Analyse und kritische Betrachtung verschiedener Modelle von Behinderung (medizinisches, soziales, bio-psycho-soziales und menschenrechtliches Modell).
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Behinderung und gesellschaftlichen Barrieren.
  • Darstellung von Diskriminierungsprozessen und des Konzepts des Ableismus.
  • Reflexion der Relevanz dieser theoretischen Modelle für die professionelle Praxis der Sozialen Arbeit.
  • Diskussion über die Wirksamkeit von Antidiskriminierungsinstrumenten und die Bedeutung eines kulturellen Wandels.

Auszug aus dem Buch

2.2 Das soziale Modell von Behinderung

Das soziale Modell von Behinderung ist als Antwort auf das medizinische Modell zu verstehen. Es basiert auf den Überlegungen und Argumenten einer kleinen Gruppe von Behindertenaktivisten um Paul Hunt und Vic Finkelstein, die sich später als Netzwerk verstand und sich den Namen The Union of Physically Impaired Against Segregation (UPIAS) gab. Gleichsam entstammt es damit den Ideen der britischen Behindertenbewegung der 1970er, die die gesellschaftliche Unterdrückung und die Barrieren in der Lebensumwelt in den Fokus nahm (vgl. Waldschmidt 2005, S. 17ff.; vgl. Shakespeare 2013, S. 214).

Das soziale Modell zeichnet sich dadurch aus, dass es zwischen impairment und disability unterscheidet. Diese Unterscheidung geht auf die von UPIAS formulierten Fundamental Principles of Disability zurück:

„To understand this it is necessary to grasp the distinction between the physical impairment and the social situation, called 'disability', of people with such impairment. Thus we define impairment as lacking part of or all of a limb, or having a defective limb, organ or mechanism of the body; and disability as the disadvantage or restriction of activity caused by a contemporary social organisation which takes no or little account of people who have physical impairments and thus excludes them from participation in the mainstream of social activities.“ (UPIAS 1975, S. 20)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zentrale Fragestellung ein, was behinderte Menschen behindert, und betont die hohe Relevanz dieses Themas für die Soziale Arbeit.

2 Modelle von Behinderung: Dieses Kapitel stellt verschiedene theoretische Konzepte vor, darunter das medizinische, soziale, bio-psycho-soziale und menschenrechtliche Modell, um ein multidimensionales Verständnis von Behinderung zu fördern.

3 Diskriminierung: Hier wird der Begriff der Diskriminierung im Kontext von Behinderung, insbesondere durch das Konzept des Ableismus, kritisch beleuchtet und als strukturelles Problem in der Gesellschaft identifiziert.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Verständnis von Behinderung maßgeblich davon abhängt, welches Modell zugrunde gelegt wird, und unterstreicht die Notwendigkeit, Ableismus aktiv zu thematisieren.

Schlüsselwörter

Behinderung, Soziale Arbeit, Medizinisches Modell, Soziales Modell, Bio-psycho-soziales Modell, Menschenrechtliches Modell, UN-Behindertenrechtskonvention, Diskriminierung, Ableismus, Barrieren, Partizipation, Exklusion, Inklusion, Neurodivergenz, Disability Studies.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, welche Faktoren behinderte Menschen an einem selbstbestimmten Leben hindern, und betrachtet dabei Behinderung nicht als individuelles Defizit, sondern als gesellschaftliche Konstruktion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Modelle von Behinderung, die Untersuchung gesellschaftlicher Barrieren sowie die Analyse von Diskriminierung, insbesondere in Form von Ableismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein professionsangemessenes Verständnis von Behinderung für die Soziale Arbeit zu entwickeln und aufzuzeigen, wie Barrieren abgebaut werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf den Disability Studies sowie verschiedenen sozialwissenschaftlichen Modellen von Behinderung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung und kritische Analyse des medizinischen, sozialen, bio-psycho-sozialen und menschenrechtlichen Modells sowie eine detaillierte Betrachtung des Ableismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Behinderung, Ableismus, Soziale Arbeit, Barrieren, Partizipation und die verschiedenen Modelle, wie das soziale oder menschenrechtliche Modell.

Wie unterscheidet sich das soziale Modell vom medizinischen Modell?

Während das medizinische Modell Behinderung als individuelles Defizit und Behandlungsnotwendigkeit sieht, verortet das soziale Modell die Ursache für Behinderung in gesellschaftlichen Barrieren und Exklusionsmechanismen.

Welche Kritik übt die Autorin am bio-psycho-sozialen Modell?

Die Autorin kritisiert, dass das bio-psycho-soziale Modell die zentrale gesellschaftliche Dimension verschleiert, da diese lediglich in den Umweltfaktoren integriert ist und die explizite gesellschaftliche Struktur fehlt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was behindert behinderte Menschen? Modelle von Behinderung und Diskriminierung
Hochschule
Hochschule Darmstadt
Note
1,0
Autor
M. Bernt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V1119627
ISBN (eBook)
9783346483614
ISBN (Buch)
9783346483621
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Behinderung Modelle von Behinderung disability studies Soziales Modell von Behinderung Beeinträchtigung UN-BRK bio-psycho-soziales Modell Ableism Ableismus Diskriminierung menschenrechtliches Modell medizinisches Modell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. Bernt (Autor:in), 2018, Was behindert behinderte Menschen? Modelle von Behinderung und Diskriminierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119627
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Leseprobe aus  18  Seiten
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