Diese Seminararbeit befasst sich mit dem, bis heute andauernden, Nordirlandkonflikt. Wenn man das Wort Terror hört, denkt man zuerst an Krisengebiete im Nahen Osten oder an islamistische Terroranschläge in Städten Europas oder der Vereinigten Staaten von Amerika. Dass es jedoch in vielen Ländern Europas aktive, terroristische Organisationen und Gruppierungen gab und gibt, ist vielen Menschen nicht bewusst. Ein Grund mehr, die Gewalttaten, welche sich vor- historisch gesehen- kurzer Zeit in Nordirland abspielten, im Geschichtsunterricht zu behandeln und deren Hintergründe zu beleuchten, zu besprechen und zu hinterfragen.
Diese Arbeit ist in zwei große Blöcke gegliedert, wobei sich der erste Block mit dem Inhalt und den Hintergründen des Nordirlandkonflikts beschäftigt. Der zweite Teil dieser Seminararbeit widmet sich dem Vermittlungskonzept der Thematik in der Schule, hier explizit in einer Klasse der zweiten Sekundarstufe, da zur Erarbeitung und späteren Diskussion des Themas ein gewisses Vorwissen vorteilhaft ist. Im folgenden Kapitel wird zuerst ein grober Überblick über die Geschichte Irlands gegeben, um die Ursachen der Spannungen, welche zum späteren Konflikt führten, zu erläutern. In Kapitel 3 wird die nationalistische Organisation I.R.A. genauer beschrieben, um die Ziele und Strukturen kennenzulernen und eventuell mit denen anderen radikalen Gruppierungen zu vergleichen, bevor sich Kapitel 4 schließlich dem eigentlichen Konflikt widmet.
Im dem Vermittlungsteil der Arbeit wird auf Herangehensweise und Methoden eingegangen, welche das Thema den Schülerinnen und Schülern bestmöglich näherbringen sollen und es werden die politischen und historischen Kompetenzen aufgezeigt, welche sich Schülerinnen und Schülern im Idealfall dabei aneignen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Bikonfessionelle Geschichte Irlands
- Anfänge des Protestantismus in Irland
- Act of Settlement
- Teilung Irlands
- Konflikt
- Entstehung der Bürgerrechtsbewegungen
- Bloody Sunday
- Vermittlungskonzept
- Unterrichtsplanung
- KIOSK-Modell
- Zeitmanagement
- Benötigte Medien
- Kompetenzen
- Historische Kompetenzen
- Politische Kompetenzen
- Quellenverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert den Nordirlandkonflikt, der bis heute andauert. Sie beleuchtet die historischen Hintergründe des Konflikts, die Ursachen der Spannungen und die Entstehung von Terrorismus in Nordirland. Darüber hinaus entwickelt die Arbeit ein Vermittlungskonzept für den Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe II, um Schülerinnen und Schülern das Thema des Nordirlandkonflikts näherzubringen und ihre historischen und politischen Kompetenzen zu fördern.
- Historische Entwicklung des Nordirlandkonflikts
- Religiöse und ethnische Konflikte in Irland
- Die Rolle des Terrorismus im Nordirlandkonflikt
- Die Entwicklung von Friedensbemühungen
- Didaktische Ansätze zur Vermittlung des Nordirlandkonflikts
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung, die den Nordirlandkonflikt als ein Beispiel für einen andauernden Konflikt in Europa darstellt. Im nächsten Kapitel wird die Geschichte Irlands betrachtet, wobei der Fokus auf den Einfluss des Protestantismus und die Entstehung der Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken liegt.
Kapitel 3 beschreibt die Entstehung der Bürgerrechtsbewegungen in Nordirland und die Eskalation des Konflikts.
Kapitel 4 widmet sich dem Vermittlungskonzept für den Geschichtsunterricht und beleuchtet die didaktischen Möglichkeiten, das Thema des Nordirlandkonflikts im Unterricht zu behandeln.
Schlüsselwörter
Nordirlandkonflikt, Bikonfessionelle Geschichte Irlands, Protestantismus, Katholizismus, Bürgerrechtsbewegung, Terrorismus, Vermittlungskonzept, Geschichtsunterricht, Sekundarstufe II, Kompetenzen, Politische Bildung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die historischen Ursachen des Nordirlandkonflikts?
Die Wurzeln liegen in der bikonfessionellen Geschichte Irlands, insbesondere der Ansiedlung von Protestanten im katholischen Irland und der späteren Teilung der Insel.
Was geschah am "Bloody Sunday"?
Der Blutsonntag 1972 war ein Wendepunkt, an dem britische Soldaten auf unbewaffnete Demonstranten schossen, was zu einer massiven Eskalation der Gewalt und des Terrors führte.
Wie kann der Nordirlandkonflikt im Unterricht vermittelt werden?
Die Arbeit schlägt ein Konzept für die Sekundarstufe II vor, das auf dem KIOSK-Modell basiert und historische sowie politische Kompetenzen der Schüler fördert.
Welche Rolle spielte die I.R.A.?
Die Irish Republican Army (I.R.A.) war eine nationalistische Organisation, die mit militanten Mitteln und Terrorakten für ein vereinigtes, unabhängiges Irland kämpfte.
Warum ist das Thema heute noch für Schüler relevant?
Der Konflikt zeigt beispielhaft, wie religiöse und ethnische Spannungen über Jahrhunderte wirken können und welche Herausforderungen Friedensbemühungen in Europa mit sich bringen.
- Quote paper
- Simon Haas (Author), 2017, Der Nordirlandkonflikt. Vermittlungskonzept für die Sekundarstufe II, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119084