Ich habe eine Reform für alle Bürger im Falle von Krankheiten definiert. Dabei bin ich auch auf Reformziele der politischen Parteien eingegangen. In meinem Konzept wurden die möglichen Beiträge benannt und die m.E. nur notwendigen Leistungen in übersichtlicher Weise dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorbemerkungen
2. Was aber wird uns von der Politik voraussichtlich im Hinblick des Wahljahres 2009 an Lösungen versprochen?
3. Vorschlag einer Prämieneinführung auf der Grundlage der Einkommensstufen für eine (Pflicht)- Grundsicherung im Krankheits und Pflegefall für alle erwachsenen Bürger
4. Vorschlag eines Prämienkataloges aufgrund von Einkommen*(ohne Einbeziehung familienpolitischer Geldleistungen)
5. Wettbewerbsklausel
6. Vorschlag der Beiträge für die Pflegeversicherung
7. Grundleistungen in der Krankenversicherung für alle Arbeitnehmer, Selbständige, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Rentner, Pensionäre, Schüler, Ehegatten ohne Einkommen, Kinder und familienversicherte Ehegatten
8. Nicht versicherte Grundleistungen, die durch Zuzahlungen (Wahlleistungen) abgesichert werden können
9. Leistungen, die über Steuermittel des Staates finanziert werden, wobei diese von der jeweiligen Krankenkasse (freie Wahl) bewilligt werden
10. Strukturänderungen
11. Vergütungen für die Arzthonorare und medizinisch-technischen Leistungen
12. Rechnungslegung des Arztes
13. Verbände der Krankenkassen u. Leistungserbringer
14. Keine Sondervergütungen und sonstigen Vergütungen für Krankenkassen-Mitarbeiter
15. Krankenhausversorgung
16. Investitionskosten für Krankenhäuser
17. Rehabilitationseinrichtungen
18. Krankenhausvergütungen
19. Verhandlungs- und Gesprächspartner auf Landesebene
20. Mitgliederwechsel bei den Krankenkassen
21. Qualitätsprüfungen für Leistungen aufgrund der Rechtsansprüche
22. Einnahmen und Ausgaben zur “Pflicht der Mitgliedschaft in einer Krankenkasse”
23. Schlussbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Publikation befasst sich mit der Analyse bestehender Finanzierungsprobleme im deutschen Gesundheitssystem und entwickelt ein alternatives Konzept zur Bürgerversicherung und zum Kopfprämienmodell. Ziel ist die Schaffung einer solidarischen Pflicht-Grundsicherung, die administrative Ineffizienzen reduziert und eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung langfristig sicherstellt.
- Kritische Bestandsaufnahme der aktuellen Finanzierungskrise der gesetzlichen Krankenversicherung
- Bewertung politischer Lösungsansätze wie Bürgerversicherung und Kopfprämie
- Entwurf eines einkommensabhängigen Prämienmodells für eine Pflicht-Grundsicherung
- Neustrukturierung der Krankenhausfinanzierung und Leistungserbringung
- Optimierung der Verwaltungskosten und Stärkung des Wettbewerbs unter Krankenkassen
Auszug aus dem Buch
Vorschlag einer Prämieneinführung auf der Grundlage der Einkommensstufen für eine (Pflicht)- Grundsicherung im Krankheits und Pflegefall für alle erwachsenen Bürger
Der Verfasser schlägt für alle Erwachsenen eine Pflicht-Grundsicherung für den Krankheitsfall, aber auch ein neues Finanzierungsmodell für die Pflege vor. Es wird nicht mehr unterschieden zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Es sollte vielmehr eine Verpflichtung aller Bürger zur Absicherung im Krankheitsfall(Pflege) “Krankenkassen im Wettbewerb” geben. Falls grundgesetzliche Bedenken bestehen, könnten die so genannten Privatversicherungsunternehmen jedenfalls in den Wettbewerb für Wahlleistungen (Zusatzkauf von Leistungen) einbezogen werden. Kinder bis zum 18. Lebensjahr werden über die Steuereinnahmen des Staates familienpolitisch im Krankheitsfall versichert. Eine gute Gesundheitspolitik kann nicht ohne Einbeziehung von Steuerpolitik funktionieren. Insbesondere gesundheitliche Aufklärungen und Teile notwendiger Präventionen sind von gesellschaftlichem Interesse.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorbemerkungen: Beschreibt die finanzielle Schieflage und die Ineffizienz des aktuellen Gesundheitssystems durch hohe Verwaltungskosten und Marketingausgaben.
Was aber wird uns von der Politik voraussichtlich im Hinblick des Wahljahres 2009 an Lösungen versprochen?: Kritisiert die Pläne zur Bürgerversicherung sowie das Modell der Kopfprämie als bürokratisch und ineffektiv.
Vorschlag einer Prämieneinführung auf der Grundlage der Einkommensstufen für eine (Pflicht)- Grundsicherung im Krankheits und Pflegefall für alle erwachsenen Bürger: Skizziert ein alternatives Modell, das eine einheitliche Versicherungspflicht für alle Bürger vorsieht.
Vorschlag eines Prämienkataloges aufgrund von Einkommen*(ohne Einbeziehung familienpolitischer Geldleistungen): Präsentiert eine konkrete Beitragsmatrix basierend auf dem Einkommen zur Finanzierung der Versicherung.
Wettbewerbsklausel: Erläutert den Wettbewerbsgedanken zwischen Krankenkassen bei der Gestaltung von Beiträgen und Leistungen.
Vorschlag der Beiträge für die Pflegeversicherung: Detailliert die Beitragsstaffelung für die Pflegeversicherung nach Altersgruppen und Beschäftigungsstatus.
Grundleistungen in der Krankenversicherung für alle Arbeitnehmer, Selbständige, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Rentner, Pensionäre, Schüler, Ehegatten ohne Einkommen, Kinder und familienversicherte Ehegatten: Definiert den Leistungsumfang der obligatorischen Grundabsicherung.
Nicht versicherte Grundleistungen, die durch Zuzahlungen (Wahlleistungen) abgesichert werden können: Listet medizinische Leistungen auf, die nicht zum verpflichtenden Katalog gehören und optional versichert werden können.
Leistungen, die über Steuermittel des Staates finanziert werden, wobei diese von der jeweiligen Krankenkasse (freie Wahl) bewilligt werden: Benennt Leistungen, die primär steuerfinanziert sind.
Strukturänderungen: Schlägt Reformen in der Verwaltung und Aufsicht von Krankenkassen vor.
Vergütungen für die Arzthonorare und medizinisch-technischen Leistungen: Orientiert sich an EU-Vergleichswerten für eine faire Vergütung.
Rechnungslegung des Arztes: Regelt den Ablauf der Abrechnung zwischen Arzt, Kassenärztlicher Vereinigung und Kasse.
Verbände der Krankenkassen u. Leistungserbringer: Untersagt die Finanzierung von Verbänden aus Beiträgen.
Keine Sondervergütungen und sonstigen Vergütungen für Krankenkassen-Mitarbeiter: Fordert Transparenz und Sparsamkeit bei der Vergütung von Krankenkassen-Personal.
Krankenhausversorgung: Legt Vorgaben zur Bedarfsplanung und Mindestverweildauern fest.
Investitionskosten für Krankenhäuser: Bestätigt die Verantwortung der Länder für die duale Finanzierung.
Rehabilitationseinrichtungen: Regelt die Zulassung und Mitspracherechte bei Reha-Einrichtungen.
Krankenhausvergütungen: Schlägt eine einheitliche Fallpauschale für medizinische Leistungen vor.
Verhandlungs- und Gesprächspartner auf Landesebene: Definiert die Struktur der Landesverbände der Krankenkassen.
Mitgliederwechsel bei den Krankenkassen: Garantiert das Recht auf Kassenwechsel nach einjähriger Mitgliedschaft.
Qualitätsprüfungen für Leistungen aufgrund der Rechtsansprüche: Schlägt eine zentrale Qualitätskontrolle durch den Bundesausschuss vor.
Einnahmen und Ausgaben zur “Pflicht der Mitgliedschaft in einer Krankenkasse”: Kalkuliert die finanzielle Gesamtsituation des Konzepts.
Schlussbemerkungen: Betont die Umsetzbarkeit des Modells, warnt jedoch vor dem Einfluss politischer Lobbyisten.
Schlüsselwörter
Gesundheitsreform, Bürgerversicherung, Kopfprämie, Pflicht-Grundsicherung, Einkommensstufen, Solidaritätsprinzip, Krankenkassen-Wettbewerb, Beitragssatz, Krankenhausfinanzierung, Fallpauschale, Gesundheitswesen, Sozialpolitik, Versicherungspflicht, Patientenversorgung, Strukturreform
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit primär?
Die Arbeit analysiert die Finanzierungsprobleme der deutschen Krankenversicherung und präsentiert ein alternatives Reformkonzept basierend auf einer einkommensabhängigen Pflicht-Grundsicherung für alle Bürger.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Beitragsgestaltung, der Struktur der Krankenkassen, der Krankenhausfinanzierung sowie der Definition eines solidaren Leistungskatalogs.
Was ist das primäre Ziel des Autors?
Das Ziel ist die Sicherstellung einer qualitativen und chancengleichen Patientenversorgung bei gleichzeitiger Senkung der Lohnzusatzkosten und Beseitigung administrativer Ineffizienzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen politökonomischen Reformvorschlag, der auf einer systemkritischen Analyse der Finanzierungsmechanismen und einem Vergleich mit europäischen Standards aufbaut.
Was ist der Kern des vorgeschlagenen Modells?
Kern ist die Einführung einer einheitlichen Pflicht-Grundsicherung für alle Bürger, wobei die Beiträge nach einem einkommensbasierten Staffelsystem erhoben werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind Solidaritätsprinzip, Einkommensstaffelung, Wettbewerb der Krankenkassen, duale Finanzierung und Qualitätsprüfung im Gesundheitswesen.
Wie unterscheidet sich der Vorschlag von der "Kopfprämie"?
Im Gegensatz zur Kopfprämie, die für alle Bürger gleich hoch ist, setzt der Autor auf ein einkommensgerechtes Prämienmodell, um soziale Härten zu vermeiden.
Warum wird die Rolle der Pharmaindustrie und Lobbyisten kritisch gesehen?
Der Autor argumentiert, dass der Einfluss von Lobbygruppen den nötigen Strukturreformen entgegensteht und zu Lasten der Versicherten und der Qualität der Versorgung geht.
Wie sollen Krankenhäuser nach diesem Konzept finanziert werden?
Der Entwurf sieht eine einheitliche Fallpauschale für medizinische Leistungen vor, während die Länder weiterhin für Investitionskosten in der dualen Finanzierung zuständig bleiben.
Sind Kinder und Jugendliche in dem Modell abgesichert?
Ja, Kinder bis zum 18. Lebensjahr werden im Rahmen des Konzepts familienpolitisch über staatliche Steuereinnahmen im Krankheitsfall abgesichert.
- Quote paper
- Günter Steffen (Author), 2008, Gesundheitskonzept der Zukunft - Alternativ zur Bürgerversicherung bzw. Prämienmodell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111542