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Zu Singer's "Praktische Ethik" - und Gedanken über den Wert des Menschen

Title: Zu Singer's "Praktische Ethik"  -  und Gedanken über den Wert des Menschen

Essay , 2004 , 17 Pages

Autor:in: Theresia Friesinger (Author)

Ethics
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Was versteht man in der Ethik unter gut, böse, gerecht, aggressiv?

Es gibt mittlerweile unterschiedliche ethische Ansatzpunkte, doch im Grunde genommen ist Ethik nicht wirklich aussprechbar. Ethik sollte nicht nur als reine Wissenschaft des moralischen Handelns verstanden werden, sondern es geht um eine Erkenntnis des Handelns und deren Wertschätzung, die moralisch oder unmoralisch, die als logisch oder unlogisch, als wahr oder unwahr bezeichnet werden kann. „Die Gegenstände kann ich nur nennen. Zeichen vertreten sie. Ich kann nur von ihnen sprechen, sie aussprechen kann ich nicht. Ein Satz kann nur sagen, wie ein Ding ist, nicht was es ist.“ (Wittgenstein 1989 b, 3.2221 Hervorhebung im Original)

Aus diesem Kontext heraus ist es verständlich, dass Ethik, in welcher Form auch immer sie vorliegt, ob deskriptiv oder normativ, ob utilitaristisch oder tugendhaft, ob materialistisch oder werthaltig, immer auch missverstanden, aber auch gar nicht verstanden werden kann; da jeder subjektiv eine andere Erkenntnis, Überzeugung, Einstellung, systemisch betrachtet anderes Konstrukt, aber auch Glaube daraus gewinnen kann. Dadurch ergeben sich unterschiedliche ethische Konsequenzen, die lebensgestaltend, lebenserhaltend aber auch tödlich sein können. Aus einer intersubjektiven Betrachtungsweise wird dann geschlussfolgert und entschieden; es werden Gesetze geschmiedet und Handlungsanweisungen gegeben, was das Leben ausmacht, ab wann der Mensch ein Mensch ist, ab wann er lebenswert ist und ab wann er ausgedient hat?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Allgemeine ethische Gedanken.

Biografie von Peter Singer

Ähnlichkeiten zum 3. Reich

Die „Praktische Ethik“ von Peter Singer

Eigenes Menschenbild und eigenes Konstrukt vom ungeborenen Leben.

Euthanasie unter der Lupe

Nicht um jeden Preis!

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit setzt sich kritisch mit den utilitaristischen Thesen von Peter Singer in seinem Werk „Praktische Ethik“ auseinander, insbesondere im Hinblick auf den moralischen Status von Säuglingen, Menschen mit Behinderung und dem ungeborenen Leben. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern Singers Thesen – wie die Differenzierung zwischen „Homo sapiens“ und „Person“ – mit einem humanistischen und christlich-abendländischen Menschenbild vereinbar sind und welche ethischen Gefahren eine rein nutzorientierte Bewertung menschlichen Lebens in sich birgt.

  • Kritische Analyse des Präferenz-Utilitarismus
  • Moralische Bewertung der Euthanasie-Debatte
  • Diskussion über den Schutz des Lebens von Anfang an
  • Konfrontation utilitaristischer Positionen mit dem Recht auf Leben
  • Reflektion über gesellschaftliche Werte und ethische Verantwortungskultur

Auszug aus dem Buch

Die „Praktische Ethik“ von Peter Singer

Peter Singer, wurde hierzulande besonders durch seine Äußerungen bzgl. Euthanasie bekannt. Seine oft zitierte „Praktische Ethik“ könnte ein Beispiel einer missglückten Ethik sein, die oft nicht zu unrecht von vielen Menschen missverstanden und heftig kritisiert wird.

Peter Singer bedient sich dem Utilitarismus (Nutzen), das ist die ethische Position, die aussagt, dass eine Handlung dahingehend bewertet wird, ob sie im Vergleich mit anderen Handlungsalternativen von größtmöglichem Nutzen ist. „Das größte Glück der größten Zahl! „…it is he greatest happiness of the greatest number that is he measure of right and wrong...” (Bentham 1776/1977, 393) Dieser Formel des klassischen Utilitarismusses macht sich Peter Singer zu nutze, ohne sich wirklich zu fragen, ob die Fragestellung an sich überhaupt so gestellt werden darf und kann, und ganz besonders in unserer heutigen Zeit.

Was hat diese These für Folgen für das Glück der kleinsten Zahl? Wer gibt das Maß und den Grad an für Glück, Schönheit und Gesundheit? Was für den einen Glück bedeutet, wird bei dem anderen vielleicht sogar als Unglück bewertet! Das subjektive Glück eines blinden Menschen, der nicht sehen kann, kann oft schwer von einem Sehenden nachvollzogen werden! Singer rechtfertigt seine „Praktische Ethik“ mit dem Präferenz-Utilitarismus. Das bedeutet, dass neben dem utilitaristischen Prinzip der Glücksmaximierung bzw. Unglücksminimierung auch die Wünsche und die Interessen, des von einer Handlung Betroffenen berücksichtigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Allgemeine ethische Gedanken.: Einleitende Reflexion über die Begrenztheit von Sprache in der Ethik und die Schwierigkeit, moralische Werte wie „gut“ oder „böse“ objektiv zu bestimmen.

Biografie von Peter Singer: Kurzbiografie des Autors, die familiäre Hintergründe beleuchtet und den Einfluss seiner jüdischen Herkunft sowie seinen humanistischen Werdegang skizziert.

Ähnlichkeiten zum 3. Reich: Kritische Gegenüberstellung von Singers Thesen mit den Euthanasie-Aktionen während der Zeit des Nationalsozialismus und der heutigen Embryonenforschung.

Die „Praktische Ethik“ von Peter Singer: Detaillierte Auseinandersetzung mit dem Utilitarismus und dem Präferenz-Utilitarismus, inklusive einer Analyse der umstrittenen Thesen zu Neugeborenen und ihrem Lebensrecht.

Eigenes Menschenbild und eigenes Konstrukt vom ungeborenen Leben.: Darlegung einer Gegenposition aus der Perspektive eines christlich-abendländischen Menschenbildes, das den Menschen als unantastbar „von Anfang an“ betrachtet.

Euthanasie unter der Lupe: Erörterung der komplexen Euthanasie-Frage unter Einbeziehung medizintechnischer Fortschritte und der Notwendigkeit einer werteorientierten Ethik.

Nicht um jeden Preis!: Abschließende Mahnung vor einer Moral, die menschliches Leben rein nach ökonomischem oder utilitaristischem Nutzen bewertet und den unschätzbaren Wert des Lebens vernachlässigt.

Schlüsselwörter

Peter Singer, Praktische Ethik, Utilitarismus, Präferenz-Utilitarismus, Euthanasie, Menschenbild, Lebensrecht, Embryonenforschung, Bioethik, Menschenwürde, Moral, Behinderung, Personenstatus, Diskriminierung, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Werk „Praktische Ethik“ von Peter Singer und beleuchtet die ethischen Implikationen seiner utilitaristischen Positionen zu Lebensrecht und Sterbehilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen der Präferenz-Utilitarismus, die Abgrenzung zwischen „Mensch“ und „Person“, der Schutz des ungeborenen Lebens sowie die moralische Bewertung von Euthanasie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wo Singers Argumentation an ihre Grenzen stößt und warum ein rein utilitaristisches Menschenbild im Widerspruch zu humanistischen Werten stehen kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche, ethisch-philosophische Argumentationsanalyse, die Quellenarbeit und kritische Reflexion kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Dekonstruktion der Singerschen Thesen zum Lebensrecht von Säuglingen, dem Vergleich mit historischen Euthanasie-Aktionen und der Verteidigung eines christlich-abendländischen Menschenbildes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Utilitarismus, Lebensrecht, Menschenwürde, Bioethik und den kritischen Diskurs über „unwertes Leben“.

Wie positioniert sich die Autorin gegenüber dem Konzept des „Personenstatus“ bei Singer?

Die Autorin lehnt Singers Trennung zwischen „Homo sapiens“ und „Person“ ab und plädiert für einen Schutz des Menschen von Beginn an, unabhängig von kognitiven Fähigkeiten oder Rationalität.

Warum warnt die Arbeit vor einer „neuen Moral“ der Nutzwertmaximierung?

Sie warnt, dass eine Gesellschaft, die Leben nach seiner „Qualität“ oder seinem „Nutzen“ bewertet, gefährliche historische Parallelen zur Entwertung menschlichen Lebens zieht und die Unantastbarkeit der Würde gefährdet.

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Details

Title
Zu Singer's "Praktische Ethik" - und Gedanken über den Wert des Menschen
Author
Theresia Friesinger (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V111479
ISBN (eBook)
9783640095322
ISBN (Book)
9783640668922
Language
German
Tags
Essay Singer Praktische Ethik Gedanken Wert Menschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Theresia Friesinger (Author), 2004, Zu Singer's "Praktische Ethik" - und Gedanken über den Wert des Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111479
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