Wahlen und Demokratie hängen eng zusammen: Ohne Wahlen zur politischen Macht gibt es keine Demokratie im westlich-liberalen Grundverständnis. Gemeint ist damit die Anerkennung von Herrschaft, die jedoch durch Gewaltenteilung, durch Geltung von Menschenrechten und die Chance der Opposition, die Macht zu übernehmen, kontrolliert wird. Das westlich-liberale Grundverständnis drückt sich in der repräsentativen Demokratie aus.
Thema dieser Hausarbeit ist eine Darstellung des Wahlsystems in der Bundesrepublik Deutschlands. Ich werde die beiden Wahlsysteme der Mehrheitswahl und der Verhältniswahl erläutern, wie beide Wahlsysteme funktionieren und worin sie sich unterscheiden.
Im letzten teil werde ich mich mit der Ermittlung der Ergebnisse nach den Auszählungsverfahren nach d´Hondt und Hare/Niemeyer beschäftigen. Das dritte angewandte verfahren St.Lague/Schepers werde ich nicht beschreiben, da es dann den Umfang dieser Arbeit sprengen würde
Als Grundlagen zur Beantwortung der Fragen in dieser Hausarbeit diente mir einerseits das Internet (Wahlrecht.de), die Vorlesung von Frau Dr. Bärbel Frischmann, (Sartori: Demokratietheorie) Wahlrecht und Parteiensystem (Dieter Nohlen) sowie andere Publikationen die ich in der Quellenangabe zitieren werde.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriff und Funktionen der Wahl
- Begriff der Wahl und das Wahlrecht
- Bedeutung des Wahlrechts für die Demokratie
- Was ist aktives und passives Wahlrecht
- Funktionen der Wahl
- Begriff der Wahl und das Wahlrecht
- Wahlrechtsgrundsätze
- Allgemeine, freie, gleiche, geheime, unmittelbare Wahlen
- Wahlsysteme
- Mehrheitswahl
- Vorzüge der Mehrheitswahl
- Verhältniswahl und deren Vorzüge
- Wahlkreise
- Politische Wirkung von Wahlsystemen
- Mehrheitswahl
- Wahlauszählung
- Wahlauszählung nach d'Hondt
- Wahlauszählung nach Hare-Niemeyer
- Sperrklauseln (5%-Klausel)
- Überhangsmandate
- Abschließende Betrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Wahlsystem in der Bundesrepublik Deutschland. Sie erläutert die beiden Wahlsysteme der Mehrheitswahl und der Verhältniswahl, wie beide Systeme funktionieren und worin sie sich unterscheiden. Der Fokus liegt zudem auf der Ermittlung der Wahlergebnisse nach den Auszählungsverfahren nach d'Hondt und Hare/Niemeyer.
- Das Wahlsystem in der Bundesrepublik Deutschland
- Mehrheitswahl und Verhältniswahl
- Auszählungsverfahren nach d'Hondt und Hare/Niemeyer
- Funktion und Bedeutung des Wahlrechts für die Demokratie
- Wahlrechtsgrundsätze und deren Bedeutung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung befasst sich mit der engen Verknüpfung von Wahlen und Demokratie im westlich-liberalen Grundverständnis. Das Thema der Hausarbeit ist eine Darstellung des Wahlsystems in der Bundesrepublik Deutschland, wobei die beiden Wahlsysteme der Mehrheitswahl und der Verhältniswahl im Mittelpunkt stehen. Das Kapitel "Begriff und Funktionen der Wahl" definiert den Begriff der Wahl und das Wahlrecht, beleuchtet die Bedeutung des Wahlrechts für die Demokratie und erläutert die Funktionen von Wahlen. Im Kapitel "Wahlrechtsgrundsätze" werden die allgemeinen, freien, gleichen, geheimen und unmittelbaren Wahlen im Detail betrachtet. Das Kapitel "Wahlsysteme" geht auf die Mehrheitswahl und die Verhältniswahl ein, wobei die Vorzüge der Mehrheitswahl und die der Verhältniswahl beleuchtet werden. Im Kapitel "Wahlauszählung" werden die Auszählungsverfahren nach d'Hondt und Hare-Niemeyer erklärt. Die Abschließende Betrachtung fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Hausarbeit zusammen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Hausarbeit sind: Wahlrecht, Demokratie, Mehrheitswahl, Verhältniswahl, d'Hondt, Hare-Niemeyer, Wahlsystem, Wahlergebnis, Auszählungsverfahren, Wahlgrundsätze, politische Macht, Wähler, Abgeordnete.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Mehrheitswahl und Verhältniswahl?
Bei der Mehrheitswahl gewinnt der Kandidat mit den meisten Stimmen im Wahlkreis, während bei der Verhältniswahl die Sitze gemäß dem prozentualen Anteil der Stimmen für die Parteien vergeben werden.
Was sind die Wahlrechtsgrundsätze in Deutschland?
Wahlen müssen allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim sein. Diese Grundsätze garantieren ein demokratisches Verfahren nach westlich-liberalem Verständnis.
Wie funktioniert das Auszählungsverfahren nach d'Hondt?
Es ist ein Höchstzahlverfahren, bei dem die Stimmenzahlen der Parteien nacheinander durch 1, 2, 3 usw. geteilt werden, um die Mandate basierend auf den höchsten Ergebnissen zu verteilen.
Was ist das Hare/Niemeyer-Verfahren?
Dies ist ein Quotenverfahren, bei dem die Anzahl der Sitze durch Multiplikation der Stimmen mit der Gesamtsitzzahl und Division durch die Gesamtstimmenzahl ermittelt wird.
Was bewirkt die 5%-Klausel (Sperrklausel)?
Sie verhindert eine zu starke Zersplitterung des Parlaments, indem nur Parteien berücksichtigt werden, die mindestens 5 % der Zweitstimmen erhalten haben.
Was sind Überhangmandate?
Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei in den Wahlkreisen mehr Direktmandate gewinnt, als ihr nach dem Anteil der Zweitstimmen eigentlich zustehen würden.
- Quote paper
- Edgar Di Benedetto (Author), 2003, Sartori: Demokratietheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11092