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Charakteristik psychischer Belastung im Wettkampf - Darstellung möglicher sportpsychologischer Interventionen

Title: Charakteristik psychischer Belastung im Wettkampf - Darstellung möglicher sportpsychologischer Interventionen

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 20 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Lars Wegner (Author)

Sport - Sport Psychology
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Zwei psychologische Faktoren, die gerade im Wettkampf immer wieder dazu führen, dass Sportler ihr physiologisches Potential nicht voll ausnutzen, sind Angst und Stress. Gründe für ihre Entstehung können physisch wie psychisch angelegt sein und äußern sich auch entsprechend. Die Beeinflussung der physischen Reaktionen auf Stressauslöser durch eine kontrollierte psychische Regulation, kennzeichnet die enge Wechselbeziehung. Stress und Angst werden in der aktuellen Psychologie primär als psychische Phänomen aufgefasst, die physische Konzeption hat aber in der Sportpsychologie ihre Bedeutung behalten. Die Sportpsychologie spricht in diesem Fall von Belastungs-Beanspruchungs-Prozessen, der Trainingsprozess verkörpert, als ein komplexes Gebilde der die Leistung bestimmender Bedingungen, ein solch physisches Phänomen (Ziemainz/Schmidt/Stoll, 2000, S. 86). Wie lässt sich nun Angst und Stress aus psychologischer Sicht definieren:

Angst: "Bezeichnung für eine Reihe komplexer emotionaler Zustände, die aufgrund realer oder vermuteter Bedrohungen durch äußere oder innere Faktoren verursacht und mit Begriffen wie Beengung, Erregung Lähmung, Beunruhigung beschrieben werden" (Röthig, 1992, S. 33).

Stress: "Im Sport wird Stress vor allem im Zusammenhang mit dem Wettkampf und hier mit dem Vorstartzustand erörtert. Stress entsteht insbesondere dadurch, dass ein Individuum die Nichterfüllung seiner Ziele und Bedürfnisse kognitiv vorwegnimmt, als bedrohlich ansieht und in gewissem Sinne auch erwartet. In diesem Sinne ist nicht jede Form psychischer Beanspruchung ein negativer Stress, deshalb unterscheidet man zwischen Eustress, als eine positive Form der Erregung, und Disstress, als die negative Form der Erregung. Sportspezifische Belastungsfaktoren sind z.B. ungewohnte Bedingungen in Training und Wettkampf, Verletzungsanfälligkeit, Favoritenrolle, Angstgegner, Konflikte mit dem Trainer, mit Funktionären und Mannschaftsmitgliedern, aber auch Probleme in Ausbildung, Beruf und Familie" (Röthig, 1992, S. 487).

Ergänzend soll auf das Stressmodell von Nitsch und Hackfort verwiesen werden, demnach ist die potenziell stressende Situation vielmehr selber nur ein Ergebnis der Interaktion zwischen Person und Umwelt. Folgerichtig fließt auch die eigentliche Aufgabe, der der Sportler gegenübersteht, mit in die Bewertung ein. Zusätzlich wurde auch der Bewertungsprozess noch weiter differenziert, bezüglich aller drei Komponenten werden nun nicht nur Anforderungen [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Angst und Stress

1.1 Stress: Etwas Negatives, Positives oder beides?

1.2 Was bedeuten Angst und Stress im Wettkampf?

2 Psychoregulation

2.1 Anwendungsvoraussetzungen

2.2 Ziele der Psychoregulation

2.3 Probleminhalte und Methoden der Psychoregulation

3 Einige Beispiele zum Umgang mit Problemen und Blockaden im Wettkampf unter Verwendung ausgewählter sportpsychologischer Interventionen

3.1 Negative Autosuggestion

3.2 Das Gefühl des plötzlichen Unvermögens oder des Erstarrens, Panik

3.3 Körperliches Unwohlsein

3.4 Physische Erschöpfung

3.5 Furcht vor Misserfolg

3.6 Druck von außen: Trainer, Gegner, Eltern, Zuschauer

3.7 Psychologische Manipulation durch den Gegner

4 Ausgewählte Aspekte psychologischen Trainings im Leistungssport

4.1 Visualisierung und Mentales Training

4.1.1 Aspekte der Voraussetzungen und der Durchführung von Visualisierungen

4.1.2 Visualisieren im Wettkampf

4.1.3 Mentales Training

4.1.3.1 Voraussetzungen für Mentales Trainieren

4.1.3.2 Die Vier Stufen des Mentalen Trainings

4.2 Selbstgesprächsregulation

4.3 Beispiel eines Mentalen Aufwärmprogramms

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Charakteristika psychischer Belastungssituationen im Wettkampf und stellt gezielte sportpsychologische Interventionsmöglichkeiten vor, um die Leistungsfähigkeit der Athleten zu optimieren.

  • Definition und Wirkungsweise von Angst und Stress im Wettkampfsport
  • Grundlagen und Ziele der psychologischen Regulation (Psychoregulation)
  • Praktische Lösungsansätze für typische Wettkampfblockaden
  • Methodik des Mentalen Trainings und der Visualisierung
  • Techniken der Selbstgesprächsregulation

Auszug aus dem Buch

Negative Autosuggestion

Die meisten Blockaden die man während des Wettkampfvollzugs erlebt, beruhen auf negativen Autosuggestionen über das eigene Ich. Jeder kennt Gedanken wie: "Ich habe nicht genügend Talent."; "Ich bin nicht gut genug." und "Ich bin nicht diszipliniert genug."; sie stehen letztlich einer eigenen Leistungssteigerung und dem gesamten Leistungsvollzug im Weg. "Ich bin zu jung"; "Ich bin zu alt"; "Ich bin zu groß"; "Ich bin zu klein"; dies alles sind einschränkende Denkweisen, die nicht nur von der Erreichung eines Zieles abhalten, sondern auch jene Furcht vor und während Wettbewerben erzeugt.

Eigene positive Instruktionen, auch Affirmationen genannt, können dabei helfen mit den negativen Gedanken umzugehen, diese zu kontrollieren und notfalls umzuprogrammieren. Man muss sich im Klaren darüber sein, was man während des Wettkampfs zu sich selbst sagt, erst dann kann es gelingen evtl. auftretende Probleme in den Griff zu bekommen. Man muss in die Lage versetzt werden, negative Emotionen zu erkennen, sich dieser zu bekennen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und sich mit Geduld neu motivieren. Hierbei können Sätze wie: "Ach ich packe das, denk wieder positiv!"; "Ich bin genauso gut wie alle anderen hier."; "Der Wettkampf macht mir Spaß."; "Ich bin stark."; "Ich bin hellwach und bereit."; dazu beitragen einen neuen 'Motivationsschub' zu initiieren. Die richtigen Sätze können mit etwas Übung zur richtigen Zeit ausgesprochen oder gedacht, einen sehr beruhigenden und besänftigenden Einfluss auf die geistige Verfassung ausüben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Angst und Stress: Dieses Kapitel definiert Angst und Stress im Kontext des Sports und erläutert die psychologischen Belastungs-Beanspruchungs-Prozesse, die bei Wettkämpfen auftreten können.

2 Psychoregulation: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Psychoregulation dargelegt, wobei zwischen Selbst- und Fremdregulation sowie verschiedenen Zielbereichen der psychischen Steuerung unterschieden wird.

3 Einige Beispiele zum Umgang mit Problemen und Blockaden im Wettkampf unter Verwendung ausgewählter sportpsychologischer Interventionen: Dieses Kapitel bietet einen praktischen Katalog von Lösungsansätzen für häufige Blockaden wie Panik, körperliches Unwohlsein oder negative Autosuggestionen.

4 Ausgewählte Aspekte psychologischen Trainings im Leistungssport: Der abschließende Teil behandelt vertiefend die Methoden Visualisierung, Mentales Training und Selbstgesprächsregulation inklusive konkreter Anleitungen für ein mentales Aufwärmprogramm.

Schlüsselwörter

Sportpsychologie, Wettkampf, Angst, Stress, Psychoregulation, Mentales Training, Visualisierung, Selbstgespräche, Leistungsoptimierung, Autosuggestion, Affirmationen, Leistungsdruck, Blockaden, Erregungsniveau, psychische Belastung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die psychischen Belastungsfaktoren von Athleten im Wettkampf und zeigt auf, wie durch gezielte sportpsychologische Interventionen die mentale Leistungsfähigkeit gesteigert werden kann.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Angst und Stress, die Psychoregulation sowie spezifische Methoden des Mentalen Trainings und der Visualisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Athleten und Trainern Strategien an die Hand zu geben, um psychische Blockaden während eines Wettkampfs zu identifizieren, zu bewältigen und die eigene Leistung stabil zu halten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung sportpsychologischer Fachliteratur sowie der Darstellung bewährter Interventionsmethoden aus der sportpraktischen Anwendung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete psychische Problemsituationen wie etwa "Furcht vor Misserfolg" oder "Physische Erschöpfung" analysiert und durch Techniken wie Affirmationen oder Konzentrationsübungen lösbar gemacht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Psychoregulation, Mentales Training, Wettkampfbelastung, Visualisierung und Selbststeuerung charakterisiert.

Was besagt das 'Yerkes-Dodson-Gesetz' in diesem Kontext?

Es besagt, dass ein gewisses Maß an Unruhe und Erregung die Motivation fördern kann, zu viel davon jedoch die optimale Leistung beeinträchtigt.

Wie unterscheidet sich Visualisierung vom Mentalen Training?

Während Visualisierung primär als Technik zur Erzeugung geistiger Bilder verstanden wird, bezeichnet das Mentale Training einen planmäßig wiederholten Prozess, um sportliche Handlungen mental ohne deren praktische Ausführung zu trainieren.

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Details

Title
Charakteristik psychischer Belastung im Wettkampf - Darstellung möglicher sportpsychologischer Interventionen
College
Martin Luther University  (Sportwissenschaft)
Course
Psychologie im Leistungssport
Grade
bestanden
Author
Lars Wegner (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V10989
ISBN (eBook)
9783638172646
Language
German
Tags
Charakteristik Belastung Wettkampf Darstellung Interventionen Psychologie Leistungssport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Wegner (Author), 2002, Charakteristik psychischer Belastung im Wettkampf - Darstellung möglicher sportpsychologischer Interventionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10989
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