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Danton und Robespierre als Kontrahenten in Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod“

Title: Danton und Robespierre als Kontrahenten in Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod“

Seminar Paper , 2002 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sascha Fiek (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Ziel der hier vorliegenden Arbeit ist es, die beiden Kontrahenten, Robespierre und Danton,
sowie deren Auseinandersetzung und die dafür verantwortlichen Ursachen näher zu
beleuchten. Dabei sollen nicht nur ihre Unterschiede, sondern auch die durchaus vorhandenen
Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden. Außerdem sollen nicht nur diese
beiden Figuren im Vordergrund stehen, sondern auch deren Beziehungen zu ihrer Umgebung
innerhalb des Dramas untersucht werden. Eine weitere Fragestellung wird sein,
ob die beiden Protagonisten im Rahmen der Geschehnisse eine Entwicklung durchlaufen
und wenn ja, wie diese aussieht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufgabenstellung

3. Danton

3.1 Der erstarrte Revolutionär

3.2 Die Sinnkrise als Hintergrund

3.3 Die Konsequenz

4. Der Blutmessias und seine Jünger

5. Die Konfrontation

6. Die Verbindung

6.1 Die Einsamkeit

6.2 Die Äquidistanz zum Volk

7. Zusammenfassung

8. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Revolutionsdrama „Dantons Tod“ von Georg Büchner mit einem Fokus auf die beiden Protagonisten Danton und Robespierre. Ziel ist es, deren gegensätzliche Weltanschauungen und politischen Positionen zu analysieren, ihre Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und die Auswirkungen auf ihre jeweilige Beziehung zum Volk sowie ihr schicksalhaftes Ende innerhalb des Dramas zu beleuchten.

  • Analyse der zentralen Konfliktlinien zwischen Danton und Robespierre.
  • Untersuchung der philosophischen und religiösen Wurzeln der Sinnkrise Dantons.
  • Gegenüberstellung von Danton als erstarrtem Revolutionär und Robespierre als Vertreter einer starren Tugendideologie.
  • Betrachtung der Rolle des Individuums gegenüber einer deterministischen Weltordnung.
  • Untersuchung der Distanz und Haltung beider Figuren gegenüber dem Volk.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der erstarrte Revolutionär

Wer zu Beginn des Dramas in Danton einen leidenschaftlichen und einen von dem Wunsch nach Veränderung der politischen Verhältnisse geprägten Revolutionär erwartet, wird von Büchner enttäuscht. Danton, der ohne Zweifel die „Zentralfigur des Stückes“ [17] ist, wird nämlich nicht als begnadeter Rhetoriker in einer Rede vor dem Konvent oder als visionärer Politiker eingeführt. Stattdessen befindet er sich in der Eingangsszene an einem Spieltisch mit seinem Freund Héraut-Séchelles, seiner Frau Julie und einigen weiteren Damen. Dort geben sie sich dem „sinnlosen Zeitvertreib des Kartenspiels“[18] hin und tauschen erotische Anzüglichkeiten statt revolutionärer Gedanken aus. Selbst als Camille Desmoulins und Philippeau von den aktuellen Ereignissen in Paris berichten und durch die Entfaltung ihres politischen Programms, von dem später noch die Rede sein wird, versuchen, Danton zum Handeln zu bewegen, bleibt dieser sichtlich ungerührt. Auf die Aufforderung Camilles: „Danton du wirst den Angriff im Konvent machen“[19], antwortet er nur : „Ich werde, du wirst, er wird. Wenn wir bis dahin noch leben, sagen die alten Weiber.“[20] Mit dieser zynischen Antwort gibt Danton „beredten Ausdruck einerseits seiner Interesselosigkeit am aktuellen Geschehen wie auch andererseits - und das ganz besonders - seiner Gleichgültigkeit gegenüber eigenem zielstrebigem Handeln“.[21] Noch deutlicher wird Dantons politisches Desinteresse, als er in dieser ersten Szene beschließt, zu gehen und zu Julie sagt: „Ich muss fort, sie reiben mich mit ihrer Politik noch auf.“[22]

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet Georg Büchners historischen Kontext und seine methodische Herangehensweise der Quellenmontage im Drama.

2. Aufgabenstellung: Dieses Kapitel definiert die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, die Differenzen und Gemeinsamkeiten der Kontrahenten Danton und Robespierre zu untersuchen.

3. Danton: Hier wird Danton als zentrale Figur betrachtet, deren Lethargie aus einer tiefen Sinnkrise und einer atheistischen Weltsicht resultiert.

4. Der Blutmessias und seine Jünger: Dieses Kapitel analysiert Robespierres asketische Lebensweise und seine Ideologie der tugendhaften Schreckensherrschaft als Gegenpol zu Danton.

5. Die Konfrontation: Der Höhepunkt des Dramas wird hier als unausweichlicher Zusammenprall zweier inkompatibler Weltanschauungen dargestellt.

6. Die Verbindung: Trotz aller Gegensätze werden hier Gemeinsamkeiten wie die tiefe Einsamkeit der Protagonisten und deren Distanz zum Volk aufgezeigt.

7. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst zusammen, dass der Konflikt zwischen Danton und Robespierre trotz ihrer Gemeinsamkeiten in einem unlösbaren Schicksal endet.

8. Ausblick: Hier werden weitere Forschungsansätze, wie die Bedeutung naturwissenschaftlicher Begriffe oder die Analyse der Figur St. Just, skizziert.

Schlüsselwörter

Georg Büchner, Dantons Tod, Französische Revolution, Danton, Robespierre, Revolution, Sinnkrise, Tugendlehre, Fatalismus, Einsamkeit, Politische Ideologie, Quellenmontage, Gesellschaftsordnung, Schreckensherrschaft, Menschliche Existenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Revolutionsdrama „Dantons Tod“ und beleuchtet die Konflikte sowie die philosophischen Unterschiede zwischen den zentralen Akteuren Danton und Robespierre.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Rolle der Revolution, die psychologische Sinnkrise der Akteure, das Verhältnis von Tugend und Terror sowie die Entfremdung der Protagonisten vom Volk.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es, die Gründe für den unlösbaren Konflikt zwischen Danton und Robespierre darzulegen und aufzuzeigen, wie ihre persönlichen Einstellungen ihre politische Handlungsfähigkeit beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer textnahen Analyse unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur und zeitgenössischer philosophischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung von Danton und Robespierre, die Analyse ihres Konfrontationsgesprächs sowie die Untersuchung ihrer gemeinsamen Züge, insbesondere ihrer Einsamkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Revolution, Sinnkrise, Tugendlehre, Determinismus und die Darstellung individueller Existenzkrisen im historischen Kontext definiert.

Inwiefern beeinflusst das atheistische Weltbild Danton in seinem Handeln?

Sein Atheismus führt laut der Arbeit zu einer tiefen Existenzkrise, die ihn an der Sinnhaftigkeit des revolutionären Wirkens zweifeln lässt und in einer lebensverneinenden Lethargie mündet.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Tugend bei Robespierre vom Verhalten des Volkes?

Robespierres Tugend ist ein ideologisch selbst auferlegtes Prinzip, das zur Schreckensherrschaft führt, während die vermeintliche Tugend des Volkes als Notlösung aus materiellem Elend interpretiert wird.

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Details

Title
Danton und Robespierre als Kontrahenten in Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod“
College
University of Freiburg
Course
Proseminar Georg Büchner
Grade
1,7
Author
Sascha Fiek (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V106499
ISBN (eBook)
9783640047789
ISBN (Book)
9783640862580
Language
German
Tags
Danton Robespierre Kontrahenten Proseminar Georg Büchner
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Fiek (Author), 2002, Danton und Robespierre als Kontrahenten in Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/106499
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