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Der TEACCH-Ansatz zur Förderung von Kindern im Autismus-Spektrum. Theoretische Auseinandersetzung und Konzeptentwurf

Titel: Der TEACCH-Ansatz zur Förderung von Kindern im Autismus-Spektrum. Theoretische Auseinandersetzung und Konzeptentwurf

Hausarbeit , 2021 , 30 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Natalie Schneider (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, mit welchen Methoden sich TEACCH (Treatment and Education of autistic and related Communication handicapped Children) in der Schule bei einem Kind im autistischen Spektrum umsetzen lässt. Um diese Frage zu beantworten, bedarf es einer Auseinandersetzung mit den vielfältigen theoretischen Methoden des Ansatzes und wie diese praktisch in einer Schule installiert werden können.

Der TEACCH-Ansatz wurde gezielt für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum konzipiert und bildet die Basis für die tägliche Förderarbeit mit den Kindern und ihrem Lebensumfeld. Inzwischen finden die umfassenden TEACCH - Methoden auch Einsatzmöglichkeiten in der Arbeit mit Erwachsenen und anders kommunikativ eingeschränkten Behinderungsformen. Hierbei liegt der Fokus nicht nur auf den reinen Materialien beziehungsweise auf der eigentlichen Kommunikation und Verständigung, sondern auf einer ganzheitlichen Alltagsstrukturierung und Vorhersehbarkeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Begründung der Auswahl des Aufgabenschwerpunktes

2 Theoretische Auseinandersetzung

2.1 Was ist Autismus?

2.2 Störungsbild Autismus Spektrum

2.2.1 Wahrnehmungsverarbeitung

2.2.2 Sozio-emotionale Störungen

2.3 Werdegang des TEACCH Programms

2.4 Grundsatz des TEACCHing

2.5 Konkrete Rahmenbedingungen und mögliche Methoden

3 Konzeptentwurf

3.1 Ausgangssituation

3.2 Vorbereitung und Einführung

3.3 Konkrete Umsetzung der Methoden

3.4 Mögliche Schwierigkeiten in der Umsetzung

4 Evaluation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, konkrete, praxisnahe Methoden zur Alltagsbewältigung für Kinder im Autismus-Spektrum im schulischen Kontext zu entwickeln, wobei der Fokus auf dem TEACCH-Ansatz liegt. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie die vielfältigen theoretischen Methoden des TEACCH-Ansatzes erfolgreich in den Schulalltag eines betroffenen Kindes integriert werden können.

  • Theoretische Grundlagen zum Störungsbild Autismus-Spektrum und zur Wahrnehmungsverarbeitung.
  • Einführung und Prinzipien des TEACCH-Ansatzes (Strukturierung und Visualisierung).
  • Konkrete Umsetzung von Strukturierungshilfen (räumlich, zeitlich, inhaltlich) am Praxisbeispiel.
  • Umgang mit Hindernissen und Herausforderungen bei der Implementierung von TEACCH-Methoden.
  • Evaluation der Übertragbarkeit und Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Auszug aus dem Buch

3.3 Konkrete Umsetzung der Methoden

In der konkreten Umsetzung der Methoden liegt der Fokus auf gezielten Strukturierungshilfen, die Mark im Schulalltag unterstützen sollen. Die Methoden werden im Folgenden in der Reihenfolge erläutert, wie sie auch in der Praxis schrittweise eingeführt werden würden. Zusätzlich werden mögliche Alternativen aufgelistet, die gleichermaßen Anwendung finden könnten. Damit soll noch einmal die Variabilität der Möglichkeiten des TEACCH Ansatzes verdeutlicht werden.

Erfahrungsgemäß ist die räumliche Strukturierung als Einstieg am geeignetsten. Um die visuellen Reize im Klassenraum, wie bunte Bilder an den Wänden oder die Bewegungen der Mitschüler, zu reduzieren und dadurch die Konzentration auf die Arbeitsaufträge zu erhöhen bietet sich ein Einzelplatz mit Blickrichtung zur Wand an. Was zunächst wie eine Bestrafung wirkt, ist für Menschen mit einer Autismusspektrumsstörung aufgrund der in Kapitel 2.2.1 genannten Besonderheiten in der Wahrnehmungsverarbeitung häufig sehr förderlich. Mark würde zusätzlich von einer starken räumlichen Begrenzung profitieren. Darunter verstehen sich konkret noch „engere“ Begrenzungen des Arbeitsplatzes, beispielsweise durch Regale oder Pinnwände neben dem Tisch, sodass die visuellen Reize zu den Seiten noch weiter reduziert werden.

Zusätzlich könnte durch buntes Klebeband am Boden eine Grenze, an der Stelle zwischen Marks „Zone“ und dem Klassenraum, gezogen werden. Somit hätte er einen eigenen „Raum“ in einem Raum und dadurch eine klare Orientierung, wo er sitzt und arbeitet. Gleichzeitig wird eine physische Distanz zu Mitschülern geschaffen, was einer taktilen Überreizung durch Körperkontakt, sowie der Missachtung der intimen Zone von anderen entgegenwirkt. Die genannten Raumbegrenzungen lassen sich sowohl in der hintersten Reihe zur Wand als auch in der ersten Reihe direkt in der Nähe zur Tafel und zum Lehrpult umsetzen. Letzteres hätte den Vorteil, dass verbale Instruktionen der Lehrkräfte möglicherweise besser von Mark verstanden werden können und ein stärkerer Fokus auf dem Tafelbild liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Begründung der Auswahl des Aufgabenschwerpunktes: Einführung in die Relevanz der Unterstützung autistischer Kinder mittels TEACCH-Methoden und Darlegung der persönlichen Motivation im Anerkennungsjahr.

2 Theoretische Auseinandersetzung: Grundlagen über das Autismus-Spektrum, die spezifischen Wahrnehmungsproblematiken sowie Einführung in den Werdegang und die Grundsätze des TEACCH-Ansatzes.

3 Konzeptentwurf: Entwicklung praxisnaher Strukturierungshilfen anhand des Fallbeispiels „Mark“, inklusive Vorbereitung, konkreter methodischer Umsetzung und Reflexion möglicher Hindernisse.

4 Evaluation: Abschlussbetrachtung zur Wirksamkeit der erarbeiteten Methoden, zur Bedeutung von Individualität und zur praktischen Herausforderung der Materialerstellung und Integration.

Schlüsselwörter

Autismus-Spektrum, TEACCH-Ansatz, Strukturierung, Visualisierung, Unterstützte Kommunikation, Schulalltag, Wahrnehmungsverarbeitung, Exekutive Funktionen, Inklusion, Fördermethoden, Arbeitsorganisation, Pädagogik, Sonderpädagogik, Zeitmanagement, Individualförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung von Schulkindern, die eine Autismus-Spektrum-Störung aufweisen, unter Verwendung des TEACCH-Ansatzes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen von Autismus, der praktischen Anwendung von Strukturierungs- und Visualisierungsmethoden sowie der Bewältigung schulischer Herausforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Entwicklung und fiktive Erprobung konkreter, praxisorientierter Methoden nach dem TEACCH-Ansatz zur Unterstützung eines Schülers im Schulalltag.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturrecherche sowie der Anwendung dieser theoretischen Grundlagen auf ein konkretes Praxisbeispiel im Rahmen einer konzeptionellen Ausarbeitung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zum Störungsbild und einen umfangreichen Konzeptentwurf, der räumliche und zeitliche Strukturierung sowie Hilfsmittel zur Aufgabenorganisation umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Autismus-Spektrum, TEACCH, Strukturierung, Visualisierung, Inklusion und individuelle Förderung.

Wie unterscheidet sich der TEACCH-Ansatz von einer klassischen Therapie?

TEACCH zielt nicht auf eine Heilung im klinischen Sinne ab, sondern auf pädagogische Methoden, die durch Struktur und Vorhersehbarkeit die Alltagsbewältigung und Selbstständigkeit fördern.

Welche Rolle spielt das Fallbeispiel „Mark“?

Mark dient als fiktives, praxisnahes Beispiel, um die Herausforderungen eines Schülers im Autismus-Spektrum (wie Hypersensibilität und Konzentrationsschwierigkeiten) zu illustrieren und die Methoden spezifisch anzupassen.

Warum ist die Wahl des Abstraktionsniveaus für Materialien wichtig?

Da Kinder im Autismus-Spektrum individuell sehr unterschiedliche Wahrnehmungen haben, müssen visuelle Hilfen – von Objekten über Fotos bis hin zu Text – an ihre spezifischen kognitiven Kompetenzen angepasst werden.

Welche Bedeutung hat die „Einbindung der Eltern“ laut der Autorin?

Die Autorin hebt hervor, dass Eltern eine wichtige Rolle bei der Materialerstellung und der Umsetzung der Förderung spielen können, was gleichzeitig den Zeitdruck bei Lehrkräften mindert.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der TEACCH-Ansatz zur Förderung von Kindern im Autismus-Spektrum. Theoretische Auseinandersetzung und Konzeptentwurf
Note
1,0
Autor
Natalie Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
30
Katalognummer
V1064419
ISBN (eBook)
9783346480088
ISBN (Buch)
9783346480095
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Autismus TEACCH Schule Förderung Autismusspektrum Kinder Sozialwesen Heilerziehungspflege Sonderpädagogik Pädagogik TEACCH-Ansatz Unterstützung Sozial Abschlussarbeit Asperger Frühkindlich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natalie Schneider (Autor:in), 2021, Der TEACCH-Ansatz zur Förderung von Kindern im Autismus-Spektrum. Theoretische Auseinandersetzung und Konzeptentwurf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1064419
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Leseprobe aus  30  Seiten
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