Diese Arbeit schafft mit anschaulichen Textpassagen ein Verständnis für die Demaskierung, die der Schriftsteller Ödön von Horváth in seinem theoretischen Text "Gebrauchsanweisung" beschreibt. Sie beschäftigt sich außerdem mit der Frage, welchen Mitteln sich Horváth bedient, um das Bewusstsein seiner Figuren zu demaskieren.
Die Arbeit beginnt mit einem allgemeinen Kapitel, in dem ein Überblick über die sprachlichen Mittel verschafft wird, die zu einem Enthüllungsprozess führen. Darauf aufbauend werden die Werke ITALIENISCHE NACHT und anschließend KASIMIR UND KAROLINE separat auf die "Demaskierung des Bewusstseins" untersucht. Um diesen Prozess anschaulich darlegen zu können, wird mit einzelnen Zitaten und Textausschnitten gearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Sprachliche Mittel zur „Demaskierung des Bewusstseins“
- Der Bildungsjargon
- Die Stille
- Der Kitsch
- Italienische Nacht
- Kasimir und Karoline
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die „Demaskierung des Bewusstseins“ in den Volksstücken „Italienische Nacht“ und „Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horváth. Sie untersucht, mit welchen sprachlichen Mitteln Horváth das Bewusstsein seiner Figuren enthüllt und welche Folgen diese Enthüllung für die Figuren hat.
- Die Verwendung des Bildungsjargons als Ausdruck sozialer und sprachlicher Barrieren
- Die Rolle der Stille als Moment der Aufrichtigkeit und des Bewusstseinskampfs
- Der Kitsch als Mittel der Verblendung und Selbsttäuschung
- Die Folgen der „Demaskierung des Bewusstseins“ für die Figuren und ihre Beziehungen
- Die Kritik an den sozialen und politischen Verhältnissen der Zwischenkriegszeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit. Im zweiten Kapitel werden verschiedene sprachliche Mittel untersucht, die Horváth zur „Demaskierung des Bewusstseins“ einsetzt. Das dritte Kapitel analysiert das Stück „Italienische Nacht“ im Hinblick auf die „Demaskierung des Bewusstseins“, während das vierte Kapitel sich mit „Kasimir und Karoline“ beschäftigt. Ein Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen.
Schlüsselwörter
Ödön von Horváth, Volksstücke, „Demaskierung des Bewusstseins“, Bildungsjargon, Stille, Kitsch, Zwischenkriegszeit, Sozialkritik, Sprachbarrieren, Bewusstseinskampf, Uneigentlichkeit des Bewusstseins.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Demaskierung des Bewusstseins" bei Horváth?
Es beschreibt den Prozess, in dem die wahre Natur und die unbewussten Motive der Figuren durch sprachliche Brüche und Enthüllungen hinter ihrer Fassade sichtbar werden.
Welche Rolle spielt der Bildungsjargon in seinen Stücken?
Horváth nutzt den Bildungsjargon, um zu zeigen, wie Menschen sich hinter hochtrabenden Worten verstecken, die sie oft selbst nicht ganz verstehen, was zu einer sprachlichen Barriere führt.
Warum ist die "Stille" in Horváths Werken so wichtig?
Die Stille (Pausen im Dialog) dient als Moment der Aufrichtigkeit oder des Bewusstseinskampfes, in dem die Maske der Sprache fällt und die Hilflosigkeit der Figuren offenbart wird.
Was kritisiert Horváth durch den Einsatz von "Kitsch"?
Kitsch wird als Mittel der Verblendung und Selbsttäuschung dargestellt, mit dem die Figuren versuchen, die oft grausamen sozialen Realitäten der Zwischenkriegszeit zu übertünchen.
Welche Stücke werden in der Arbeit analysiert?
Die Arbeit konzentriert sich auf die detaillierte Untersuchung der Volksstücke "Italienische Nacht" und "Kasimir und Karoline".
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Demaskierung des Bewusstseins bei Ödön von Horváths Figuren. Untersuchung der Volksstücke "Italienische Nacht" und "Kasimir und Karoline", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1043362