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Mentalisierungsfähigkeit auf das soziale Verhalten von Schülern in der Grundschule

Title: Mentalisierungsfähigkeit auf das soziale Verhalten von Schülern in der Grundschule

Bachelor Thesis , 2010 , 22 Pages , Grade: Gut

Autor:in: Andrea Böck (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Summary Excerpt Details

Diese Bachelorarbeit hat das Ziel, Auswirkungen der Mentalisierungsfähigkeit auf das soziale Verhalten von SchülerInnen einer ersten Klasse einer Mittelschule zu untersuchen.

Im ersten Abschnitt meiner Arbeit werden relevante theoretische Aspekte der Mentalisierungstheorie in Bezug auf meine Forschungsfrage diskutiert. Weiters wird sich kritisch mit der Beurteilung des sozialen Verhaltens der SchülerInnen durch die LehrerInnen verfasst.

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Methode der strukturierten Inhaltsanalyse und setzte mich mit der Kategorienbildung der Mentalisierungsfähigkeit sowie der Entwicklung der Beurteilungskriterien bezüglich des sozialen Verhaltens der Schüler:nnen auseinander. Schließlich beschreibt das dritte Kapitel die Durchführung der Forschung, legt die Ergebnisse offen und diskutiert diese. Im abschließenden Ausblick werden offene Fragen aufgezeigt und praktische Überlegungen aufgrund der Ergebnisse der Untersuchung dargelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. THEORIE

1.1 Mentalisierung und Affekte

1.2 Forschungsstand und Desiderata

1.3 Kritische Auseinandersetzung mit dem Beurteilungsakt des Sozial-verhaltens der SchülerInnen durch die LehrerInnen

2. METHODE

2.1. Strukturierte Inhaltsanalyse

2.2 Die Entwicklung der Kategorien bezüglich der Mentalisierungsfähigkeit in den Bildbeschreibungen

2.3 Die Entwicklung der Beurteilungskriterien bezüglich des sozialen

Schule

3. DURCHFÜHRUNG UND ERGEBNISSE

3.1 Freies Schreiben

3.2 Ergebnisse der Beurteilung des sozialen Verhaltens

3.3 Ergebnisse und Interpretation der SchülerInnenbeschreibungen des Impulsbildes

4. AUSBLICK

5. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Mentalisierungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern einer ersten Klasse und deren sozialem Verhalten, wie es durch die Lehrkräfte eingeschätzt wird. Ziel ist es, zu prüfen, ob ein höheres Maß an Mentalisierung mit einem sozial angepassteren Verhalten korreliert.

  • Mentalisierungstheorie und Affektregulation im Kontext des Jugendalters
  • Methodik der strukturierten Inhaltsanalyse zur Auswertung von Bildbeschreibungen
  • Kritische Analyse der Subjektivität von Lehrerbeurteilungen bei Verhaltensstörungen
  • Empirische Untersuchung von Schülerreaktionen auf Impulsbilder im Vergleich zum Lehrerurteil

Auszug aus dem Buch

1.1 Mentalisierung und Affekte

Wesentlich für die vorliegende Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der Mentalisierungstheorie in Bezug auf Affekte und deren Regulation. Affektzustände hängen eng mit Mentalisierung zusammen und Affektregulierung kann als Präludium der Mentalisierung gesehen werden, was folgendes Zitat verdeutlichen soll:

"Die Affektregulierung, das heißt die Fähigkeit, emotionale Zustände zu modulieren, hängt eng mit dem Mentalisieren zusammen, das eine grundlegende Rolle für das Auftauchen eines Gewahrseins des Selbst und seiner Urheberschaft spielt. Dieser Sichtweise zufolge ist die Affektregulierung ein Vorspiel zum Mentalisieren. Sobald jedoch das Mentalisieren auftaucht, wird die Art der Affektregulation verändert: Das Mentalisieren ermöglicht nicht nur die Anpassung emotionaler Zustände, sondern wird – auf einer grundlegenderen Ebene – zur Regulierung des Selbst benutzt. ..." (Fonagy 2009, 113)

Fonagy und seine MitarbeiterInnen beschreiben verschiedene Ebenen der Affektregulierung. Für meine Arbeit ist jene Ebene von Belang, die von den AutorInnen "mentalisierte Affektivität" genannt und wie folgt beschrieben wird:

"Auf einer weiteren Ebene findet die Regulierung im Zusammenhang mit unserer Beziehung zu anderen statt. Sie hilft uns, Affekte zu formen und sie mitzuteilen (manchmal anstelle von entsprechendem Handeln). Im Grunde betrifft diese Ebene beinahe ebenso sehr die Selbstregulierung wie die Affektregulierung. Die Affektregulierung reguliert die Affekte, hat aber gleichwohl Konsequenzen für das Selbst, denn sie ist daran beteiligt, dass es überhaupt entstehen kann." (Fonagy u.a. 2008, 103)

Zusammenfassung der Kapitel

1. THEORIE: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen der Mentalisierung, deren Bezug zur Affektregulation sowie kritische Reflexionen zur Subjektivität von Lehrerbeurteilungen.

2. METHODE: Es wird die Anwendung der strukturierten Inhaltsanalyse zur Kategorisierung von Bildbeschreibungen der Schülerinnen und Schüler sowie die Einteilung des Sozialverhaltens in drei Kategorien dargelegt.

3. DURCHFÜHRUNG UND ERGEBNISSE: Hier wird das experimentelle Vorgehen beschrieben und die Ergebnisse der Bildinterpretationen der Schülerinnen und Schüler mit deren sozialem Status in der Klasse in Bezug gesetzt.

4. AUSBLICK: Das Kapitel reflektiert offene Forschungsfragen und plädiert für die Implementierung von Programmen zur Förderung der Mentalisierungsfähigkeit im schulischen Alltag.

5. LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Mentalisierung, Affektregulation, soziale Kompetenz, Lehrerbeurteilung, Verhaltensstörung, strukturierte Inhaltsanalyse, Impulsbild, pädagogische Diagnostik, Selbstreflexion, Bindungstheorie, Sozialverhalten, Schulentwicklung, kognitive Entwicklung, Empathie, Subjektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Fähigkeit von Kindern, mentale Zustände bei sich und anderen zu erkennen (Mentalisierung), ihr tatsächliches Sozialverhalten im schulischen Umfeld beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft die Mentalisierungstheorie aus der Psychoanalyse mit pädagogischen Fragestellungen zur Beurteilung des Sozialverhaltens von Schülern durch Lehrkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Mentalisierungsfähigkeit von Schülern und ihrer Einstufung als sozial angepasst oder auffällig zu prüfen und zu beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin verwendete die strukturierte Inhaltsanalyse, um Bildbeschreibungen der Schüler systematisch nach Mentalisierungskriterien auszuwerten und diese mit den Noten zum Sozialverhalten zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der Kategorienerstellung für die Datenanalyse sowie die Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Mentalisierung, Affektregulation, Sozialverhalten und pädagogische Beurteilung geprägt.

Wie wurden die Kinder in Bezug auf ihr Sozialverhalten eingeteilt?

Die Einteilung erfolgte auf Basis der Zeugnisnoten für "Umgangston" und "Verhalten in der Gruppe" in drei Gruppen: sozial außergewöhnlich angepasst, sozial angepasst und sozial auffällig.

Welches Ergebnis lässt sich aus der Arbeit ableiten?

Die Untersuchung bestätigt die Hypothese, dass Schüler mit einem sozial angepassten Verhalten tendenziell über eine besser entwickelte Mentalisierungsfähigkeit verfügen als jene, die Verhaltensauffälligkeiten zeigen.

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Details

Title
Mentalisierungsfähigkeit auf das soziale Verhalten von Schülern in der Grundschule
College
University of Vienna  (Bildungswissenschaft)
Course
Mentalisierung und reflexive Kompetenz
Grade
Gut
Author
Andrea Böck (Author)
Publication Year
2010
Pages
22
Catalog Number
V1039827
ISBN (eBook)
9783346472878
ISBN (Book)
9783346472885
Language
German
Tags
Mentalisierung soziale Kompetenz Mittelschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Böck (Author), 2010, Mentalisierungsfähigkeit auf das soziale Verhalten von Schülern in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1039827
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