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Finanzwirtschaftliche Bewertung geistiger Eigentumsrechte. Patentbewertung anhand eines Beispiels

Title: Finanzwirtschaftliche Bewertung geistiger Eigentumsrechte. Patentbewertung anhand eines Beispiels

Research Paper (postgraduate) , 2021 , 24 Pages

Autor:in: Oliver Komaromy (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Diese Arbeit untersucht die verschiedenen Formen geistigen Eigentums und versucht, diese von einem finanzwirtschaftlichen Standpunkt aus zu bewerten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Patent als das bedeutendste Eigentumsrecht für Erfindungen und Innovationen. Es werden hierbei drei verschiedene Methoden der finanzwirtschaftlichen Bewertung vorgestellt und auf das Patent angewandt, um die Vor- und Nachteile zu diskutieren.

Durch Unternehmen und Forschungseinrichtungen induzierter, technologischer Fortschritt bedeutet im 21. Jahrhundert (mehr denn je) nicht nur das Kreieren von Wettbewerbsvorteilen, sondern ist vielmehr in einem sich immer rasanter weiterentwickelnden und globalisierten Wirtschaftssystem ein Kernelement, welches das wirtschaftliche Schicksal von Unternehmen entscheidend mitbestimmt.

Während Technologie seit jeher die Menschheitsgeschichte begleitet – sei es von der Erfindung des Rades bis hin zur Nutzung der Kernenergie – spielte in den letzten Jahrzehnten vor allem die wirtschaftliche Bewertung technologischen Fortschritts, welcher durch den Begriff 'Geistiges Eigentum' beziehungsweise 'Intellectual Property' (IP) eine rechtliche Dimension erlangt, eine immer wichtigere Rolle.

Dies geschieht vor allem vor dem Hintergrund, dass die Bewertung und der Schutz geistigen Eigentums für Unternehmen essenziell sind, um deren Marktstellung zu behaupten oder zu erweitern. Insofern sind die Rechte an geistigem Eigentum mitunter die wertvollsten Vermögenswerte, die ein Unternehmen besitzen kann. Dieser Umstand ist klarerweise stark von der jeweiligen Branche abhängig, durch die immer mehr an wirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Bedeutung gewinnende Technologiebranche spielt die Bewertung und der Schutz geistigen Eigentums allerdings auch eine immer größere Rolle.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausgestaltungen des geistigen Eigentums und deren wirtschaftliche Relevanz

2.1 Arten des geistigen Eigentums und grundlegende Bewertungsansätze

2.1.1 Marken

2.1.2 Urheberrechte

2.1.3 Patente

3 Patentbewertung anhand eines Beispiels

3.1 Wertdefinition und Bewertungsanlass

3.2 Kostenansatzmethode

3.3 Ertragswertmethode

3.4. Marktwertmethode

4 Resümee

4.1 Zusammenfassung

4.2 Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht die finanzwirtschaftliche Bewertung von geistigen Eigentumsrechten, mit einem spezifischen Fokus auf Patente als zentrale Innovationsschutzelemente in Unternehmen. Ziel ist es, verschiedene Bewertungsmethoden theoretisch zu erläutern und ihre Anwendung anhand eines praxisorientierten Beispiels zu demonstrieren, um die Herausforderungen der Wertermittlung immaterieller Vermögenswerte aufzuzeigen.

  • Grundlagen des geistigen Eigentums (Marken, Urheberrechte, Patente)
  • Finanzwirtschaftliche Relevanz und strategische Bedeutung von Patenten
  • Theoretische Analyse der Kostenansatz-, Ertragswert- und Marktwertmethode
  • Praktische Durchführung einer Patentbewertung mittels Vergleichstransaktionsmethode

Auszug aus dem Buch

3.6 Patentbewertung mittels eines marktwertorientierten Verfahrens

In diesem Beispiel wird ein fiktives Patent bewertet, welches ein Verfahren zur passiven und drahtlosen Temperaturmessung in Autoklaven ermöglicht. Der Begriff „Passiv“ beschreibt in diesem Zusammenhang hauptsächlich, dass der Sensor u.a. keine Elektronik aufweist und dadurch beispielsweise höheren Temperaturen standhält. Ein Autoklav ist eine backofenähnliche, runde Kammer, in welcher unter erhöhtem Druck und Temperatur Materialien thermisch behandelt werden können (z.B. Verbundwerkstoffe im Leichtbau für Automobil- und Luftfahrtindustrie). Das Patent wird seit 5 Jahren genutzt, es wird also von einer Restnutzungsdauer von 15 Jahren ausgegangen.

Zur Errechnung des Patentwerts wird in diesem Beispiel ein marktwertorientiertes Verfahren, nämlich die Vergleichstransaktionsmethode herangezogen. Hierbei wird unterstellt, dass für eine Patentbewertung ausreichende Informationen historischer, vergleichbarer Transaktionen vorliegen, anhand derer der Patentwert ermittelt werden kann (Rings, 2000, S. 844). Entscheidend ist hierbei, dass möglichst zeitnahe Transaktionspreise vorliegen und diese dann einem direkten Vergleich dienen oder mittels Multiplikatoren in die Bewertung einfließen (Reilly & Schweihs, 1999, S. 105 f.). Um eine ausreichende Datenlage für die nachfolgende Bewertung zu erlangen, ist es essenziell, geeignete Transaktionen auszumachen, die einen Vergleich ermöglichen. Darüber hinaus ist logischerweise zu überprüfen, ob die nun ermittelten Patente überhaupt mit dem zur Bewertung vorliegenden Patent vergleichbar sind. In einem dritten Schritt müssen noch etwaige Bewertungsmultiplikatoren definiert werden – hier werden Vergleichsgrößen wie Umsatz durch die Nutzung des Patents ausgewählt und anschließend die spezifische Ausprägung des zu bewertenden Patents und des vergleichbaren Patents in Relation zueinander gesetzt (Spranger, 2006, S. 148).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung von geistigem Eigentum und den technologischen Fortschritt im 21. Jahrhundert ein.

2 Ausgestaltungen des geistigen Eigentums und deren wirtschaftliche Relevanz: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Schutzrechte und deren grundlegende Bewertungsansätze, wobei der Fokus auf den spezifischen Merkmalen von Marken, Urheberrechten und Patenten liegt.

3 Patentbewertung anhand eines Beispiels: Hier werden zentrale Methoden der Patentbewertung, konkret die Kostenansatz-, Ertrags- und Marktwertmethode, theoretisch analysiert und anhand eines fiktiven Beispiels angewandt.

4 Resümee: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und zieht kritische Schlussfolgerungen hinsichtlich der Genauigkeit und Anwendbarkeit der vorgestellten Bewertungsmethoden.

Schlüsselwörter

Geistiges Eigentum, Intellectual Property, Patentbewertung, Kostenansatzmethode, Ertragswertmethode, Marktwertmethode, Vergleichstransaktionsmethode, Innovationsmanagement, Immaterielle Vermögenswerte, Technologieführerschaft, Patentportfolio, Kapitalisierungszinssatz, Wirtschaftliche Bewertung, Schutzrechte, Unternehmensfinanzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der finanzwirtschaftlichen Bewertung von geistigen Eigentumsrechten, mit besonderem Augenmerk auf die Rolle von Patenten für Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Definition von geistigem Eigentum, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Patente sowie die theoretische und praktische Analyse von Bewertungsmethoden für diese Rechte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über Methoden zur monetären Patentbewertung zu geben und aufzuzeigen, wie diese in der Praxis unter Berücksichtigung von Unsicherheiten angewendet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse der gängigen Bewertungstheorien in Verbindung mit einer beispielhaften, quantitativen Anwendung (Fallstudie) der Vergleichstransaktionsmethode.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Schutzrechtsarten und eine detaillierte Auseinandersetzung mit drei spezifischen Bewertungsansätzen (Kosten, Ertrag, Markt).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie "Patentbewertung", "Intellectual Property", "Ertragswertmethode" und "finanzwirtschaftliche Bewertung" charakterisiert.

Welche Herausforderungen bestehen bei der Patentbewertung laut Autor?

Eine zentrale Herausforderung ist die Unsicherheit bezüglich zukünftiger Zahlungsströme sowie die Schwierigkeit, auf einem nicht liquiden Markt vergleichbare Transaktionsdaten zu finden.

Warum wird im Beispiel ein Anpassungsfaktor verwendet?

Der Anpassungsfaktor wird genutzt, um Unterschiede zwischen dem fiktiven Patent und dem Vergleichspatent, insbesondere hinsichtlich der Restnutzungsdauer, mathematisch zu harmonisieren.

Welchen Stellenwert haben Patente für Unternehmen?

Patente werden als wesentliche Vermögenswerte identifiziert, die zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen und der Marktposition in technologieorientierten Branchen beitragen.

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Details

Title
Finanzwirtschaftliche Bewertung geistiger Eigentumsrechte. Patentbewertung anhand eines Beispiels
College
Private University Schloss Seeburg
Author
Oliver Komaromy (Author)
Publication Year
2021
Pages
24
Catalog Number
V1027030
ISBN (eBook)
9783346431301
ISBN (Book)
9783346431318
Language
German
Tags
finanzwirtschaftliche bewertung eigentumsrechte patentbewertung beispiels
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Komaromy (Author), 2021, Finanzwirtschaftliche Bewertung geistiger Eigentumsrechte. Patentbewertung anhand eines Beispiels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1027030
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