Diese Arbeit setzt sich mit selbstverletzendem Verhalten bei Menschen im Jugendalter auseinander. Zu Beginn wird eine kurze Definition über das selbstverletzende Verhalten gegeben. Daraufhin werden unterschiedliche Erscheinungsformen, einige Funktionalitäten und das Prävalenzverhalten der Verhaltensstörung genauer beleuchtet. Selbstverletzungen werden bei Jugendlichen durch viele verschiedene Gründe hervorgerufen.
In dieser Arbeit werden besonders die Ursachenforschung innerhalb der Familie und die Entwicklungsprozesse im Jugendalter betrachtet. Für das selbstverletzende Verhalten kann das familiäre Umfeld, sowohl für die Entstehung als auch für den Behandlungszeitraum, eine sehr wichtige Rolle spielen. Die Herausforderungen für die Eltern und die möglichen Hilfestellungen durch die Soziale Arbeit sollen daher abschließend erläutert werden.
Für Menschen im Jugendalter gibt es zahlreiche Belastungsfaktoren, die zu Stressaufbau führen können. Die körperlichen Veränderungen und die üblichen Konflikte mit den Eltern in der pubertären Zeit sind eine Herausforderung. Zusätzlich übt die heutige Leistungsgesellschaft erhöhten Druck auf die werdenden Erwachsenen aus. Dadurch können bei den Jugendlichen Ängste und Anspannungen hervorgerufen werden. Statt die negativen Gefühle durch sportliche Aktivitäten oder durch ein Gespräch mit einer Vertrauensperson effektiv abzubauen, gibt es für viele Jugendliche nur einen Ausweg aus dem Gefühlschaos. Sie greifen zu Messern, Rasierklingen, Feuerzeugen und weiteren Utensilien, um ihrem Körper Verletzungen zuzufügen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Einführung
- 2.1 Definition
- 2.2 Phänomenologie
- 2.2.1 Offene und versteckte Selbstverletzung und ihre Funktionalität
- 2.2.2 Verletzungsmöglichkeiten ....
- 2.3 Prävalenzverhalten
- 3 Ursachenforschung ....
- 3.1 Familiäres Umfeld
- 3.2 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter .....
- 3.3 Komorbidität.......
- 3.3.1 Borderline-Störung.
- 3.3.2 Depression ..........\li>
- 3.3.3 Bulimia Nervosa...
- 4 Umgang mit selbstverletzendem Verhalten im familiären Umfeld.....
- 4.1 Emotionen der Eltern.........
- 4.2 Handlungsmöglichkeiten der Eltern..\li>
- 5 Angebote der Jugendhilfe....
- 6 Fazit......
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem selbstverletzenden Verhalten (SVV) bei Jugendlichen und analysiert die Ursachen und Auswirkungen innerhalb des familiären Umfelds. Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Problematik zu entwickeln und Eltern sowie Fachkräfte mit Handlungsmöglichkeiten auszustatten.
- Definition und Erscheinungsformen von selbstverletzendem Verhalten
- Funktionalitäten und Prävalenz des SVV
- Einfluss des familiären Umfelds auf die Entstehung und Bewältigung von SVV
- Entwicklungsaufgaben im Jugendalter und ihre Verbindung zum SVV
- Komorbidität mit anderen psychischen Störungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die Belastungssituation von Jugendlichen in der heutigen Gesellschaft und beschreibt die Entstehung von SVV als coping-Mechanismus. Kapitel 2 definiert SVV und beschreibt die verschiedenen Erscheinungsformen, Funktionalitäten und Verletzungsarten. Kapitel 3 widmet sich den Ursachen von SVV, mit besonderem Fokus auf das familiäre Umfeld und die Entwicklungsaufgaben im Jugendalter. Kapitel 4 befasst sich mit den Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten für Eltern im Umgang mit SVV. Schließlich werden Angebote der Jugendhilfe vorgestellt.
Schlüsselwörter
Selbstverletzendes Verhalten, Jugendalter, Familiäres Umfeld, Entwicklungsaufgaben, Komorbidität, Borderline-Störung, Depression, Bulimia Nervosa, Coping-Mechanismen, Prävalenz, Hilfestellungen, Jugendhilfe.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die häufigsten Formen von selbstverletzendem Verhalten (SVV)?
Jugendliche greifen oft zu Messern, Rasierklingen oder Feuerzeugen, um sich Schnittwunden oder Verbrennungen zuzufügen.
Welche Funktion hat SVV für Jugendliche?
Es dient oft als Coping-Mechanismus, um inneren Stress, Ängste, Anspannungen oder ein „Gefühlschaos“ abzubauen, wenn andere Ventile fehlen.
Welche Rolle spielt die Familie bei der Entstehung von SVV?
Das familiäre Umfeld kann sowohl bei der Ursachenforschung (z.B. Konflikte) als auch als wichtiger Unterstützungsfaktor im Behandlungszeitraum eine zentrale Rolle spielen.
Mit welchen psychischen Störungen tritt SVV häufig gemeinsam auf?
Häufige Komorbiditäten sind die Borderline-Störung, Depressionen oder Essstörungen wie Bulimia Nervosa.
Wie können Eltern auf selbstverletzendes Verhalten reagieren?
Die Arbeit erläutert die Emotionen der Eltern und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten sowie Hilfestellungen durch die Soziale Arbeit auf.
Welchen Einfluss hat der gesellschaftliche Leistungsdruck?
Erhöhter Leistungsdruck in der heutigen Gesellschaft kann bei Jugendlichen zu starkem Stressaufbau führen, der ein Risikofaktor für SVV darstellt.
- Quote paper
- Jessica Kutscher (Author), 2016, Selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter. Umgang im familiären Umfeld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014896