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Ethik in der Sozialen Arbeit. Ein Überblick über grundlegende Konzepte und Menschenbilder

Title: Ethik in der Sozialen Arbeit. Ein Überblick über grundlegende Konzepte und Menschenbilder

Term Paper , 2020 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Petra Rathmann (Author)

Philosophy - General Essays, Eras
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Die folgende Arbeit verfolgt das Ziel, einen einführenden Überblick über die wichtigsten Konzepte und Menschenbilder der Philosophie und Ethik und ihre jeweilige Bedeutung für die Soziale Arbeit zu geben. Dabei werden das Aristotelische Menschenbild ebenso angesprochen wie die grundlegenden Konzepte des Utilitarismus. Anhand der Flüchtlingskrise werden die jeweiligen Konzepte zudem kurz mittels eines aktuellen Problems anschaulich dargestellt.

Zu Beginn stellt sich die Frage, welche Rolle Menschenbilder in der Sozialen Arbeit spielen. Sozialarbeitende haben in ihrem beruflichen Alltag täglich mit pädagogischen Interventionen zu tun, mit denen sie direkt in das Leben der betreffenden Person eingreifen. Das ist dem doppelten Mandat der Sozialen Arbeit geschuldet. Dieses besteht aus Hilfe und Kontrolle. Der Sozialarbeitende hat zum einen den gesellschaftlichen Normalisierungsauftrag, welcher dem Element der Kontrolle entspricht und den Auftrag, die Autonomie und Eigenverantwortlichkeit der Klienten zu stärken, was dem Element der Hilfe entspricht. Dem Klienten soll Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht werden und auch normabweichende Lebenseinstellungen sollen toleriert werden. Dieser gesellschaftliche Normalisierungsauftrag wird von Menschenbildern geprägt.

Diesem Ideal entsprechen aber nicht alle Menschen einer Gesellschaft, was einen Widerspruch zu unserem Grundgesetz darstellt, da jeder Mensch gleichbehandelt werden sollte und keiner diskriminiert werden soll, weil er diesem Ideal nicht entspricht. Nicht desto trotz prägen diese Menschenbilder die Soziale Arbeit, da Menschen, die von den Normvorstellungen abweichen, trotzdem in die Gesellschaft integriert werden sollen. In früheren Zeiten herrschten andere Rollenbilder. So spielte beispielsweise die individuelle Freiheit eine kleinere Rolle.

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Inhaltsverzeichnis

1. Ist das Aristotelische Menschenbild zõon politikon ein deskriptives oder normatives?

2. Wie kann die praktische Philosophie im Berufsalltag hilfreich sein?

2.1 Verankerung einer moralischen Grundhaltung im Beruf

2.2 Reflexion des eigenen beruflichen Handelns

2.3 Ethische Prinzipien in der Sozialen Arbeit, die Berliner Erklärung des DBSH e.V.

3. Wie verpflichtet ist ein Ethikkodex in der Sozialen Arbeit?

4. Welchen Umgang mit Flüchtlingen würde Kant nach seiner Ethiktheorie empfehlen?

5. Welchen Umgang mit Flüchtlingen würde der Utilitarismus nach seiner Theorie empfehlen?

6. Welchen Umgang mit Flüchtlingen würde Aristoteles nach seiner Ethiktheorie empfehlen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz ethischer Theorien für die praktische Soziale Arbeit, insbesondere im Kontext aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen wie der Flüchtlingskrise und der beruflichen Selbstreflexion.

  • Grundlagen des Aristotelischen Menschenbildes und dessen Bedeutung für moderne soziale Arbeit.
  • Methoden zur Verankerung moralischer Grundhaltungen und Reflexion professionellen Handelns.
  • Die verbindliche Wirkung von Ethikkodizes (wie der Berliner Erklärung) für Sozialarbeitende.
  • Ethische Analyse des Umgangs mit Flüchtlingen aus der Perspektive von Kant, dem Utilitarismus und Aristoteles.

Auszug aus dem Buch

1. Ist das Aristotelische Menschenbild zõon politikon ein deskriptives oder normatives?

Zu Beginn stellt sich die Frage, welche Rolle Menschenbilder in der Sozialen Arbeit spielen. Sozialarbeitende haben in ihrem beruflichen Alltag täglich mit pädagogischen Interventionen zu tun, mit denen sie direkt in das Leben der betreffenden Person eingreifen. Das ist dem Doppelten Mandat der Sozialen Arbeit geschuldet. Dieses besteht aus Hilfe und Kontrolle. Der Sozialarbeitende hat zum einen den gesellschaftlichen Normalisierungsauftrag, welcher dem Element der Kontrolle entspricht und den Auftrag die Autonomie und Eigenverantwortlichkeit der Klienten zu stärken, was dem Element der Hilfe entspricht.

Dem Klienten soll Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht werden und auch normabweichende Lebenseinstellungen sollen toleriert werden. Dieser gesellschaftliche Normalisierungsauftrag wird von Menschenbildern geprägt. Diesem Ideal entsprechen aber nicht alle Menschen einer Gesellschaft, was einen Widerspruch zu unserem Grundgesetz darstellt, da jeder Mensch gleichbehandelt werden sollte und keiner diskriminiert werden soll, weil er diesem Ideal nicht entspricht. Nicht desto trotz prägen diese Menschenbilder die Soziale Arbeit, da Menschen, die von den Normvorstellungen abweichen, trotzdem in die Gesellschaft integriert werden sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ist das Aristotelische Menschenbild zõon politikon ein deskriptives oder normatives?: Das Kapitel erläutert die Bedeutung von Menschenbildern in der Sozialen Arbeit und analysiert das aristotelische Konzept des zõon politikon als sowohl deskriptiv als auch normativ.

2. Wie kann die praktische Philosophie im Berufsalltag hilfreich sein?: Hier wird aufgezeigt, wie philosophische Ansätze Fachkräfte bei der Bewältigung komplexer Alltagsprobleme unterstützen können.

2.1 Verankerung einer moralischen Grundhaltung im Beruf: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit ethischer Basisarbeit angesichts der Pluralisierung der Lebenswelten und des Doppelmandats.

2.2 Reflexion des eigenen beruflichen Handelns: Es wird die Bedeutung von Supervision und Selbstevaluation zur kritischen Hinterfragung der eigenen professionellen Praxis hervorgehoben.

2.3 Ethische Prinzipien in der Sozialen Arbeit, die Berliner Erklärung des DBSH e.V.: Der Text stellt das Grundgerüst der Berliner Erklärung als Instrument zur Sicherung einer verantwortungsvollen Berufsethik vor.

3. Wie verpflichtet ist ein Ethikkodex in der Sozialen Arbeit?: Das Kapitel untersucht die Verbindlichkeit internationaler und nationaler ethischer Richtlinien für das Handeln von Sozialarbeitenden.

4. Welchen Umgang mit Flüchtlingen würde Kant nach seiner Ethiktheorie empfehlen?: Unter Anwendung des Kategorischen Imperativs wird die ethische Pflicht zur Hilfeleistung für Flüchtlinge abgeleitet.

5. Welchen Umgang mit Flüchtlingen würde der Utilitarismus nach seiner Theorie empfehlen?: Die Analyse fokussiert auf die Nutzenabwägung und die Sicherheit der Betroffenen, um eine ethisch begründete Aufnahme zu rechtfertigen.

6. Welchen Umgang mit Flüchtlingen würde Aristoteles nach seiner Ethiktheorie empfehlen?: Es wird das Konzept der „goldenen Mitte“ angewandt, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Hilfsbereitschaft und gesellschaftlichen Kapazitäten zu fordern.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Praktische Philosophie, Ethik, Menschenbilder, zõon politikon, Doppelmandat, Normalisierungsauftrag, Flüchtlingskrise, Kant, Kategorischer Imperativ, Utilitarismus, Aristoteles, Berufsreflexion, Ethikkodex, Humanität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung ethischer Theorien und philosophischer Konzepte im Feld der Sozialen Arbeit, um professionelles Handeln theoretisch zu fundieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen Anthropologie in der Sozialpädagogik, Berufsethik, Supervision sowie die Anwendung ethischer Modelle auf die aktuelle politische Debatte um Flüchtlinge.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, den Nutzen praktischer Philosophie für Fachkräfte aufzuzeigen und ethische Leitlinien für den Umgang mit gesellschaftlichen Krisensituationen zu entwickeln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, theoretische Auseinandersetzung mit philosophischen Ansätzen, deren Prinzipien auf die Praxis der Sozialen Arbeit übertragen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Doppelmandat, eine Diskussion über Ethikkodizes und die Anwendung von Ethiktheorien (Kant, Utilitarismus, Aristoteles) auf die Flüchtlingsproblematik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Soziale Arbeit, Berufsethik, Flüchtlingshilfe, Verantwortung und Reflexion geprägt.

Warum spielt das Doppelmandat eine so zentrale Rolle für die Ethik in der Sozialen Arbeit?

Das Doppelmandat zwischen Hilfe und Kontrolle erfordert eine ständige ethische Auseinandersetzung, um eine Instrumentalisierung der Klienten zu verhindern und die professionelle Distanz zu wahren.

Wie unterscheidet sich die kantianische Sichtweise von der utilitaristischen in Bezug auf Flüchtlinge?

Während Kant die Pflicht zur Aufnahme als moralischen Grundsatz (Kategorischer Imperativ) ohne Berücksichtigung der Folgen postuliert, fokussiert der Utilitarismus auf eine Abwägung von Nutzen und Glück für die beteiligten Akteure.

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Details

Title
Ethik in der Sozialen Arbeit. Ein Überblick über grundlegende Konzepte und Menschenbilder
Course
Sozialgeschichte Philosophie Ethik
Grade
1,0
Author
Petra Rathmann (Author)
Publication Year
2020
Pages
12
Catalog Number
V1005491
ISBN (eBook)
9783346384973
ISBN (Book)
9783346384980
Language
German
Tags
ethik sozialen arbeit überblick konzepte menschenbilder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Rathmann (Author), 2020, Ethik in der Sozialen Arbeit. Ein Überblick über grundlegende Konzepte und Menschenbilder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1005491
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