In dieser Arbeit werden folgende Bereiche theamtisiert: Sportanlagen -und Sportstättenbau, Kommunale Sportentwicklungsplanung, Finanzierung und Betrieb von Sportanlagen und Digitale Vermarktung von Sportanlagen und Sportstätten.
Die Förderung des Breitensports ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, die meist Kommunen und Bundesländer vertreten. Zentrale Rolle spielt hier der Einsatz für rund 24 Millionen Mitglieder in rund 91.000 Sportvereinen. Aufgrund der vielfältigen positiven Wirkungen und der starken gesamtgesellschaftlichen Bedeutung des Freizeitsports, fördern Länder den organisierten Sport in Vereinen und Verbänden. Im Sport bekommen Menschen die Möglichkeit, Werte wie Engagement, Verlässlichkeit, Teamgeist, Fairplay und Toleranz zu erlernen.
Inhaltsverzeichnis
1 SPORTANLAGEN- UND SPORTSTÄTTENBAU
2 KOMMUNALE SPORTENTWICKLUNGSPLANUNG
2.1 Grundformel zur Berechnung des Sportstättenbedarfs
2.2 Berechnung des Sportstättenbedarfs
2.3 Förderinteressenten
3 FINANZIERUNG UND BETRIEB VON SPORTANLAGEN
3.1 Investition und Finanzierung
3.2 Auslastungsanalyse einer Sportanlage
3.3 Auslastungsoptimierung
3.4 Nachhaltigkeit von Sportstätten
4 DIGITALE VERMARKTUNG VON SPORTANLAGEN UND SPORTSTÄTTEN
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den ökonomischen und strukturellen Herausforderungen des Sportstättenmanagements. Ziel ist es, Methoden zur Bedarfsermittlung und Auslastungsanalyse von Sportanlagen aufzuzeigen, Finanzierungsszenarien zu bewerten und Ansätze für nachhaltiges Management sowie moderne Vermarktungsmöglichkeiten zu diskutieren.
- Methoden zur Berechnung des kommunalen Sportstättenbedarfs
- Wirtschaftlichkeitsanalyse durch Investitionsrechnung und Barwertermittlung
- Strategien zur Optimierung der Auslastung von Sportanlagen
- Implementierung ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit
- Digitalisierungspotenziale in der Vermarktung von Sportstätten
Auszug aus dem Buch
3.4 Nachhaltigkeit von Sportstätten
Gegenwärtig bedeutet „Nachhaltigkeit“ die Realisierung eines umwelt- und sozialverträglichen wirtschaftlichen Erfolgs unter gleichwertiger Berücksichtigung der drei Nachhaltigkeitsdimensionen „Ökonomie“, „Ökologie“ und „Soziales“ (Hauff & Kleine, 2009, S.17). Diese Dimensionen formen das unten dargestellte „Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit“.
Die ökonomische Nachhaltigkeit hat den Erhalt und die Steigerung der Leistungsfähigkeit und eine andauernde Verbesserung der Wirtschaftlichkeit zum Ziel. Die ökologische Nachhaltigkeit dagegen hat den Anspruch auf die Erhaltung des ökologischen Systems als Lebensgrundlage des Menschen (Corsten & Roth, 2012, S. 5). Dabei ist wesentlich, wie durch umweltschonende Maßnahmen Kosten gesenkt werden können oder ein Wettbewerbsvorteil erreicht werden kann (Corsten & Roth, 2012, S. 5). In der sozialen Nachhaltigkeit unterscheidet man zwischen Grundbedürfnissen und Grundgütern (Hauff, 1987, S. 20). Diese sollten für alle Gruppen, auch für sozial schwache, zugänglich sein, um gleich Verwirklichungschancen aufgrund gleicher Voraussetzungen zu ermöglichen.
Auf Basis des Drei-Säulen Modells ist unter Nachhaltigkeit in Bezug auf Sportanlagen und Sportstätten zu verstehen, „diese so zu planen und zu betreiben, dass ein möglichst großer Nutzen für den Eigentümer/Betreiber, die Nutzer (Mitarbeiter, Sporttreibende) und die Gesellschaft entsteht, bei gleichzeitiger Vermeidung bzw. kontinuierlicher Reduzierung negativer ökologischer, ökonomischer und sozialer Folgen“ (Neuerburg, 2009, S. 6). Beim Betrieb von Sportanlagen sind die Dimensionen der Nachhaltigkeit zusätzlich in Bezug auf die bauliche Infrastruktur, die Nutzung, die Organisation und bei Sportgroßveranstaltungen zu betrachten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 SPORTANLAGEN- UND SPORTSTÄTTENBAU: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die chronologischen Planungsschritte bei der Errichtung von Sportstätten, dargestellt durch Netzplantechniken.
2 KOMMUNALE SPORTENTWICKLUNGSPLANUNG: Hier wird die Berechnungsgrundlage für den Sportstättenbedarf sowie die differenzierten Förderinteressen von Bund, Ländern und Kommunen erläutert.
3 FINANZIERUNG UND BETRIEB VON SPORTANLAGEN: Dieses Kapitel behandelt die mathematische Investitionsrechnung, die operative Auslastungsanalyse, Optimierungsstrategien sowie die Nachhaltigkeit im Sportstättenbetrieb.
4 DIGITALE VERMARKTUNG VON SPORTANLAGEN UND SPORTSTÄTTEN: Der letzte Teil analysiert, welche Mehrwerte durch digitale Technologien wie WLAN, Apps und virtuelle Werbung für Betreiber, Fans und Sponsoren erzielt werden können.
Schlüsselwörter
Sportstättenmanagement, Sportstättenbau, Sportentwicklungsplanung, Investitionsrechnung, Barwert, Auslastungsanalyse, Kapazitätsreserve, Nachhaltigkeit, Drei-Säulen-Modell, Sportgroßveranstaltungen, Digitale Vermarktung, Breitensport, Spitzensport, Infrastruktur, Betriebswirtschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit fokussiert sich auf die zentralen Managementprozesse von Sportanlagen, von der Bedarfsplanung über die Finanzierung bis hin zum operativen Betrieb und der modernen Vermarktung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der kommunalen Sportstättenplanung, der Wirtschaftlichkeitsrechnung, dem Nachhaltigkeitsmanagement sowie der digitalen Erschließung neuer Vermarktungskanäle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Darstellung methodischer Ansätze, wie Sportstätten effizienter geplant, finanziell bewertet und nachhaltig sowie marktkonform betrieben werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt mathematische Verfahren zur Bedarfsermittlung, betriebswirtschaftliche Investitionsrechnungen (Barwertberechnung) sowie das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit zur theoretischen Einordnung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden konkrete Berechnungsbeispiele für Sportstättenbedarf und Kapitalwerte sowie Optimierungsvorschläge für die Auslastung basierend auf sportökonomischen Daten analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Sportstättenmanagement, Nachhaltigkeit, Investitionsrechnung, Auslastungsoptimierung und digitale Vermarktung definieren.
Wie unterscheidet sich die Förderung von Breiten- und Spitzensport?
Während die Bundesregierung verstärkt den Spitzensport unterstützt, sehen sich Kommunen und Länder primär in der Pflicht, den Breitensport und die damit verbundenen sozialen Funktionen in Vereinen zu fördern.
Wie kann eine Sportanlage ihre Auslastung optimieren?
Die Auslastung lässt sich durch eine strategische Neuzuweisung der Trainingszeiten, die Erhöhung der Attraktivität einzelner Sportangebote oder die Aufnahme neuer Sportarten steigern.
Warum ist das Drei-Säulen-Modell relevant für Sportstätten?
Es dient dazu, Sportstätten nicht nur ökonomisch effizient, sondern auch ökologisch und sozial verträglich zu gestalten, um langfristigen Nutzen für alle Interessengruppen zu sichern.
Was zeigt das Beispiel der Olympischen Spiele 2012 in Bezug auf Nachhaltigkeit?
Es verdeutlicht, dass ambitionierte Nachhaltigkeitsziele bei Großveranstaltungen trotz guter Ansätze (z.B. CO2-Reduktion) oft an wirtschaftlichen oder organisatorischen Hürden scheitern, aber dennoch als Lernbeispiel für künftige Events dienen.
- Arbeit zitieren
- Josefine Dybza (Autor:in), 2018, Grundlagen des Sportanlagen- und Sportstättenbaus. Kommunale Sportentwicklungsplanung, Finanzierung und digitale Vermarktung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1001535