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Die Sprache des Theaters

Untersuchung einer Fachsprache

Titel: Die Sprache des Theaters

Hausarbeit , 2007 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sina Schmidt (Autor:in)

Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die meisten Berufe bilden irgendwann Fachsprachen, so genannte Funktiolekte aus. So auch in der Welt des Theaters. Wodurch ist diese Art zu sprechen gekennzeichnet? Warum ist sie so, wie sie ist?
Diese und andere Fragen zu diesem Thema werden mit Hilfe transkribierten Filmmaterials von "Die Spielwütigen" und "Bungalow" untersucht.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Zum Untersuchungsmaterial

2. 1. „Die Spielwütigen“

2. 2. „Bungalow“

3. Pausen

4. 1. Partikelfülle bei den Schauspielern

4. 2. Partikelfülle bei Regisseuren

5. Vagheitsausdrücke

6. Metaphorik

7. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Professiolekt im Bereich des darstellenden Spiels, indem sie die Sprachgewohnheiten von Schauspielern und Regisseuren anhand von Filminterviews analysiert, um spezifische Merkmale dieser Fachsprache zu identifizieren und zu beschreiben.

  • Analyse der sprachlichen Charakteristika bei Schauspielern und Regisseuren
  • Untersuchung des Phänomens der Pausen in der Theatersprache
  • Einsatz und Funktion von Partikeln und Vagheitsausdrücken
  • Bedeutung der Metaphorik in der Vermittlung schauspielerischer Anweisungen

Auszug aus dem Buch

4. 1. Partikelfülle bei den Schauspielern

Da es sich bei der Sprache im Theater in allererster Linie um eine gesprochene Sprache handelt, weist sie natürlich auch alle Eigenheiten des Gesprochenen überhaupt auf. Gunda Schneider hat in ihren Untersuchungen zur Probensprache der Oper -neben vielem anderen- herausgestellt, dass in Probengesprächen, also in konkreten Anweisungen zum Ablauf und zur Organisation des Geschehens auf der Bühne, eine Vielzahl von Partikeln verwendet werden:

„Partikeln durchziehen die Probengespräche in einer Form, die sofort die Nähe zur saloppen Umgangssprache offenbart, denn sie lockern die Kommunikation auf der Basis der Vertrautheit auf. Indem sie das Gespräch in aufeinander bezogenen Kommunikationsstrukturen einbetten, deren Partner-Konstellation auffällt, überführen sie das Fachgespräch in die Offenheit gesprochener Kommunikation schlechthin.“

Um dem näher zu kommen, sollte zunächst einmal der Begriff Partikel näher definiert werden.

„Die Funktion der Abtönungspartikeln ist [...] auf der [...] Intentionsebene anzusiedeln. „Sie zeigt an, welche Stellung der Sprecher gegenüber dem Gesagten einnimmt.““

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Analyse im Bereich der Sprachwissenschaft und diskutiert die Herausforderungen bei der Untersuchung gesprochener Sprache sowie die Notwendigkeit interdisziplinärer Ansätze.

2. Zum Untersuchungsmaterial: Hier werden die methodischen Grundlagen und das Datenmaterial, bestehend aus Interviews zu den Filmen „Die Spielwütigen“ und „Bungalow“, vorgestellt.

2. 1. „Die Spielwütigen“: Dieses Unterkapitel beschreibt den Dokumentarfilm über angehende Schauspieler und die Rahmenbedingungen der Interviewaufnahmen.

2. 2. „Bungalow“: Hier wird das Interview mit dem Hauptdarsteller Lennie Burmeister als weiteres Untersuchungsobjekt eingeführt und kontextualisiert.

3. Pausen: Dieses Kapitel analysiert das auffällige Auftreten von Pausen in den Interviews und unterscheidet zwischen unbewussten Gesprächspausen und bewusst eingesetzter, theatraler Wirkung.

4. 1. Partikelfülle bei den Schauspielern: Der Fokus liegt hier auf der Funktion von Partikeln in der Theatersprache, die Nähe und Vertrautheit in der Kommunikation erzeugen.

4. 2. Partikelfülle bei Regisseuren: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Regisseure durch den Einsatz von Partikeln ihre steuernde Rolle und professionelle Distanz in der Kommunikation mit Akteuren gestalten.

5. Vagheitsausdrücke: Hier wird untersucht, wie Sprecher durch „Heckenausdrücke“ Distanz zum Gesagten aufbauen, insbesondere wenn sie sich bei komplexen Sachverhalten unsicher sind.

6. Metaphorik: Dieses Kapitel zeigt auf, wie eine spezifische Metaphorik in der Ausbildung dazu dient, schauspielerische Abstraktionen wie Emotionen oder Vorstellungen zu vermitteln.

7. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Theater und Film eine eigene Fachsprache etabliert haben, die durch spezifische Merkmale wie Metaphorik, Pausensetzung und Partikelgebrauch gekennzeichnet ist.

Schlüsselwörter

Professiolekt, Theatersprache, gesprochene Sprache, Partikeln, Abtönungspartikel, Pausen, Vagheitsausdrücke, Metaphorik, Schauspieltheorie, Kommunikationskontext, Fachsprache, Interdisziplinarität, Proben, Intentionsebene, Sprecher-Hörer-Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Theatersprache als eigenständige Fachsprache, auch Professiolekt genannt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Sprachgewohnheiten von Schauspielern und Regisseuren, der Einsatz von Pausen, die Funktion von Partikeln sowie die Verwendung von Metaphorik und Vagheitsausdrücken im beruflichen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen Merkmale der Sprache im Theater und Film zu identifizieren und zu zeigen, dass sich diese als funktionale Varietät der gesprochenen Sprache etabliert haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, bei dem Transkripte von Interviews aus Dokumentarfilmen und Bonusmaterialien analysiert werden, um linguistische Muster im Sprechverhalten zu extrahieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Pausensetzung, die Partikelfülle, den Gebrauch von Vagheitsausdrücken sowie die Metaphorik in der Kommunikation zwischen Regisseuren und Schauspielern während des Probenprozesses.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Professiolekt, Abtönungspartikel, Probensprache, kommunikative Intention und die interdisziplinäre Verschränkung von Sprach- und Theaterwissenschaft.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „bewussten“ und „unbewussten“ Pausen eine Rolle?

Die Unterscheidung verdeutlicht, dass Pausen nicht nur der Wortfindung dienen, sondern von Schauspielern gezielt als theatrales Gestaltungsmittel eingesetzt werden, um Wirkung zu erzielen.

Welche Rolle spielt das Konzept der „Abtönungspartikel“ für das Verständnis der Sprache?

Abtönungspartikel sind entscheidend, da sie anzeigen, welche Haltung der Sprecher gegenüber dem Gesagten einnimmt, und somit die soziale und emotionale Ebene der Kommunikation steuern.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Sprache des Theaters
Untertitel
Untersuchung einer Fachsprache
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Gesprochenes Deutsch - Texte, Gespräch, Varietäten
Note
2,0
Autor
Sina Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
21
Katalognummer
V87290
ISBN (eBook)
9783638016896
ISBN (Buch)
9783638918640
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprache Transkription Sprachwissenschaft; Varietäten; Theater; Spielwütigen; Bungalow; Sprachanalyse; Professiolekt; Schauspieler;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sina Schmidt (Autor:in), 2007, Die Sprache des Theaters, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87290
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Leseprobe aus  21  Seiten
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