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Was ist in Deutschland ein literarisches Chanson?

Titel: Was ist in Deutschland ein  literarisches Chanson?

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2002 , 10 Seiten , Note: keine - gedruckt publ.

Autor:in: Dr. Wolfgang Ruttkowski (Autor:in)

Germanistik - Gattungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Man weiss in Deutschland, was ein “literarisches Chanson” ist, d.h. man „erkennt es“. Bisher wurde der Begriff jedoch nicht befriedigend definiert und von verwandten, wie „Couplet“, „(Pop) Song“ oder „Schlager“, abgegrenzt. Dies unternimmt der Autor hier, wobei er auf sein Buch und mehrere Artikel zum gleichen Thema zurückkommt und deren Ergebnisse zusammenfasst.
In Germany, anyone can „recognize“ a “cabaret song“, but hardly anyone can define it or differentiate it from related genres (like e.g. the "Stage Couplet”, or the “Pop Song”). The author attempts to do this by means of combining the insights of a prior book and several articles of his on the same topic.
(In: Acta Humanistica, Humnities S. No. 29, March 2002, 147-163)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist in Deutschland ein „literarisches Chanson”?

2. Zusammenfassung

3. Einleitung zur Chanson-Thematik

4. Definition und Abgrenzung des Begriffs

5. Die Rolle der Musik und des Textes

6. Die Technik des „rhythme fondu”

7. Typologie des Chansons

8. Status Quo und Perspektiven des Chansons

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den in Deutschland geläufigen, aber bisher unzureichend definierten Begriff des „literarischen Chansons“ präzise zu bestimmen und von verwandten Gattungen wie dem Schlager, Pop-Song oder Couplet abzugrenzen. Dabei werden die historischen Wurzeln sowie die wesentlichen Merkmale in Bezug auf Vortragstechnik, Musik und Textstruktur analysiert.

  • Historische Entwicklung des Kabarett-Chansons in Deutschland
  • Semantische und gattungsspezifische Abgrenzung
  • Die Bedeutung der Interpretation und des „rhythme fondu“
  • Klassifizierung in vier Grundtypen des Chansons
  • Einfluss der „Camp“-Ästhetik auf die Darstellungsweise

Auszug aus dem Buch

Die Technik des „rhythme fondu”

Für ihre intensive melodramatische Rezitation entwickelte Guilbert eine Art rhythmischer Freiheit, die jetzt zum Gemeinplatz des Cabaret-Gesangs geworden ist, in ihrer Zeit aber absolut neu war. Sie nannte diese Technik „rhythme fondu“, was wir als „aufgeweichten“ oder besser „zeitweilig aufgehobenen“ Rhythmus übersetzen können. Dem Ausdruck zuliebe wird das rhythmische Grundschema eines Gedichtes oder Liedes vorübergehend verlassen, indem die Rezitation voraneilt oder sich verlangsamt.

Hier liegt der Hauptgrund dafür, daß ihre Tonaufnahmen noch immer so außerordentlich wirken. Sie selbst beschreibt ihre neue Technik nur äußerst kurz: „Was ist ‚rhythme fondu’? Es war mein Beitrag zur Kunst des Diseurs. Es war meine ‚Entdeckung’ in meinen Anfängen. Seitdem macht es die ganze Welt nach. Diese Entdeckung besteht darin, den musikalischen Rhythmus aufzugeben und ihn mit dem rhythmischen Wort zu ersetzen, je nach der Akzentuierung und den Notwendigkeiten der Texte.”

Wir sollten hinzufügen, daß nur ein musikalischer Vortragskünstler sich diesen Stil leisten kann, ohne „rauszukommen“. Er/sie muss sozusagen auf zwei Ebenen funktionieren: Während er/sie sich im Vortrag zeitweilig vom „musikalischen Rhythmus“ befreit, darf er/sie ihn doch nie „aus dem Ohr verlieren“. Sonst könnte er/sie in entscheidenden Momenten nicht zurückfinden und die Hörer würden das Gefühl haben zu „schwimmen“.

Zusammenfassung der Kapitel

Was ist in Deutschland ein „literarisches Chanson”?: Einleitende Problemstellung zur Begriffsklärung im deutschen Sprachraum.

Zusammenfassung: Kurze Darlegung des Vorhabens, das Chanson von verwandten Genres abzugrenzen.

Einleitung zur Chanson-Thematik: Historischer Rückblick auf die Anfänge der ersten deutschen Kabaretts im Jahr 1901.

Definition und Abgrenzung des Begriffs: Erörterung der Schwierigkeiten bei der Kategorisierung des Begriffs im Vergleich zu französischen und englischen Pendants.

Die Rolle der Musik und des Textes: Analyse des Verhältnisses zwischen literarischer Vorlage und musikalischer Begleitung im Kontext des Vortrags.

Die Technik des „rhythme fondu”: Detaillierte Untersuchung der von Yvette Guilbert entwickelten rhythmischen Rezitationstechnik.

Typologie des Chansons: Vorstellung der vier Hauptgruppen des Chansons, inklusive Ballade, Selbstdarstellung, Reflexion und lyrischem Chanson.

Status Quo und Perspektiven des Chansons: Betrachtung der gegenwärtigen Relevanz des Genres und dessen Entwicklung unter Einflüssen wie dem „Camp“-Stil.

Schlüsselwörter

Literarisches Chanson, Kabarett, Rhythme fondu, Yvette Guilbert, Vortragstechnik, Diseur, Kabarettballade, Bühnencouplet, Camp, Interpretation, Musik, Rezitation, Genreabgrenzung, Deutschland, Aufführungspraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Begriff des „literarischen Chansons“ in Deutschland und den Versuch, diesen präzise von ähnlichen Genres zu unterscheiden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Definition des Chansons, die historische Einordnung der Kabarett-Tradition sowie die Analyse von Vortragsstilen und musikalischen Ausdrucksformen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine begriffliche Klärung und eine systematische Abgrenzung des Chansons gegenüber verwandten Formen wie dem Schlager oder Pop-Song.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus eigenen Vorarbeiten, die Auswertung bekannter Chanson-Anthologien und die Analyse historischer Aufnahmen sowie zeitgenössischer Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Rolle der Musik im Text, der speziellen Technik des „rhythme fondu“ und einer detaillierten Typologie des Chansons in vier Grundgruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind literarisches Chanson, Kabarett, Rhythme fondu, Interpretation, Vortragstechnik und Gattungsabgrenzung.

Wie definiert Yvette Guilbert ihre Vortragskunst?

Guilbert beschreibt ihre Kunst als ein kleines, in wenigen Zeilen kondensiertes Drama, bei dem die Stimme wie die Palette eines Malers genutzt wird, um Nuancen und Atmosphären darzustellen.

Warum ist das „Dirnenlied“ für die Chanson-Typologie relevant?

Das Dirnenlied gilt als ein beliebter Untertyp des Selbstdarstellungschansons, in dem die Figur des „Vamp“ eingeführt wird, was eine spezifische theatralische Haltung und Interaktion mit dem Publikum erfordert.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was ist in Deutschland ein literarisches Chanson?
Hochschule
Kyoto Sangyo University  (Jap. Germanistenverband)
Note
keine - gedruckt publ.
Autor
Dr. Wolfgang Ruttkowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
10
Katalognummer
V7642
ISBN (eBook)
9783638148238
ISBN (Buch)
9783638798884
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cabaret Kabarett Chanson Couplet Song Lied
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Wolfgang Ruttkowski (Autor:in), 2002, Was ist in Deutschland ein literarisches Chanson?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7642
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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