"Ich helfe dir, meine Sprache zu lernen und mein Land kennen zu lernen und von dir erwarte ich das Gleiche, du machst es mit mir genauso. Das Ganze tun wir, um uns besser zu verstehen" (Lainé).
Unter Tandem versteht man eine Form des offenen Lernens, wobei „zwei Personen mit unterschiedlichen Muttersprachen“ (Brammerts 2001:10) miteinander kommunizieren. Das Ziel dieser Kommunikation besteht darin, dass beide Partner gemeinsam und voneinander lernen. Im Vordergrund steht die Kommunikations-fähigkeit in der erlernten Zielsprache.
Der Begriff Tandem stammt aus dem Latein und bedeutet „endlich, schließlich“ (Schmelter 2004:84). Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes hat mit seiner Bedeutung im Bereich des Lernens und Lehrens der fremden Sprachen genauso wenig zu tun wie mit dem Cabriolet des 19. Jahrhunderts oder mit dem gleichnamigen zweisitzigen Fahrrad. In der Sprachlehrforschung ist der Begriff fest etabliert und bedeutet eine Form des Lernens zwischen zwei Personen (vgl. Schmelter 2004:84).
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Was versteht man unter „Lernen im Tandem“?
1.1 Geschichte des Tandems
2. Prinzipien des Lernens im Tandem
2.1 Gegenseitigkeitsprinzip
2.2 Lernerautonomieprinzip
3. Formen des Lernens im Tandem
3.1 Face-to-face-Tandem
3.1.1 Einzelaustausch
3.1.2 Gruppenaustausch
3.1.3 Aufgabentypen im Face-to-face-Tandem
3.2 E-Tandem
3.2.1 Doppeltandem als eine Variante von E-Tandem
3.2.2 Einsatz der Medien bei E-Tandem
3.2.3 Aufgabentypen bei E-Tandem
4. Rolle des Lerners und des Lehrers bei den beiden Tandemformen
4.1 Die Rolle des Lerners
4.2 Rolle des Lehrers
5. Sprachangebot an der RUB
5.1 Face-to-face-Tandem an der RUB
5.2 E-Tandem an der RUB
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit präsentiert das Tandem als eine Form des offenen Lernens und untersucht dabei insbesondere die verschiedenen Formen des Lernens im Tandem sowie deren spezifische Realisierung an der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Ziel ist es, die Funktionsweise von Präsenztandem und E-Tandem darzustellen, die Rollenverteilung zwischen Lernern und Lehrern zu beleuchten und das existierende Sprachangebot sowie die Vermittlungsmöglichkeiten an der RUB zu analysieren.
- Grundlagen und Prinzipien des Tandem-Lernens (Gegenseitigkeit und Lernerautonomie)
- Differenzierung zwischen Face-to-face-Tandem und E-Tandem
- Rollenprofile und didaktische Aufgaben von Lernenden und Lehrenden
- Strukturen und Angebote der Tandem-Vermittlung an der Ruhr-Universität Bochum
- Methodische Aspekte der Aufgabenentwicklung für verschiedene Tandem-Formate
Auszug aus dem Buch
1. Was versteht man unter „Lernen im Tandem“?
Unter Tandem versteht man eine Form des offenen Lernens, wobei „zwei Personen mit unterschiedlichen Muttersprachen“ (Brammerts 2001:10) miteinander kommunizieren. Das Ziel dieser Kommunikation besteht darin, dass beide Partner gemeinsam und voneinander lernen. Im Vordergrund steht die Kommunikations-fähigkeit in der erlernten Zielsprache.
Der Begriff Tandem stammt aus dem Latein und bedeutet „endlich, schließlich“ (Schmelter 2004:84). Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes hat mit seiner Bedeutung im Bereich des Lernens und Lehrens der fremden Sprachen genauso wenig zu tun wie mit dem Cabriolet des 19. Jahrhunderts oder mit dem gleichnamigen zweisitzigen Fahrrad. In der Sprachlehrforschung ist der Begriff fest etabliert und bedeutet eine Form des Lernens zwischen zwei Personen (vgl. Schmelter 2004:84).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung des Tandems als Lernform sowie Darlegung der Zielsetzung und Gliederung der Arbeit.
1. Was versteht man unter „Lernen im Tandem“?: Definition des Begriffs Tandem in der Sprachlehrforschung und kurzer Überblick über dessen historische Entwicklung.
2. Prinzipien des Lernens im Tandem: Erläuterung der fundamentalen Pfeiler des Tandem-Lernens, des Gegenseitigkeits- und des Lernerautonomieprinzips.
3. Formen des Lernens im Tandem: Detaillierte Darstellung der Präsenz- und Medial-Formen (E-Tandem) inklusive ihrer jeweiligen Aufgabentypen.
4. Rolle des Lerners und des Lehrers bei den beiden Tandemformen: Analyse der Rollenverteilung und Aufgabenbereiche der Beteiligten sowie der didaktischen Unterstützung durch Lehrende.
5. Sprachangebot an der RUB: Überblick über die Tandem-Infrastruktur, das Sprachangebot und die konkreten Realisierungsformen an der Ruhr-Universität Bochum.
6. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Fazit zur Bedeutung des Tandems als Lernform an der RUB.
Schlüsselwörter
Tandem, Fremdsprachenlernen, Sprachlehrforschung, Lernerautonomie, Gegenseitigkeitsprinzip, Face-to-face-Tandem, E-Tandem, Sprachangebot, Ruhr-Universität Bochum, Sprachvermittlung, Interkultureller Austausch, Lernberatung, Sprachkurs, Distanzlernen, Tandemnetzwerk
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Tandem als einer spezifischen, offenen Form des Fremdsprachenlernens, bei der zwei Partner mit unterschiedlichen Muttersprachen einander beim Spracherwerb unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Prinzipien des Tandem-Lernens, die Unterscheidung zwischen Präsenz- und E-Tandem, die Rollen von Lernenden und Lehrenden sowie die praktische Anwendung an der Ruhr-Universität Bochum.
Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die verschiedenen Formen des Lernens im Tandem theoretisch darzustellen und die konkreten Möglichkeiten sowie das Sprachangebot für Tandem-Partnerschaften an der Ruhr-Universität Bochum zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu theoretischen Grundlagen des Tandems sowie einer Bestandsaufnahme und Auswertung der Strukturen und Angebote des Zentrums für Fremdsprachenausbildung (ZFA) an der RUB.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Prinzipien der Lernerautonomie und Gegenseitigkeit diskutiert, die Unterschiede zwischen Face-to-face- und E-Tandem detailliert beschrieben und die an der RUB verfügbaren Tandemmodelle (Einzeltandem, Intensivkurse, E-Tandem-Projekte) vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Tandem, Lernerautonomie, E-Tandem, Fremdsprachenlernen und die institutionelle Sprachvermittlung an der RUB charakterisiert.
Was unterscheidet das E-Tandem vom klassischen Präsenztandem?
Der Hauptunterschied liegt in der Vermittlung über elektronische Medien, was eine asynchrone Kommunikation ermöglicht und räumliche Flexibilität bietet, während das Präsenztandem die gleichzeitige Anwesenheit beider Partner am selben Ort voraussetzt.
Welche Rolle spielen die Lernberater an der RUB im Kontext des E-Tandems?
Lernberater unterstützen Studierende bei der Entwicklung von Lernstrategien und -techniken, um den individuellen Lernprozess innerhalb der Tandem-Partnerschaft zu optimieren und Autonomie zu fördern.
Warum ist das Doppeltandem eine relevante Variante des E-Tandems?
Das Doppeltandem ermöglicht es, dass zwei Studierende pro Standort mit einer anderen Gruppe kommunizieren, was Wissenslücken besser schließen kann und bei Motivationsproblemen eines einzelnen Partners die Kontinuität der Tandem-Beziehung sichert.
- Arbeit zitieren
- Iryna Markovic (Autor:in), 2009, Tandem an der RUB, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140195