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Goethe-Rezeption: Faust II und Werthers Leiden

Titel: Goethe-Rezeption: Faust II und Werthers Leiden

Hausarbeit (Hauptseminar) , 1999 , 34 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stephanie Ebert (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

1.1 Thema der Hausarbeit

Goethe Rezeption anhand von seinen Werken "Faust 2" und "Werthers Leiden" aus dem Jahre 1896.

1.2 Goethes Faust

Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) ist die bis heute bedeutendste Gestalt der deutschen Literatur, die nicht nur innerhalb ihrer Epoche von großem Einfluß war und ihr den Namen "Goethezeit" gab, sondern darüber hinaus für folgende Generationen zum Inbegriff deutscher Geistigkeit wurde. Goethe schuf mit der Tragödie "Faust" das zentrale Werk der nationalen Dichtung und ein Menschheitsdrama von zeitloser Gültigkeit und weltliterarischem Rang.
Der zweite Teil des "Faust" beinhaltet besondere Verständnisschwierigkeiten. Die Tatsache, daß die Literaturwissenschaft fast ein Jahrhundert benötigt hat, um das Wesen der Dichtung zu verstehen und viele Details zu interpretieren, verdeutlicht die Unmöglichkeit, dieses geistig und künstlerisch ungewöhnlich reiche Werk beim ersten Anlauf und ohne Zuhilfenahme der Ereignisse der Wissenschaft zu verstehen. Die neuere Forschung hat gezeigt, daß eine werkimmanente Interpretation grundsätzlich unmöglich ist.
Die Faust-II-Forschung hat bis heute die wesentlichen Strukturen der Dichtung enthüllt und ihre Inhalte geklärt. Die Faust-Literatur wird jährlich durch weitere Arbeiten ergänzt, auch dies zeigt die Unausschöpflichkeit des Werkes, das der Betrachtung immer neue und überraschende Aspekte zu bieten hat.
Widersprüchliche Deutungen haben nicht zwangsläufig ihren Grund in der Unklarheit der dichterischen Aussage oder in einem Mangel der Interpretation. Sie können vielmehr als ein Zeichen der Vielschichtigkeit und Vieldimensionalität des Werkes verstanden werden.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 THEMA DER HAUSARBEIT

1.2 GOETHES FAUST

1.3 DIE ENTSTEHUNG DES „FAUST II“

1.4 EINLEITENDE BEMERKUNGEN ÜBER DIE BEDEUTUNG DES „WERTHER“ FÜR DIE ZEITGENOSSEN

2 HAUPTTEIL

2.1 FAUST. DER TRAGÖDIE ZWEITER TEIL: ANGELEHNT AN DIE INTERPRETATION VON WALTER HINDERER

(ZUSAMMENFASSUNG)

2.2 „WERTHER“: WIRKUNG DES ROMANS IM DEUTSCHEN LEBEN

2.3 „WERTHER“ REZEPTION UND WIRKUNGSGESCHICHTE

2.3 GOETHE UND SEINE ZEIT

3. SCHLUB

3.1 DIE „FAUST“-LITERATUR VON 1982-1993

3.1.1 Tendenzen und Themen

3.2 DIE HISTORISCH GESELLSCHAFTLICHE KATEGORIE IN DER INTERPRETATION DES 19. JAHRHUNDERTS

3.3 ZUSAMMENFASSUNG

4. ANHANG

4.1 ZUM 250. GEBURTSTAG VON JOHANN WOLFGANG GOETHE

4.1.1 Er ist der Größte geblieben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Goethe-Rezeption anhand seiner Werke „Faust II“ und „Die Leiden des jungen Werthers“, um ein tieferes Verständnis für die literarische Bedeutung, die Entstehungsbedingungen und die zeitgenössische sowie forschungsgeschichtliche Aufnahme dieser Texte zu gewinnen.

  • Analyse der Entstehung und Struktur von „Faust II“
  • Untersuchung der Wirkung und Rezeption von „Die Leiden des jungen Werthers“
  • Reflektion über das historische Umfeld und die literarische Epoche Goethes
  • Diskussion aktueller Tendenzen in der Faust-Forschung
  • Empirische Einordnung der Goethe-Nähe in der heutigen Zeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Faust. Der Tragödie zweiter Teil: Angelehnt an die Interpretation von Walter Hinderer

Hinsichtlich des ersten Teils ist im zweiten Teil fast nichts Subjektives zu finden; es erscheint eine höhere, breitere, hellere und leidenschaftslosere Welt. Dieses kann so ausgelegt werden, daß der erste Teil als ein Charakterdrama angesehen werden kann, in dem eine individuelle Entwicklung und Bewährung in bedeutsamen Stationen aufgezeigt wird. Im Gegensatz dazu, muß der zweite Teil als eine Kette von Metaphern verstanden werden. Der Zusammenhang der Metaphern wird weniger durch die Figur Fausts hergestellt. Vielmehr wird dieser durch immer wieder ausgelotete und umschriebene Grundvorstellungen von Goethe zur Problematik der Moderne hergestellt. Die Personen, ob Faust oder der Kaiser, Thales, Helena oder Philemon und Baucis führen sich als bekannte und historisch vorgeformte Gestalten auf oder sie erscheinen als Vertreter scheinbar selbstverständlicher allgemeiner Verhaltensweisen. Als Gärtnerinnen, Holzhauer oder Grazien fungieren sie nicht als handelnde Charaktere, sondern im wörtlichen Sinn als Redefiguren, die nicht so viel über sich aussagen, sondern durch sich das aussagen, was jeweils als Aspekt der Bedeutungszusammenhänge einsichtig gemacht werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in das Thema der Hausarbeit ein und beleuchtet die Bedeutung von „Faust“ und „Werther“ sowie die Entstehungsgeschichte von „Faust II“.

2 HAUPTTEIL: Der Hauptteil analysiert „Faust II“ als metaphorisches Gefüge und untersucht die historische Wirkungsgeschichte sowie die zeitgenössische Aufnahme des „Werther“.

3. SCHLUB: Hier wird die Forschungsliteratur zu Faust von 1982 bis 1993 kritisch reflektiert und Tendenzen der sozialhistorischen Interpretation diskutiert.

4. ANHANG: Dieser Abschnitt bietet eine empirische Analyse der fortdauernden Bedeutung Goethes im Rahmen des 250. Geburtstags anhand aktueller Meinungsumfragen.

Schlüsselwörter

Goethe, Faust II, Die Leiden des jungen Werthers, Literaturrezeption, Wirkungsgeschichte, Klassik, Faust-Forschung, Sozialgeschichte, Literaturinterpretation, Entstehungsgeschichte, Goethezeit, Sturm und Drang, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der Rezeption von Johann Wolfgang Goethes bedeutenden Werken „Faust II“ und „Die Leiden des jungen Werthers“ unter Berücksichtigung ihrer Wirkung und Interpretation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Struktur von „Faust II“, die historische Wirkung des „Werther“, die literarische Epoche Goethes und die Entwicklung der Faust-Forschung im 20. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die literarische Komplexität dieser Werke und deren historische Einordnung sowie die aktuelle Debatte innerhalb der Literaturwissenschaft aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die auf Interpretationen von Fachliteratur sowie auf der Auswertung historischer Quellen und aktueller empirischer Daten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der funktionalen Interpretation der Figuren in „Faust II“, der „Werther“-Rezeption als zeitgenössisches Phänomen und der Einordnung Goethes in seine Zeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Goethe, Faust, Werther, Rezeption, Wirkungsgeschichte, Klassik, Sozialgeschichte und Literaturinterpretation.

Wie verändert sich die Faust-Figur im zweiten Teil des Dramas laut der Analyse?

Faust wird nicht mehr als bloßes handelndes Subjekt eines Entwicklungsromans gesehen, sondern als eine Funktion innerhalb eines symbolischen Gefüges, das eine objektive Analyse moderner Denkweisen ermöglicht.

Welche Rolle spielt die empirische Umfrage im Anhang?

Die Umfrage dient dazu, den Fortbestand von Goethes Bedeutung als „Allgemeinbesitz“ der Deutschen im Jahr 1999 empirisch zu belegen und die Wahrnehmung Goethes im zeitgenössischen Kontext zu untersuchen.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Goethe-Rezeption: Faust II und Werthers Leiden
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Philosophischen Fakultät)
Veranstaltung
Hauptseminar: Goethe-Rezeption im 19. Jahrhundert
Note
2,0
Autor
Stephanie Ebert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
34
Katalognummer
V5986
ISBN (eBook)
9783638136877
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Goethe-Rezeption Faust Werthers Leiden Hauptseminar Goethe-Rezeption Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephanie Ebert (Autor:in), 1999, Goethe-Rezeption: Faust II und Werthers Leiden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5986
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Leseprobe aus  34  Seiten
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