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Das Bild der schweren und vielseitigen Krise im 'Steppenwolf' von Hermann Hesse

Título: Das Bild der schweren und vielseitigen Krise im 'Steppenwolf' von Hermann Hesse

Trabajo de Seminario , 2005 , 13 Páginas , Calificación: gut

Autor:in: Joanna Cybulska (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Im zwanzigsten Jahrhundert treten neue Probleme in Erscheinung, mit denen sich das Individuum auseinandersetzen muss. Die Massenkultur und der technische Fortschritt sind eine Bedrohung für die Freiheit des Einzelmenschen. Der Mensch wird zum Objekt der Manipulation des politischen, sozialen oder ökonomischen Systems und sucht nach dem eigenen Platz in der Welt. Viele Intellektuelle sind auf der Suche nach der neuen Form des Humanismus, sprechen von der Krise des europäischen Bewußtseins. Die Schriftsteller übernehmen die Rolle der Kritiker der Gesellschaft und versuchen, humanistische Werte zu verteidigen. In der Epoche des Kriegs beobachten, dokumentieren und erleben sie die geistiege und kulturelle Krise Europas. Zu diesen Persönlichkeiten gehören in Deuschland vor allem Thomass Mann, Allfred Döblin, Hermann Hesse, deren größte Romane in zwanziger Jahren entstanden worden sind. Thomas Mann im „Zauberberg“ Hermann Hesse im „Steppenwolf“ versuchen, angesichts des unvermeindlichen Kulturuntergangs in ihrer Schöpfung die wichtigsten kulturellen Werte zu wiedergeben. Auf verschiedene Art und Weise präsentieren sie die Gegensätze im menschlichen Denken und Handeln, die dem Leben den Sinn geben und gleichzeitig die höchste Gefahr bilden. Der tragische Bruch zwischen Geist und Leben äußert sich im Werk Hesses in mannigfacher Gestalt und die Einsamkeit des auf sich verwiesenen Individuums ist sein Leitton. In vielen seiner Dichtungen handelt sich um die Auseinandersetzung des Einzelnen und Umwelt und die mögliche Einfügung des Künstlers in die bürgerliche Wirklichkeit und ihre Ordnungen. Eines seiner bekanntesten Werke- „Der Steppenwolf“ ist einerseits das Studium der Entfremdung und eine Kritik der bürgerlichen Kultur andererseits. In dieser Arbeit möchte man sich mit dem Thema der vielfachen Krise beschäftigen, in der sich nicht nur der Hauptheld des Romans, sondern auch die Kultur und Wirklichkeit, sowie auch der Verfasser selbst befand, als er das Werk schuff. Deshalb wird im ersten Kapitel das Leben des Autors näher besprochen. Im nächsten Teil der Arbeit ist Harry Haller schon ein Ausgangspunkt für die Charakterisierung der mannigfacher „Krankheit“, die auf verschiedenen Ebenen des menschlichen Daseins vorkommt. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0. Einführung

1. Die Enstehungsgeschichte des „Steppenwolfs“

1.1. Die Epoche des „Steppenwolfs“ im Leben und Werk Hesses

1.2. Die Arbeit am Roman

1.3. Parallelen zwischen dem Leben des Steppenwolfs und Hesses

2. Darstellung der dreifachen Krise im Werk

2.1. Harry Haller und seine zwiespaltige Natur

2.2. Zum Begriff der Bürgerlichkeit im Roman

2.3. Harry Haller als Prototyp des Künstlers

3. Schilderung der Zeitkrankheit im „Steppenwolf“

4. Schlußbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bild der vielschichtigen Krise in Hermann Hesses Roman „Der Steppenwolf“. Das primäre Ziel ist es, die Verbindung zwischen der persönlichen Lebenskrise des Autors und der im Werk dargestellten existentiellen Not des Protagonisten Harry Haller aufzuzeigen und als Spiegelbild einer gesamtgesellschaftlichen „Zeitkrankheit“ der Weimarer Republik zu deuten.

  • Die Entstehungsgeschichte und die autobiographischen Hintergründe des Romans.
  • Die psychologische Analyse der zwiespaltigen Natur Harry Hallers (Wolf vs. Mensch).
  • Das Spannungsfeld zwischen dem Individuum und der bürgerlichen Gesellschaft.
  • Die Rolle des Künstlers als Außenseiter in einer krisengeschüttelten Ära.
  • Die Interpretation des Romans als Diagnose einer europäischen „Zeitkrankheit“.

Auszug aus dem Buch

2.1. Harry Haller und seine zwiespaltige Natur

Steppenwolf ist „die Geschichte eines Menschen, welcher komischerweise darunter leidet, daß er zur Hälfte ein Mensch, zur anderen Hälfte ein Wolf ist. Die eine Hälfte will fressen, saufen, morden und dergleichen einfache Dinge, die andere will denken, Mozart hören und so weiter, dadurch entstehen Störungen, und es geht dem Mann nicht gut, bis er entdeckt, daß es zwei Auswege aus seiner Lage gibt, entweder sich aufzuhängen oder aber sich zum Humor zu bekehren“. (aus einem Brief an Georg Reinhardt, 18. 081925, in Pfeifer M., 1997: 72)

Die Zweiteilung in Wolf und Mensch wird genauer im „Tractat vom Steppenwolf“ genauer erklärt. Der Hauptheld leidet hier unter dem Zwiespalt seiner Doppelnatur, die in eine wölfisch, animalische Hälfte und eine menschlich, geistige geteilt wird. .“Harry findet in sich einen „Menschen“, das heißt eine Welt von Gedanken, Gefühlen, von Kultur, von gezähmter und sublimierter Natur und er bemerkt daneben in sich auch noch einen “Wolf“, das heißt, eine dukle Welt von Trieben, von Wildheit, Grausamkeit, von nicht sublimierter roher Natur“(Hesse H., 1957:64). Beide Naturen kämpfen ständig miteinander, obwohl es auch manchmal Augenblicke gibt, in denen sich beide vertragen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einführung: Es wird die Fragestellung der Arbeit dargelegt, die den Zusammenhang zwischen individueller Lebenskrise, kulturellem Untergang und Hesses literarischer Verarbeitung thematisiert.

1. Die Enstehungsgeschichte des „Steppenwolfs“: Dieses Kapitel beleuchtet die biografischen Umstände Hesses, die zur Entstehung des Werks führten, sowie die Parallelen zwischen dem Autor und der Romanfigur Harry Haller.

2. Darstellung der dreifachen Krise im Werk: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der existenziellen Zerrissenheit des Protagonisten, unterteilt in seine Doppelnatur, sein Verhältnis zur Bürgerlichkeit und seine Identität als Künstler.

3. Schilderung der Zeitkrankheit im „Steppenwolf“: Das Kapitel ordnet den Roman kulturkritisch in die Zeit der Weimarer Republik ein und interpretiert das Werk als Symptom einer allgemeinen gesellschaftlichen Unsicherheit.

4. Schlußbemerkungen: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Deutung des Romans als „Schule des Humors“ und der Vision, die krisenhafte Existenz durch geistige Differenzierung zu überwinden.

Schlüsselwörter

Hermann Hesse, Der Steppenwolf, Harry Haller, Existenzkrise, Zeitkrankheit, Bürgerlichkeit, Künstler-Dasein, Entfremdung, Weimarer Republik, Psychoanalyse, Doppelnatur, Literaturwissenschaft, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Semesterarbeit primär?

Die Arbeit analysiert das zentrale Motiv der Krise im Roman „Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse auf persönlicher, künstlerischer und gesellschaftlicher Ebene.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Im Zentrum stehen die Entstehungsgeschichte des Romans, die psychologische Zweiteilung des Protagonisten, das Verhältnis zum Bürgertum und die Einordnung als Ausdruck einer europäischen Zeitkrankheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Hesse seine eigene existenzielle Lebenskrise in die Romanfigur Harry Haller transponierte, um eine Diagnose der kulturellen Situation der zwanziger Jahre zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär auf der Interpretation des Primärtextes unter Einbeziehung biografischer Aspekte und zeitgenössischer kulturkritischer Strömungen basiert.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehungsgeschichte, die Darstellung der dreifachen Krise der Romanfigur und die Schilderung der „Zeitkrankheit“ als kulturhistorisches Phänomen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am treffendsten?

Wichtige Begriffe sind die „Steppenwolfszeit“, existenzialistischer Versuch, Bürgerlichkeit, Künstler-Außenseiter und die therapeutische Funktion der Romanarbeit für den Autor.

Inwiefern unterscheidet sich die Auffassung von Hesses „Wolf“-Natur von einer einfachen Schwarz-Weiß-Darstellung?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass der „Tractat“ den Dualismus von Mensch und Wolf als eine Vereinfachung entlarvt und auf die unendliche psychische Mannigfaltigkeit des Menschen verweist.

Warum wird der „Steppenwolf“ als ein hervorragender Roman der Weimarer Republik bezeichnet?

Er wird als solcher bezeichnet, da er das Gefühl der Unsicherheit, den Verlust alter Ideale und den Kulturpessimismus einer ganzen Generation exemplarisch festhält.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Bild der schweren und vielseitigen Krise im 'Steppenwolf' von Hermann Hesse
Universidad
University of Gdansk  (Germanistik)
Curso
Studium der Germanistik an der Uniwersitat Danzig
Calificación
gut
Autor
Joanna Cybulska (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
13
No. de catálogo
V36841
ISBN (Ebook)
9783638363617
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bild Krise Steppenwolf Hermann Hesse Studium Germanistik Uniwersitat Danzig
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Joanna Cybulska (Autor), 2005, Das Bild der schweren und vielseitigen Krise im 'Steppenwolf' von Hermann Hesse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36841
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