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Neue Medien in der Freinet-Pädagogik

Title: Neue Medien in der Freinet-Pädagogik

Examination Thesis , 2004 , 108 Pages , Grade: gut

Autor:in: Michael Kellner (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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[...] „Besser lernen mit Multikulti?“ (Spiegel 25/04). „Multikulti? - Da gab es doch einen Begriff, der so ähnlich klingt und alle Kulturen der Welt miteinander verbindet: Ach ja, Multimedia!“ Somit ergibt sich auch die Fragestellung: „Besser lernen mit Multimedia?“ – Also mit Computer Internet & Co. Den Neuen Medien wird nachgesagt, sie würden in sich neue Lernchancen beherbergen. Wenn die Gesellschaft nach moderner Erziehung für unsere Kinder verlangt, ist die Forderung nach Integration neuer Technologien oftmals nicht weit. Allein schon die Lebensumwelt der Kinder fordert den Einbezug Neuer Medien in den Unterricht. Stellen wir also fest: Wir haben eine Bildungsmisere auf der einen Seite und schulische Neustrukturierungsgedanken, sowie Neue Medien auf der anderen Seite. Da lässt sich doch eins und eins zusammenzählen: Eine reformpädagogische Medienarbeit muss her! Sieht man in der Reformpädagogik die Ideen Célestin Freinets, so ist die Mischung komplett: Freinet-Pädagogische Bildungsarbeit gepaart mit dem Einsatz Neuer Medien. Ist dies vielleicht das Geheimrezept für eine optimale Erziehung? Gefragt werden muss, inwiefern eine freinet’ische Medienpädagogik überhaupt realisierbar ist. Augenscheinlich bietet die Pädagogik Freinets mit ihren technischen Veranlagungen und Eigenschaften wie z.B. Korrespondenz, freier Text oder Druckerei einen idealen Nährboden für den Einsatz Neuer Medien. Noch mehr scheint sie mit ihrer didaktischen Grundlegung und Struktur erst einen sinnvollen Einsatz moderner Technologien zu ermöglichen. Vielleicht hat die Regelschule Neue Medien gar nicht richtig einsetzen können und deswegen versagt. Möglicherweise verlangt Medienpädagogik nach einem gänzlich anderen Schulsystem. Hier gilt es mögliche Zugänge oder Hindernisse aufzuspüren. Was kann die Medienpädagogik für die Freinet-Pädagogik tun bzw. nicht tun und umgekehrt? Um diese Fragestellungen zu beantworten, sollen zunächst theoretische Aspekte der Freinet-Pädagogik verschiedenen Erkenntnissen der Medienpädagogik gegenübergestellt werden. Im weiteren Verlauf werden Einstellungen und Ideale Freinets in Bezug auf Technologie und Innovation betrachtet und Neue Medien intensiv beleuchtet. Mögliche Potentiale und Gefahren von Neuen Medien für die Freinet-Pädagogik spielen durchgängig eine bedeutende Rolle zur Meinungsfindung, bis abschließend praxisnahe Beispiele für eine mögliche Freinet-Medienpädagogik erörtert werden sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die historische Idee Freinets und moderne Ansätze der Medienpädagogik

1.1 Zum Grundverständnis der Freinet-Pädagogik

1.1.1 Kerngedanken der Freinet-Pädagogik

1.1.2 Zur Entwicklung der Freinet-Unterrichtspraxis

1.1.3 Wesentliche Unterrichtsprinzipien und Techniken der Freinet-Pädagogik

1.2 „Moderne Mediendidaktik“ und „Moderne Medienerziehung“ als medienpädagogische Disziplin

1.2.1 Begriffsbestimmung

1.2.2 Grundlagen und Ziele „moderner Mediendidaktik“

1.2.3 Grundlagen und Ziele „moderner Medienerziehung“

1.3 Moderne Ansätze für eine Freinet-Medienpädagogik

2 Freinet im modernen elektronischen Zeitalter

2.1 Die Freinet-Schule im Jahr 2164 – Eine fiktionale Perspektive

2.2 Freinet und sein Verhältnis zu moderner Technologie und virtuellen Lernumgebungen

2.3 Alte Medien versus Neue Medien

2.3.1 Ein geschichtlich-chronologischer Überblick

2.3.2 Was ist neu an den Neuen Medien

2.3.3 Alte- und Neue Medien in der Freinet-Pädagogik – Ein Vergleich

3 Gefahren und Potentiale des Computers in der Freinet-Pädagogik

3.1 Schuldruckerei versus Computer - Ein Konflikt?

3.1.1 Funktionen der Schuldruckerei

3.1.2 Der Computer als Konkurrent der Schuldruckerei

3.2 Kontroversen einer freinet’ischen Computerpädagogik

3.2.1 Pro und Contra Meinungen

3.2.2 Lebensweltbedingungen und Chancengleichheit

3.2.3 Kulturtechnik: Computer

3.2.4 Computergestützter Schriftspracherwerb: Jetzt doch?

3.3 Computer und Reformpädagogik

3.4 Der Computer als Freinet-Werkzeug

3.5 Das Computerhandwerk: Kreative Computernutzung

3.6 Software: Bedeutung und Kriterien

3.7 Gibt es eine virtuelle Freinet-Schule?

4 „Frei-NET-P@dagogik“: Das Internet und seine Auswirkungen auf die „moderne Schule“

4.1 Erste freinet-pädagogische Interneterfahrungen

4.2 Funktionen des Internets in der Freinet-Pädagogik

4.2.1 Recherchieren

4.2.2 Publizieren

4.2.3 Korrespondieren

4.2.4 Kooperieren

4.3 Lehr- und Lernziele des Internets

4.4 Internet und potentielle Gefahren für die Freinet-Pädagogik

4.4.1 Wirkungslosigkeit

4.4.2 Fast Food Wissen

4.4.3 Jugendgefährdende Inhalte

4.4.4 Auswirkungen auf Korrespondenz und Kommunikation

4.4.5 Komplexität

4.4.6 Klassenzeitung versus E-Zine

4.5 Das Internet und lebensweltliche Pädagogik

4.6 Das Internet und die Freinet-Bewegung

5 Konkrete Möglichkeiten für den freinet-pädagogischen Unterricht

5.1 Kreatives Arbeiten durch gestalterische Mediennutzung

5.2 Publizieren und Kommunizieren

5.3 „Bleibesetzte Computer und digitale Druckerpressen“: Möglichkeiten der Zusammenwirkung von Computer und Druckerei

5.4 Eine Tastatur für Kinder

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit der reformpädagogischen Freinet-Pädagogik mit modernen digitalen Medien. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie die Integration von Neuen Medien – insbesondere Computer und Internet – in das Freinet-Konzept realisiert werden kann, ohne dabei die fundamentalen Prinzipien der Freinet-Pädagogik wie Selbsttätigkeit, kooperatives Arbeiten und Lebensnähe zu gefährden.

  • Historische und konzeptionelle Grundlagen der Freinet-Pädagogik.
  • Mediendidaktische und medienerzieherische Ansätze im modernen Bildungskontext.
  • Kritische Analyse von Potentialen und Gefahren digitaler Technologien (Computer & Internet) für den Unterricht.
  • Vergleich und mögliche Synergien zwischen traditioneller Schuldruckerei und modernen digitalen Werkzeugen.
  • Praxisnahe Anwendungsbeispiele für eine integrierte „Freinet-Medienpädagogik“.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Funktionen der Schuldruckerei

Die Druckerpresse ist ein regelrechtes Wahrzeichen für die Freinet Pädagogik, welches im Klassenzimmer einen festen und zentralen Platz einnimmt und ein Mittel zur individuellen Lernförderung darstellt. Sie verleiht der Freinet-Klasse den typischen Werkstattcharakter. Für die Kinder ist das Drucken mit viel Freude verbunden und eine willkommene Ablenkung vom alltäglichem Schulstress. Texte die man später drucken möchte, werden mit besonderer Sorgfalt geschrieben. Der Druckprozess, in dem die Kinder zusätzlich die Möglichkeit haben den Text mit Bildern zu verschönern, wird von den Kindern als harte Arbeit empfunden. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Arbeit, die den Kindern Spaß macht. Für Lehrer ist die praktische Arbeit an der Druckerpresse eine ideale Abwechslung zur kopflastigen Schule.

Durch das „harte“ Arbeiten sammeln die Schüler Erfahrungen in Bezug auf Arbeitsabläufe und Schlüsselqualifikationen. Der für Freinet wichtige „freie Text“ gewinnt durch die Druckerei an Form. Druckereiarbeit hat des Weiteren einen therapeutischen Effekt. Kinder müssen sich voll und ganz auf die Arbeitsschritte konzentrieren und sich ihnen hingeben. Dies sind nur einige Gründe, welche die Druckerpresse für Lehrer und Schüler wertvoll machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die historische Idee Freinets und moderne Ansätze der Medienpädagogik: Dieses Kapitel erläutert die Grundprinzipien der Freinet-Pädagogik und setzt sie in den Kontext aktueller mediendidaktischer Disziplinen.

2 Freinet im modernen elektronischen Zeitalter: Hier wird der Frage nachgegangen, wie die Freinet-Pädagogik in einer technisierten Welt bestehen kann und welche Einstellung Freinet selbst zu technischen Neuerungen hatte.

3 Gefahren und Potentiale des Computers in der Freinet-Pädagogik: Dieses Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen der traditionellen Schuldruckerei und moderner Computertechnologie im Schulalltag.

4 „Frei-NET-P@dagogik“: Das Internet und seine Auswirkungen auf die „moderne Schule“: Hier werden die spezifischen Möglichkeiten und Risiken des Internets in Bezug auf Kommunikation, Recherche und Publizieren diskutiert.

5 Konkrete Möglichkeiten für den freinet-pädagogischen Unterricht: Das letzte Kapitel bietet praxisorientierte Beispiele, wie Medien kreativ und sinnvoll in den Unterricht integriert werden können.

Schlüsselwörter

Freinet-Pädagogik, Medienpädagogik, Schuldruckerei, Neue Medien, Computereinsatz, Internet, Mediendidaktik, Reformpädagogik, Selbsttätigkeit, Medienkompetenz, Kommunikation, Kooperation, Unterrichtsgestaltung, Klassenzeitung, Schriftspracherwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Integration von Neuen Medien in die traditionellen Konzepte der Freinet-Pädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von technologischem Fortschritt, traditionellen reformpädagogischen Werten sowie der praktische Medieneinsatz im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, wie Medien wie der Computer und das Internet sinnvoll und im Sinne Freinets genutzt werden können, ohne die pädagogischen Kernprinzipien zu verwässern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Experteninterviews, um theoretische Grundlagen mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Konfrontation von Schuldruckerei und Computer, den Gefahren der Mediennutzung und konkreten Möglichkeiten der Mediengestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind u.a. Freinet-Pädagogik, Schuldruckerei, Medienkompetenz, Selbsttätigkeit und der konstruktive Umgang mit digitalen Werkzeugen.

Ist die Schuldruckerei durch den Computer ersetzt worden?

Nein, laut dem Autor bleibt die Schuldruckerei als pädagogisches Werkzeug aufgrund ihrer haptischen und sozialen Komponente unverzichtbar, während der Computer eher als ergänzendes Instrument dient.

Kann das Internet in der Freinet-Pädagogik sinnvoll genutzt werden?

Ja, sofern es gezielt für Recherche, Korrespondenz und als publizistisches Mittel eingesetzt wird, ohne die reale Lebenswelt der Kinder zu ersetzen.

Excerpt out of 108 pages  - scroll top

Details

Title
Neue Medien in der Freinet-Pädagogik
College
University of Kassel
Grade
gut
Author
Michael Kellner (Author)
Publication Year
2004
Pages
108
Catalog Number
V35387
ISBN (eBook)
9783638353113
Language
German
Tags
Neue Medien Freinet-Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Kellner (Author), 2004, Neue Medien in der Freinet-Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35387
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