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Strindbergrezeption in Deutschland 1890-1900

Title: Strindbergrezeption in Deutschland 1890-1900

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Maik Hemmecke (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Ursprüngliches Ziel der Arbeit war die alleinige Betrachtung der Rezeptionsgeschichte von „Fadren“ auf der deutschen Bühne, dieses Ziel habe ich zu Gunsten einer breiteren Betrachtungsweise modifiziert, „Fadren“ ist nunmehr ein Kapitel dieser Arbeit, welchem, stellvertretend für die lange und divergierende Rezeption Strindbergs in Deutschland ein intensiverer Einblick in seine Wirkungsgeschichte gewidmet ist. Dieser von mir vorgenommenen Änderung ging der Anspruch voraus, die Darstellung der Rezeption von „Fadren“ auf einen knapp kalkulierten Zeitraum zu begrenzen (erste Wirkung in Deutschland nach seiner Erstaufführung auf der deutschen Bühne), gleichzeitig wollte ich eine möglichst homogene Gruppe hinsichtlich der Rezeptionsvoraussetzungen und der Rezeptionsqualität - sowie Motivation zu Wort kommen lassen - anerkannte Rezensenten ihrer Zeit, die professionelle Kritiken im Auftrag eines publizistischen Organs verfassten. Diese Eingrenzungen gingen an die Kapazitäten des zur Verfügung stehenden Materials, in Anlehnung an die Quellenbibliographie zur skandinavischen Literatur 1870 - 1914 von Fallenstein/Hennig standen mir nur ca. ein Dutzend entsprechender Publikationen zur Verfügung, davon konnte ich mir lediglich wenig mehr als 50% zugänglich machen (im Rahmen der Möglichkeiten der Universität Göttingen und ihrer Bibliotheken; einige dieser Dokumente scheinen auch nur noch als Mikrofilm - Ausgabe zu existieren)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

I. Einleitung

1. Problematik und Zielstellungen der Arbeit

2.Anmerkungen zu Problemen der (Strindberg-) Rezeption

3. Zur Rezeptionstheorie

II. Zur Rezeptionsgeschichte Strindbergs auf der deutschen Bühne

1. Wesentliche Faktoren der Rezeption im Zeitraum zwischen 1890 - 1900

2. Die Rezeption von „Fadren“ im Umfeld seiner Erstaufführung in Deutschland

III. Resümee

1. Anmerkungen zum allgemeineren Teil der behandelten Rezeptionsgeschichte

2. Anmerkungen zur Erstaufführung von „Fadren“ auf der deutschen Bühne

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ambivalente Rezeptionsgeschichte August Strindbergs auf den deutschsprachigen Bühnen zwischen 1890 und 1900, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Wirkungsgeschichte seines Dramas „Der Vater“ („Fadren“) im Umfeld der Erstaufführung in Deutschland liegt.

  • Analyse des Rezeptionsprozesses Strindbergs im Zeitraum 1890-1900
  • Untersuchung der Bedeutung moderner Rezeptionstheorien für die Wirkungsgeschichte
  • Darstellung der Einflussfaktoren wie institutionelle Theaterarbeit und zeitgenössische Publizistik
  • Konfrontation mit der Vormachtstellung Ibsens und der Entstehung von Klischeebildungen
  • Evaluation der spezifischen Rezeption von „Fadren“ durch Aufführungsberichte und Feldtexte

Auszug aus dem Buch

2. Anmerkungen zur Erstaufführung von „Fadren“ auf der deutschen Bühne

Die Betrachtung einzelner Rezeptionszeugnisse zur Erstaufführung von Fadren auf der deutschen Bühne unterstützt die im Vorhinein beschriebene Ambivalenz im Verhältnis Strindberg - Deutsche Bühne. Schon im Vorfeld der Aufführung laufen Debatten, die sich primär gar nicht auf das Werk, sondern auf Stereotype und Klischees sowie auf das Verhältnis zu Ibsen beziehen. Bekannt geworden ist die Kontroverse zwischen Paul Schlenther und Ola Hansson, die, insbesondere durch Hansson provoziert, zum Ergebnis hatte, dass Strindberg noch kritischer betrachtet wurde, als dies eh schon der Fall war.

Im Vergleich mit Ibsen werden ihm dann auch in der Nachbesprechung des Stückes die aufgebauten Klischees in unterschiedlichster Form zum Vorwurf gemacht bzw. haben eine Platz inne, der als so bestehend nicht mehr hinterfragt wird - allen voran das Motiv vom Weiberhasser. Strindbergs Aussagen dazu lassen erkennen, dass er diese Stereotype so nicht tragen kann, dass es eine Differenzierung zwischen seiner Wirklichkeit und Dichtung gibt. Insbesondere der Schluss wird von einigen Rezensenten als zu brutal in seiner offengelegten Symbolik empfunden, künstlerische Unklarheiten und Unreife werden Strindberg von verschiedener Seite attestiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkung: Der Autor erläutert die Modifikation seiner ursprünglichen Zielsetzung und die Konzentration auf „Fadren“ als Fallbeispiel für Strindbergs Wirkungsgeschichte.

I. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Interesse an skandinavischer Literatur in der „skandinavischen Welle“ und führt in methodische sowie theoretische Probleme der Rezeptionsforschung ein.

II. Zur Rezeptionsgeschichte Strindbergs auf der deutschen Bühne: Hier werden die Faktoren der Aufnahme, die Konkurrenz zu Ibsen und die Bedeutung der Experimentiertheater sowie der publizistischen Debatten detailliert beleuchtet.

III. Resümee: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen, wonach Strindberg in diesem Zeitraum aufgrund von Klischees, Zensur und der Ibsen-Fixierung in einer Außenseiterrolle verblieb.

Schlüsselwörter

August Strindberg, Fadren, Der Vater, Rezeptionsgeschichte, deutsche Bühne, Naturalismus, Ibsen, Theaterkritik, Rezeptionstheorie, Freie Bühne, Misogynie, Skandinavien, Jahrhundertwende, Wirkungsgeschichte, Drama.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rezeption von August Strindbergs Dramen auf deutschsprachigen Bühnen am Ende des 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind der Einfluss von Institutionen wie der „Freien Bühne“, die Rivalität zu Henrik Ibsen und die Rolle literarischer Klischees.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung der ambivalenten Aufnahme Strindbergs und die Erforschung der Motive für seinen damaligen Erfolg oder Misserfolg.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Rezeptionsanalyse unter Einbeziehung von Theaterkritiken, Feldtexten (Autorenaussagen) und historisch-kontextuellen Dokumenten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die wesentlichen Faktoren der Bühnenrezeption von 1890 bis 1900 sowie eine nähere Untersuchung des Stücks „Der Vater“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Strindberg, Naturalismus, Rezeptionsästhetik, Ibsen-Vergleich und die soziale Stellung des Theaters.

Wie prägte Ibsen die Rezeption von Strindberg?

Ibsen galt als Leitfigur der Moderne; Strindberg wurde in zeitgenössischen Kritiken meist an Ibsen gemessen und oft als dessen unterlegener Epigone wahrgenommen.

Welchen Einfluss hatte der Prozess von 1893 auf die Wahrnehmung Strindbergs?

Durch die Konfiszierung seines Romans „Die Beichte eines Toren“ festigte sich das Bild Strindbergs als „unzurechnungsfähiger“ Autor pornographischer Werke, was seiner Anerkennung als Dramatiker massiv schadete.

Warum wurde Strindberg als „Weiberhasser“ tituliert?

Dieses Klischee speiste sich aus dem „Kampf der Geschlechter“ in seinen Stücken und den hitzigen Vorabdebatten, die seine persönliche Haltung mit seinen dramatischen Figuren vermischten.

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Details

Title
Strindbergrezeption in Deutschland 1890-1900
College
University of Göttingen  (Skandinavistik)
Course
Deutsch - skandinavische Literaturkontakte
Grade
2,0
Author
Maik Hemmecke (Author)
Publication Year
2004
Pages
32
Catalog Number
V34625
ISBN (eBook)
9783638347952
Language
German
Tags
Strindbergrezeption Deutschland Deutsch Literaturkontakte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maik Hemmecke (Author), 2004, Strindbergrezeption in Deutschland 1890-1900, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34625
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