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Dekonstruktion und Rekonstruktion kritischer Gesellschaftstheorie. Potenziale und Grenzen des Multitude-Konzepts

Title: Dekonstruktion und Rekonstruktion kritischer Gesellschaftstheorie. Potenziale und Grenzen des Multitude-Konzepts

Thesis (M.A.) , 2005 , 134 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Yvonne Schäfer (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit setzt sich mit ihrem Konzept der Multitude auseinander, um die Grenzen und Potenziale dieses Begriffes auszuloten.

Im ersten Teil geht es um die Konstruktion der Multitude und ihrer Rahmenbedingungen; dieser deskriptive Teil ist sehr genau und ausführlich, da der Erfolg ihrer Werke auch aus einer Sprachgewalt resultiert, die aufgefangen werden soll: Die Macht des Fleisches und der Politische Akt der Liebe stehen in diesem Kontext, aber auch Dämonen und Ungeheuer. Nicht umsonst wurde ihr erstes Werk als zweites Kommunistisches Manifest gehandelt.

Der zweite Teil befasst sich mit der Rezeptionsgeschichte und wird entlang einiger ausgewählter Begriffe vollzogen. Die marxistische Kritik überwiegt, da auch Hardt und Negri sich überwiegend auf Marx berufen, aber einen Schritt mit und über ihn hinaustreten wollen. Es werden weiterhin Stimmen der globalisierungskritischen Bewegung dargestellt, da diese beispielhaft für die Macht der Multitude seien. Am Ende des zweiten Teils folgt eine polemische Zitatsammlung, welche die Stimmung beschreibt, die offenbar die Provokationen der Autoren ausgelöst haben.

Im dritten und abschließenden Teil erfolgt die Einschätzung der Grenzen und Potenziale des Multitude- Konzepts.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Zäsur: Postmoderne Produktion

1.1 Wandel der Arbeit und ihrer Prozesse

1.2 Immaterielle Arbeit

1.3 Affektive Arbeit

1.4 Hegemonie der immateriellen Arbeit

1.5 general intellect und Postoperaismus

2 Krieg

2.1 Biomacht und Sicherheit

2.2 Aufstandsbekämpfung und die Geburt des neuen Krieges

2.3 Widerstand

2.4 Netzwerkkämpfe erfinden

2.5 Von der Biomacht zur biopolitischen Produktion

3 Das Multitude- Konzept

3.1 Einheit und Vielheit

3.2 Gefährliche Klassen

3.3 Zur Methode von Marx

3.3.1 Historische Tendenz

3.3.2 Realabstraktion

3.3.3 Antagonismus

3.3.4 Konstitution von Subjektivität

3.4 Die Macht des Fleisches

3.5 Ein Abstecher nach Davos

3.6 Big Government is back

3.7 Spuren der Multitude und die Ungeheuerlichkeit des Fleisches

3.8 Die Produktion des Gemeinsamen

3.9 Jenseits von privat und öffentlich

3.10 Karneval und Bewegung

3.11 Mobilisierung des Gemeinsamen

3.12 Die Multitude und die Linke

4 Demokratie

4.1 Globale öffentliche Meinung

4.2 Globale Forderungen und Beschwerden

4.2.1 Beschwerden im Hinblick auf Rechte und Gerechtigkeit

4.2.2 Ökonomische Beschwerden

4.2.3 Biopolitische Beschwerden

4.2.4 Konvergenz in Seattle

4.2.5 Globale Reformexperimente

4.2.6 Reformen der Repräsentation

4.2.7 Reformen bei Rechten und Gerechtigkeit

4.2.8 Ökonomische Reformen

4.2.9 Biopolitische Reformen

4.3 Zurück ins 18. Jahrhundert!

4.4 Geopolitik und neue Allianzen

4.5 Die Demokratie der Multitude

4.6 Die natürliche Begabung der Multitude

4.7 Möge die Macht mit Euch sein

1 general intellect

1.1 Immaterielle Arbeit und biopolitische Produktion: Ende des Kapitalverhältnisses?

1.2 Auflösung des Gesamtarbeiters und wieder die Frage nach dem Kapitalverhältnis

1.3 Informatisierung durch neue Informations- und Kommunikationstechniken

1.4 Auswirkungen

1.5 Mehrwertgenerierung

2 Multitude

2.1 Ein Klassenkonzept?

2.2 Spaltung und Konkurrenz oder Autonomie?

2.3 Absolute Demokratie

2.4 Postmodernes Kommando und Elitenbildung

2.5 Singularitäten und das Gemeinsame: Dämonen und Ungeheuer?

2.6 Organisation: Swarm Intelligence

3 Stimmen aus der Bewegung

3.1 Attac

3.2 Konferenz La Villette

4 Vernichtende Rezensionen: Eine polemische Zitatsammlung

1 Einschätzung der Potenziale und Grenzen des Multitude- Konzepts

1.1 Grenzen

1.2 Potenziale

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert das Konzept der "Multitude" von Michael Hardt und Antonio Negri, um deren theoretische Konstruktion sowie die damit verbundenen Potenziale und Grenzen in einer globalisierten Weltordnung zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie ein neues gesellschaftliches Subjekt jenseits klassischer Klassenbegriffe Widerstand gegen das imperiale System leisten und eine Form absoluter Demokratie konstituieren kann.

  • Analyse des Wandels der Produktion hin zur Dominanz immaterieller und affektiver Arbeit.
  • Untersuchung des globalen Kriegszustandes und der Transformation souveräner Macht in Biomacht.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der politischen Rolle der Multitude und ihrem demokratischen Potenzial.
  • Diskussion marxistischer und postoperaistischer Ansätze zur Organisation von Widerstandsbewegungen.
  • Bewertung der Konzepte von "Gemeinsamem", "Singularität" und der "Produktion des Gemeinsamen".

Auszug aus dem Buch

1 Zäsur: Postmoderne Produktion

Wenn man Hardt und Negri Glauben schenken darf, sind wir an einem Punkt der kapitalistischen Produktion angekommen, der einen Paradigmenwechsel verlangt. Das Zeitalter der Postmoderne symbolisiert diese Zäsur. Zeugnis dessen ist für die Autoren in erster Linie die Verschiebung der Produktion vom Industriesektor zum Dienstleistungsbereich. Die Dominanz des tertiären Sektors drücke sich nicht nur quantitativ, also in Beschäftigungszahlen aus, sondern durch eine Vielzahl von qualitativen Veränderungen, die sich über das gesamte Spektrum der Produktion ausdehnten.

Bereits der Übergang zur Modernisierung und Industrialisierung habe Veränderungen hervorgebracht, die laut Hardt und Negri eine Neudefinition der Gesellschaft als Fabrik verlangten. Der Prozess der Modernisierung und Ausbreitung der industriellen Produktion habe sein Ende erreicht, denn die Dominanz der industriellen Produktion könne kaum mehr ausgeweitet werden. Die Postmodernisierung oder Informatisierung bringe einen qualitativen Wandel der Beschäftigung mit sich. Arbeit sei nun an ein hohes Maß von Mobilität und Flexibilität gebunden, Bildung, Kommunikation, Information und Affekt hätten eine zentrale Bedeutung. Die Autoren verkünden dabei nicht die Abschaffung der industriellen Produktion, sondern die Rede ist vielmehr von einer Transformation und Steigerung der Produktivität, bei der produktive Ströme und Netzwerke hervorgehoben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zäsur: Postmoderne Produktion: Beschreibt den Paradigmenwechsel vom Industriesektor hin zur immateriellen Arbeit und Informatisierung als neues Merkmal kapitalistischer Produktion.

2 Krieg: Analysiert den permanenten globalen Kriegszustand und die Rolle der Biomacht bei der Schaffung neuer globaler Hierarchien und Sicherheitsregime.

3 Das Multitude- Konzept: Erarbeitet das Konzept der Multitude als neues gesellschaftliches Subjekt, das sich durch Vielheit und die Produktion des Gemeinsamen auszeichnet.

4 Demokratie: Diskutiert die Notwendigkeit einer "absoluten Demokratie" und die Rolle der Multitude bei der Gestaltung einer neuen globalen Weltordnung jenseits von Repräsentation.

Schlüsselwörter

Multitude, Empire, Immaterielle Arbeit, Biopolitik, Biomacht, general intellect, Postoperaismus, Gemeinsames, Absolute Demokratie, Globalisierung, Kapitalverhältnis, Widerstand, Singularität, Subjektivität, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Dekonstruktion und Rekonstruktion kritischer Gesellschaftstheorie unter besonderer Berücksichtigung des Multitude-Konzepts von Hardt und Negri.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen den Wandel der Arbeit, die Analyse globaler Machtstrukturen ("Empire"), die Rolle von Krieg und Biomacht sowie die Möglichkeiten einer radikalen Demokratisierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Potenziale und Grenzen des Multitude-Begriffs kritisch auszuloten und zu prüfen, inwieweit er als Grundlage für emanzipatorische Politik dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode, wobei sie sich auf eine intensive Textrezeption der Werke von Hardt und Negri sowie auf eine Auseinandersetzung mit deren marxistischer Kritik stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Konstruktion des Multitude-Konzepts, die Analyse der Rezeptionsgeschichte durch verschiedene Kritiker sowie die Bewertung der Potenziale und Grenzen dieses theoretischen Ansatzes.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die "immaterielle Arbeit", der "general intellect", das "Gemeinsame", "Biomacht" und die "Multitude" als revolutionäres, aber umstrittenes Subjekt.

Wie bewerten die Autoren das Verhältnis von Arbeit und Kapital in der Postmoderne?

Hardt und Negri sehen eine Tendenz, in der das Kapitalverhältnis aufgrund der Hegemonie immaterieller Arbeit und der Selbstverwertung des "Gemeinsamen" an Bedeutung verliert bzw. sich transformiert.

Welche Rolle spielt die Kritik an Hardt und Negri in der Arbeit?

Die Arbeit räumt der marxistischen Kritik breiten Raum ein, da sie die Stabilität des theoretischen Fundaments von Hardt und Negri in Frage stellt, insbesondere in Bezug auf die Kategorie des "Kapitalverhältnisses".

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Details

Title
Dekonstruktion und Rekonstruktion kritischer Gesellschaftstheorie. Potenziale und Grenzen des Multitude-Konzepts
College
University of Kassel
Grade
1,3
Author
Yvonne Schäfer (Author)
Publication Year
2005
Pages
134
Catalog Number
V33977
ISBN (eBook)
9783638343176
ISBN (Book)
9783656600206
Language
German
Tags
Dekonstruktion Gesellschaftstheorie-Potenziale Grenzen Multitude- Konzepts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Schäfer (Author), 2005, Dekonstruktion und Rekonstruktion kritischer Gesellschaftstheorie. Potenziale und Grenzen des Multitude-Konzepts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33977
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