Marie Jéanne, Gräfin von Dubarry (1743–1793), geborene Bécu, gebührt der traurige Ruhm, die letzte offizielle Mätresse von Louis XV. (1707–1774) gewesen zu sein. Zudem war sie die einzige offizielle Mätresse dieses französischen Königs, die zuvor nachweislich als Dirne gearbeitet hatte. Nach dem Tod ihres blaublütigen Geliebten, dessen Gespielin sie fünf Jahre lang gewesen war, verbannte man sie vom Hof in Paris. Im Alter von 50 Jahren verlor die Kurtisane unter der Guillotine ihren hübschen Kopf. Die Biografie „Madame Dubarry. Von der Dirne zur Mätresse des Königs“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.
Inhaltsverzeichnis
1. Marie Jéanne, Gräfin von Dubarry
2. Von der Dirne zur Mätresse des Königs
3. Schloss Louveciennes bei Marly
4. Die Halsbandaffäre
5. Die Französische Revolution
Zielsetzung & Themen
Dieses Werk beleuchtet das wechselvolle Leben der Marie Jéanne, Gräfin von Dubarry, von ihrer bescheidenen Herkunft als uneheliche Tochter einer Näherin bis zu ihrem Aufstieg als letzte offizielle Mätresse des französischen Königs Louis XV. sowie ihrem tragischen Ende während der Französischen Revolution.
- Der soziale Aufstieg von der Dirne zur einflussreichen Mätresse am Hof von Versailles
- Die komplexe Beziehung zum französischen Königshof und dessen Machtstrukturen
- Die Rolle der Gräfin von Dubarry in den politischen und gesellschaftlichen Spannungsfeldern der Ära
- Der dramatische Niedergang im Zuge der politischen Umbrüche und der Französischen Revolution
- Die Verstrickungen in zeitgenössische Skandale, insbesondere die sogenannte "Halsbandaffäre"
Auszug aus dem Buch
Von der Dirne zur Mätresse des Königs
Marie Jéanne, Gräfin von Dubarry (1743–1793), geborene Bécu, gebührt der traurige Ruhm, die letzte offizielle Mätresse von Louis XV. (1710–1774) gewesen zu sein. Zudem war sie die einzige offizielle Mätresse dieses französischen Königs, die zuvor nachweislich als Dirne gearbeitet hatte. Nach dem Tod ihres blaublütigen Geliebten, dessen Gespielin sie fünf Jahre lang gewesen war, verbannte man sie vom Hof in Paris. Im Alter von 50 Jahren verlor die Kurtisane unter der Guillotine ihren hübschen Kopf und ihr Leben.
Marie Jéanne Bécu kam am 19. August 1743 als uneheliche Tochter der Näherin Anne Bécu, genannt Quantigny, in Vaucouleurs (Lothringen) zur Welt. Als Vater werden ein Schrankenwärter oder ein Mönch aus dem Kloster „Picpus“ in Paris, in dem Anne Bécu gelegentlich Bettlaken nähte, genannt. Der Mönch namens Jean Baptiste Casimir Gomard de Vaubernier hieß im Kloster „Frere Ange“ („Bruder Engel“).
Zusammenfassung der Kapitel
Marie Jéanne, Gräfin von Dubarry: Einleitende Betrachtung der Lebensdaten und des historischen Status der Gräfin als Mätresse von Louis XV.
Von der Dirne zur Mätresse des Königs: Darstellung des Lebensweges von der einfachen Herkunft und der Ausbildung im Kloster bis zur Einführung am Hof als offizielle Mätresse.
Schloss Louveciennes bei Marly: Dokumentation des luxuriösen Lebensstils, der Geschenke des Königs und der gesellschaftlichen Privilegien der Gräfin.
Die Halsbandaffäre: Analyse der komplexen Betrugsaffäre um ein teures Diamantcollier, die das Ansehen der Monarchie und Marie Antoinettes nachhaltig schädigte.
Die Französische Revolution: Schilderung der Sturzes der Monarchie, der Bedrängnis der Gräfin in der Schreckensherrschaft und ihrer Hinrichtung unter der Guillotine.
Schlüsselwörter
Marie Jéanne von Dubarry, Louis XV., Versailles, Mätresse, Französische Revolution, Halsbandaffäre, Marie Antoinette, Schloss Louveciennes, Kurtisane, Ancien Régime, Guillotine, Hofleben, Bourbonen, Skandal, Historische Biografie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch zeichnet die Lebensgeschichte von Marie Jéanne, Gräfin von Dubarry, nach, von ihren ärmlichen Anfängen bis zum Aufstieg zur mächtigen Mätresse des französischen Königs.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen soziale Mobilität im 18. Jahrhundert, die politische Macht von Mätressen, den Untergang der französischen Monarchie und historische Kriminalfälle wie die Halsbandaffäre.
Was ist das primäre Ziel des Werks?
Das Ziel ist eine sachliche Aufarbeitung des Lebens und Sterbens einer umstrittenen historischen Persönlichkeit, die oft zum Spielball politischer Intrigen wurde.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine biographische Analyse, die historische Quellen sowie zeitgenössische Porträts und Dokumente auswertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich chronologisch der Entwicklung der Dubarry: ihrer Jugend, der Eroberung des Königs, ihrem Leben in Versailles, ihrer Verbannung und den revolutionären Ereignissen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hofintrigen, soziale Herkunft, Machtpolitik, Revolution und das Leben in Versailles charakterisiert.
Welche Rolle spielte der Herzog von Richelieu im Aufstieg der Dubarry?
Richelieu fungierte als Förderer, der durch seinen Einfluss Jeanne bei Hofe unterstützte und ihr half, sich als Mätresse zu etablieren.
Warum wird die Halsbandaffäre im Kontext der Dubarry behandelt?
Obwohl die Dubarry nicht direkt Täterin war, bildete der Kontext der Affäre, etwa durch die Rolle der Juweliere und das geschädigte Image des Hofes, einen wesentlichen Teil der politischen Atmosphäre vor der Revolution.
Warum blieb die Beziehung zwischen der Dubarry und Marie Antoinette gespannt?
Marie Antoinette betrachtete die Dubarry als soziale Emporkömmling und "Kreatur" minderer Herkunft, was zu ständigen Spannungen und gegenseitiger Ablehnung führte.
Wie endete das Leben der Gräfin von Dubarry?
Nach einer Phase der Verbannung und den Wirren der Revolution wurde sie vom Revolutionstribunal zum Tode verurteilt und 1793 hingerichtet.
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- Ernst Probst (Author), 2014, Madame Dubarry, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277621